Das Erdbeben der Stärke 6,4 auf Lombok forderte mindestens 14 Totesopfer. 162 Menschen wurden verletzt, Tausende Häuser zerstört. Zudem hängen Hunderte Wanderer in den Bergen fest. Das Beben löste einen Erdrutsch am Rinjani aus und versperrte eine der Hauptrouten zum Gipfel des 3.700 Meter hohen Berges.

Evakuierung läuft: Urlauber sitzen am Berg Rinjani fest

„Es sind etwa 500 Trekker“, sagte Agung Prajuma, Katastrophenschutzbeauftragter in der indonesischen Region West-Nusa Tenggara, gegenüber der Nachrichtenagentur „Reuters“. Derzeit werde die Rettung vorbereitet. „Wir erwarten sie gegen 17 Uhr zurück am Fuß des Berges“, so Prajuma.

Während des Erdbebens hatten sich etwa 820 Personen auf dem Rinjani aufgehalten, twitterte Sutopo Purwo Nugroho, Sprecher der nationalen Katastrophenschutzbehörde. 617 von ihnen waren Touristen, zum Beispiel aus Frankreich und den Niederlanden.

Urlauber auf Bali spüren Erdbeben und flüchten aus Hotels

Das Erdbeben war auch auf der bei Urlaubern beliebten Nachbarinsel Bali zu spüren. Viele Touristen verließen dort ihre Hotelzimmer und brachten sich in Sicherheit.

Indonesien, das aus zahlreichen Inseln besteht, liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring. Dort treffen tektonische Platten aufeinander. Erdbeben und Vulkanausbrüche sind aus diesem Grund besonders häufig.