Die meisten Opfer auf der indonesischen Insel Lombok sollen von herabfallenden Trümmerteilen getroffen worden sein, berichtet der Katastrophenschutz. Aktuell ist die Rede von mindestens 142 Toten, Hunderte Menschen seien zudem verletzt worden. Zahlreiche Gebäude wurden durch das Erdbeben zerstört.

Lombok: Zwei Beben und zahlreiche Nachbeben

Das Beben der Stärke 7,0 war bereits das zweite innerhalb einer Woche, es folgten zahlreiche Nachbeben. Auch auf den bei Touristen beliebten Inseln Bali und Java seien die Erdstöße zu spüren gewesen.

Am Gebäude des internationalen Flughafens Ngurah Rai auf Bali soll es Schäden geben – diese schränkten den Flugverkehr aber nicht ein. Von den kleinen Gili-Inseln vor Lombok wurden bereits Urlauber in Sicherheit gebracht.  

Erdbeben auf Lombok: Das müssen Urlauber wissen

Nach dem Beben vom Sonnabend hatte es Tsunamiwarnungen gegeben, Menschen waren auf höher gelegene Gebiete geflohen. Diese Gefahr bestehe aktuell nicht mehr. Touristen vor Ort sollen sich dennoch in lokalen Medien über die Lage informieren, so das Auswärtige Amt.

Und: Ein bereits gebuchter Urlaub lässt sich nur unter ganz bestimmten Umständen stornieren – dazu muss die Reise konkret beeinträchtigt sein, sagt Reiserechtsanwalt Paul Degott. Heißt: Wenn die Infrastruktur, etwa das Hotel oder der Flughafen, zerstört ist. Das müsse aber immer im Einzelfall geklärt werden, so der Fachmann.