Dolomiten: Italien schränkt Verkehr zu Unesco-Welterbe ein

Italien schränkt Verkehr zu Unesco-Welterbe ein

Mehr als 5.000 Fahrzeuge befahren an Spitzentagen den Pass Sellajoch in den Dolomiten, die zum Unesco-Welterbe gehören. Zu viel, sagt Italien. Um die Natur zu schützen, wird der Verkehr eingeschränkt.

Die Passstrasse in den Dolomiten führt an der Langkofelgruppe, einem Bergmassiv, vorbei.
Die Passstraße in den Dolomiten führt an der Langkofelgruppe, einem Bergmassiv, vorbei.

Foto: imago/Peter Widmann

Nur wer eine Genehmigung einholt, darf den Dolomitenpass im Norden von Italien nun unter der Woche mit einem Privatfahrzeug befahren. Noch bis zum 31. August müssen Touristen ohne Genehmigung, die das Sellajoch zwischen 9 und 16 Uhr besuchen wollen, ihr Fahrzeug abstellen und mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin fahren oder laufen.

Weniger Verkehr am Sellajoch soll die Bergwelt schützen

Ohne Verkehrsregelung fahren an Spitzentagen mehr als 5.000 Fahrzeuge auf dem Dolomitenpass, berichtet die Nachrichtenseite „Südtirol News“. Die Verkehrseinschränkung soll die Bergwelt vor Emissionen und Lärm schützen. Das Sellajoch ist ein italienischer Alpenpass, der auf über 2.000 Metern über dem Meer durch die Dolomiten führt.

Er verbindet das Grödnertal im Nordosten Italiens mit dem Fassatal etwas weiter südlich und führt mit der Sella- und der Langkofelgruppe zwischen zwei beeindruckenden Bergmassiven hindurch. Wenn du den Pass zwischen bis zum 31. August unter der Woche zwischen 9 und 16 Uhr mit dem Auto befahren willst, brauchst du den sogenannten Dolomitesvives-Pass.

Der Dolomitesvives-Pass berechtigt zur Auffahrt in einem Zeitfenster

Er ist kostenlos und du kannst ihn über die App „Openmove“ (für iOS und für Android), in Betrieben und an Infoständen der Organisation Dolomitesvives beantragen. Der Pass berechtigt dich zur Auffahrt in einem festgelegten Zeitfenster. Die Rückfahrt kannst du antreten, wann du willst.

Feriengäste, die in einer Unterkunft am Sellajoch übernachten, müssen an ihrem Ankunftstag eine schriftliche Buchungsbestätigung bei sich haben. Danach bekommen sie für den gesamten Zeitraum ihres Aufenthaltes einen Dolomitesvives-Pass.

Im vergangenen Jahr gab es bereits ein erstes Experiment zum Schutz der Bergwelt am Sellajoch. Knapp zwei Monate lang war der Pass an neun Tagen zwischen 9 und 16 Uhr nur für Fahrradfahrer, Fußgänger, elektrische Fahrzeuge und öffentliche Verkehrsmittel zugänglich.

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