Australien: Warum Selfies auf dem Wedding Cake Rock verboten sind

Australien: Hier darfst du nicht für Fotos posen

Australische Beamte patrouillieren regelmäßig an einer Klippe, um Touris daran zu hindern, über die Absperrung zu klettern und Selfies zu machen. Mit anderen Worten: Die Insta-Polizei ist am Start.

Urlauberinnen auf dem Wedding Cake Rock im Royal National Park südlich von Sydney, Australien.
Ein Fotomotiv, das eigentlich illegal ist: Zwei Frauen stehen auf dem Wedding Cake Rock in Australien.

Foto: instagram.com/jamkoo__ (Screenshot)

Er sieht ein bisschen aus wie eine Sahneschichttorte – daher auch der Name Wedding Cake Rock (auf Deutsch: Hochzeitstortenfels). Dieses Aussehen ist es auch, das den Felsen im Royal National Park südlich von Sydney zu einem äußerst beliebten Fotospot macht.

Das Problem: Der Ort ist nicht ganz ungefährlich. Wer nur einen falschen Schritt macht, fällt fast 50 Meter in die Tiefe.

Australischer Fotofelsen könnte jederzeit zerbröseln

Außerdem hat ein geologischer Bericht 2015 festgestellt, dass der Fels jeden Moment ohne Vorwarnung zusammenbrechen könnte. Deshalb ist der fotogene Felsvorsprung mit einem 1,6 Meter hohen Zaun gesichtert, der die Touristen eigentlich von waghalsigen Fotoshootings abhalten soll. 

Nur ein kurzer Blick auf Instagram zeigt aber: Das hält die Selfie-Jäger nicht wirklich ab. Für den perfekten Schnappschuss scheuen sie anscheinend keine Risiken und klettern einfach über den Zaun. Ein Hashtag fasst das Motto gut zusammen: #doitforthegram – mach’s für Instagram. 

Angesichts der zahlreichen Instagrammer, die am Felsen ihr Leben riskieren, haben die Parkaufseher deshalb die Polizei von New South Wales zu Hilfe gerufen. Wie die australische „ABC“ berichtet, sollen die Beamten kontrollieren, ob sich die Besucher am Wedding Cake Rock an die Warnschilder halten und nicht unerlaubt über den Zaun steigen.

Touris müssen Selfies teuer bezahlen – im schlimmsten Fall mit dem Leben

Seit März 2016 erwartet diejenigen, die von Parkaufsehern auf dem Felsen erwischt werden, eine Geldbuße in Höhe von bis zu 3.300 australischen Dollar (umgerechnet etwa 2.100 Euro). Bislang mussten 13 Touristen eine Strafe zahlen. Mehr als hundert Menschen seien außerdem abgemahnt worden. 

Wie gefährlich der Fels tatsächlich ist, zeigen diese Vorfälle: Ein französischer Tourist stürzte 2014 in den Tod, als Teile des Felsens unter seinen Füßen wegbrachen. Ein Jahr später mussten zwei Männer nach einem Absturz von einem Felsvorsprung gerettet werden.

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