ICE-Evakuierung in Aschaffenburg – wegen herrenloser Petrischale

Wegen Petrischale: ICE-Evakuierung in Aschaffenburg

Weil Passagiere an Bord eines ICE von Würzburg nach Frankfurt eine verschlossene Petrischale mit undefinierbarem Inhalt fanden, musste der Zug in Aschaffenburg gestoppt und teilweise evakuiert werden.

Am Hauptbahnhof in Aschaffenburg kam es am Sonntagabend zu Verspätungen der Züge auf Gleis 8.
Am Hauptbahnhof in Aschaffenburg kam es am Sonntagabend zu Verspätungen der Züge auf Gleis 8. (Symbolfoto)

Foto: imago/imagebroker/Thomas Robbin

Petrischalen kennst du vielleicht noch aus dem Chemieunterricht, danach haben die meisten von uns – solange wir nicht im Labor arbeiten – eher wenig mit den runden, durchsichtigen Schalen zu tun. 

Umso nervöser wurden am gestrigen Abend Passagiere und Personal in einem ICE, als plötzlich eine herrenlose Petrischale auftauchte. Inhalt: unklar.

In Aschaffenburg wurde die Fahrt nach Frankfurt deshalb unterbrochen, die Feuerwehr rückte in Schutzkleidung an und es kam zu Verspätungen im nachfolgenden Zugverkehr. 

Petrischale aus dem ICE wird untersucht

Der ICE erreichte gegen 17.30 Uhr Gleis 8 des Hauptbahnhofs, wo der betroffene hintere Waggon abgekoppelt wurde. Die Feuerwehrleute sicherten die Petrischale, die nun im Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in München untersucht wird. Mit ersten Ergebnissen ist erst am heutigen Abend zu rechnen.

Die Bundespolizei in Würzburg geht aber nicht davon aus, dass der Inhalt gefährlich ist. Gegenüber dem reisereporter sagte ein Sprecher, es handele sich „noch um keine Straftat“, sondern lediglich um einen verlorenen Gegenstand mit „geringem Wert, aber großer Wirkung“.

Nach dem Besitzer der Schale werde derzeit noch gesucht. Entdeckt wurde sie von einem Passagier im Zeitungsfach an der Rückseite seines Vordersitzes. 

Petri-Schale im ICE: Zugpassagiere sind unversehrt

Die Tatsache, dass bisher keine Fahrgäste über gesundheitliche Beschwerden klagten, spreche ebenfalls dafür, dass der Inhalt unbedenklich sei. Zudem sei die Schale verschlossen gewesen.

Der betroffene Waggon befinde sich aber noch immer am Bahnhof in Aschaffenburg und werde erst wieder in Betrieb genommen, wenn die Untersuchung der Schale beendet sei.

Gegen 19 Uhr konnte der Zug seine Fahrt nach Frankfurt fortsetzen. Im Zugverkehr, der über dasselbe Gleis hätte ablaufen sollen, kam es zu geringfügigen Verspätungen. 

Kommentare
Erhalte täglich Reisegeschichten, folge uns auf Facebook:
#Trending
Zur
Startseite