Ein Gläschen in Ehren kann keiner verwehren – doch dieses Sprichwort scheint sich Helen B. aus England zu sehr zu Herzen genommen zu haben.

Die 51-jährige Britin wollte mit ihrer erwachsenen Tochter Victoria von Manchester nach Kos (Griechenland) in den Urlaub fliegen. Schon auf dem Weg zum Flughafen gönnte sie sich eine halbe Flasche Wein, zwei Wodka an der Bar hinter dem Check-in und im Flugzeug schließlich noch einen Gin Tonic.

Tui Airways: Mutter schlägt und beschimpft Flugbegleiter in Flieger

Und mit jedem Schluck Hochprozentigem fielen bei der britischen Mutter die Hemmungen: Aus heiterem Himmel boxte sie schließlich dem Steward, der gerade an seinem Getränkewagen neben ihr stand, in den Schritt.

Als sich der Mann, sich unter Schmerzen krümmend, über ihr „absolut inakzeptables“ Verhalten bei ihr beschwerte, schrie sie zurück: „Das macht doch nichts, du bist doch sowieso schwul!“

Die Crew entschied, weder der Mutter noch der Tochter weiter Alkohol auszuschenken. Die Folge: Ein Beschimpfungs-Potpourri – die ganzen vier Stunden lang, die der Flug dauerte. Zum Leidwesen aller Mitreisenden und deren Kinder, die sich die Ohren zuhielten und weinten. 

In Kos wurde sie von der Polizei in Empfang genommen, dabei wurde eine fast leere Wodkaflasche in ihrem Handgepäck gefunden.

Ein Jahr nach dem Vorfall musste sich Helen B. jetzt vor einem Gericht in Manchester für ihr Verhalten verantworten. Sie entschuldigte sich laut den „Manchester Evening News“ für ihr Verhalten.

Doch es half nichts: Die Richter verurteilten sie zu fünfeinhalb Monaten Gefängnis.