Die Erdstöße hatten eine Stärke von 7,0 und erschütterten heute, nur eine Woche nach dem schweren Erdbeben, erneut die Urlaubsinsel Lombok. Mindestens drei Menschen kamen uns Leben.

Das Zentrum des Bebens lag rund 18 Kilometer nordöstlich von Lombok in 15 Kilometern Tiefe. Es folgten zahlreiche Nachbeben, die Behörde Indonesian Agency for Meteorology, Climatology and Geophysics sprach zunächst eine Tsunamiwarnung aus.

Erdbeben auf Lombok: Urlauber filmen Panik in Hotel

Diese wurde am Abend wieder aufgehoben. Zuvor wurde an der Nordküste ein kleiner Tsunami mit einer Höhe von 13 Zentimetern gesehen, vor der östlichen Nachbarinsel Sunbawa bildete sich ein weiterer. 

Urlauber Jarda Meijer filmte während des Bebens in einem Hotel auf Lombok – darin sind panische Rufe zu hören und es ist zu sehen, wie Gäste in Richtung Ausgang laufen.

Urlauber Jörg Plümacher twittert: „Zuerst wegen Tsunamiwarnung auf einen Berg hoch. Jetzt wegen Schäden am Hotel (ein Teil unserer Decke ist eingerissen) übernachten wir auf dem Parkplatz. Wirklich heftig. Aber uns geht es gut.“ 

Erdbeben vor Lombok ist auch auf Bali zu spüren

Auch auf der westlichen Nachbarinsel Bali war das Beben zu spüren. Dort soll es Schäden am Flughafen geben. US-Model Christine Teigen twitterte aufgeregt von Bali:

Es ist das zweite heftige Beben vor Lombok innerhalb einer Woche. Bereits am vergangenen Sonntag wurde die Insel erschüttert, 16 Menschen starben, mehr als 350 wurden verletzt. Zudem schnitt ein Erdrutsch 500 Wanderern den Weg ab, sie saßen eine Zeit lang auf dem aktiven Vulkan Rinjani fest. 

Indonesien, das aus zahlreichen Inseln besteht, liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring. In der geologisch aktivsten Zone der Welt stoßen tektonische Platten aufeinander. Erdbeben und Vulkanausbrüche sind dort besonders häufig.

Erdbeben: Kann ich meine Reise stornieren?

Eine Kündigung wegen höherer Gewalt ist nach Angaben des Reiserechtsanwaltes Paul Degott nur dann gerechtfertigt, wenn die Reise konkret beeinträchtigt ist. Das sei zum Beispiel der Fall, wenn die Infrastruktur rund um das Erdbebenzentrum zerstört sei und viele Gebäude eingestürzt seien.

„Wenn die Reise genau in die Erdbebenregion führt, dann kann der Vertrag zum Beispiel über eine Pauschalreise gekündigt werden.“ Das müsse immer im Einzelfall geklärt werden.