Nachdem 2017 das Jahr mit den wenigsten Flugunfällen gefeiert wurde, nimmt die Zahl der Flugunfälle in Deutschland in diesem Jahr wieder zu. Das geht aus der Datenbank der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hervor.

Vom 1. Januar bis zum 24. Juli 2018 (verglichen mit demselben Zeitraum 2017) ist die Zahl der Unfälle insgesamt von 107 auf 126 gestiegen, Unfälle mit Schwerverletzten von 17 auf 22 und die Zahl der Schwerverletzten von 21 auf 34. Die Zahl der tödlichen Unfälle ist mit 15 gleich geblieben, die Zahl der Todesopfer allerdings von 19 auf 23 gestiegen. 

Passagierflugzeuge in Deutschland haben weniger Unfälle

Aber: Flugzeuge mit einem Gewicht von mehr als 5,7 Tonnen hatten in diesem Jahr in Deutschland noch gar keine Unfälle mit Toten oder Schwerverletzten, es gab bisher keine Opfer bei Passagierflügen. 

International sieht das anders aus: Laut dem „Jet Airliner Crash Data Evaluation Centre“ gab es 2018 weltweit bisher 327 Flugunfälle – 25 Zwischenfälle mehr als im gleichen Zeitraum 2017. Allein beim Flugzeugabsturz in Kuba kamen 112 Menschen ums Leben.

Das ist die Flugunfallstatistik für Deutschland

Die BFU-Statisik erfasst alle in Deutschland registrierten Luftfahrzeuge (vom Heißluftballon über den Segelflieger bis zur Boeing) und damit auch die in Deutschland zugelassenen Luftfahrzeuge im Ausland. Heißt: Wenn eine Maschine einer deutschen Airline beispielsweise in Spanien verunglücken würde, würde das auch in diese Statistik einfließen.