Kostenloses WLAN am Flughafen, im Hotel, an der Strandbar: Ein, zwei, drei Klicks – und schon bist du online. Klingt zu schön, um wahr zu sein, oder? Ist es leider auch. Denn dabei kann einiges schiefgehen.

Was, das hat uns ein Sicherheitsexperte des deutschen Softwareherstellers G Data erklärt: „Öffentliche WLAN-Hotspots in Hotels, Flughäfen, Restaurants oder Bars sind häufig nur unzureichend geschützt“, warnt Tim Berghoff. „Kriminelle können mit geringem technischen Aufwand sensible Daten in diesen Netzwerken stehlen.“

Einen Schnappschuss per WLAN-Hotspot verschicken – kein Problem. (Symbolfoto)
Einen Schnappschuss per WLAN-Hotspot verschicken – kein Problem. (Symbolfoto) Foto: Pixabay/jyliagorbacheva

Dennoch sind solche kostenlosen WLAN-Netze überaus beliebt: Eine Umfrage von G Data belegt, dass rund die Hälfte der Deutschen über öffentliche Hotspots mit dem Handy im Urlaub surft.

Handy im Urlaub: Keine sensiblen Daten über Hotspots verschicken

Die Nutzung eines öffentlichen WLAN ist prinzipiell kein Problem, wenn du dir der häufig mangelnden Absicherung bewusst bist. Vermeide es, sensible Daten über Hotspots zu versenden.

Konkret bedeutet das: Mal eben von der Sonnenliege aus die Onlineüberweisung zu erledigen, die du vor dem Urlaub nicht mehr geschafft hast – das ist keine gute Idee. Wichtige Daten wie Passwörter und Kreditkartendaten lassen sich ausspionieren, wenn du über WLAN-Hotspots im Netz unterwegs bist.

Wichtige Daten wie Passwörter und Kreditkartendaten lassen sich ausspionieren, wenn du über WLAN-Hotspots im Netz unterwegs bist.

Deshalb: Bankgeschäfte und Shoppingtouren im Internet solltest du lieber vor dem Urlaub oder danach erledigen. Und wenn es nicht anders geht und du mit dem Handy im Urlaub sensible Daten verschicken musst, sende sie über das Mobilfunknetz. Innerhalb der Europäischen Union surfst du in der Regel ohne Aufpreis, außerhalb der EU gibt es aber keine einheitlichen Regeln. Dort sind die Roaminggebühren fürs mobile Internet meist sehr hoch.

Normales Surfen per WLAN kein Problem

Panik musst du aber nicht bekommen, wenn du mit dem Handy im Urlaub einen öffentlichen Hotspot nutzt. News lesen, mögliche Ausflugsziele googeln, eine Whatsapp-Nachricht an die Freunde oder eine E-Mail an die Familie schicken: alles kein Problem.

Du solltest aber keine Urlaubsfotos öffentlich bei Facebook und Co. posten, denn: „Kriminelle erstellen aus solchen Daten eine Karte, auf der vorübergehend unbewohnte Häuser vermerkt sind“, erklärt der Fachmann vom auf Security-Produkte spezialisierten deutschen Softwarehersteller.

Ob im Café oder Hotel: Das WLAN ist nicht immer sicher – besser keine sensiblen Daten verschicken. (Symbolfoto)
Ob im Café oder Hotel: Das WLAN ist nicht immer sicher – besser keine sensiblen Daten verschicken. (Symbolfoto) Foto: Unsplash/rawpixel

Das Handy schützen: Mach es fit für den Urlaub

Um dein Handy im Urlaub zu schützen, bringst du vor der Abreise am besten das Betriebssystem und alle Apps auf den aktuellen Stand. Updates dienen oft dazu, Sicherheitslücken zu stopfen. Eine weitere Option ist es, eine Security-App zu installieren. Sie sollte auch die Ortung und den Zugriff aufs Mobiltelefon aus der Ferne ermöglichen. So kannst du dein Smartphone aufspüren oder zumindest sensible Daten löschen, falls das Gerät im Urlaub verloren geht oder gestohlen wird.

Surfst du im Urlaub im kostenlosen WLAN?