Das Beben der Stärke 6,4 erschütterte die Ferieninsel am frühen Sonntagmorgen und schreckte Bewohner und Urlauber aus dem Schlaf. Dutzende Häuser wurden komplett zerstört oder stark beschädigt, mindestens zwölf Menschen kamen nach Angaben der Nachrichtenagentur „Reuters“ ums Leben.

Doch die Aufräumarbeiten laufen noch, und die indonesische Katastrophenschutzbehörde erwartet weitere Todesopfer. Ob auch Touristen unter den Opfern sind, ist bislang unklar. 

Das Zentrum des Bebens lag nach Angaben des nationalen geophysikalischen Instituts etwa 47 Kilometer nordöstlich der Provinzhauptstadt Mataram in einer Tiefe von 24 Kilometern.

Urlauber auf Bali spüren Erdbeben und flüchten aus Hotels

Das Beben war auch auf der bei Urlaubern beliebten Nachbarinsel Bali zu spüren. Viele Touristen verließen dort fluchtartig ihre Hotelzimmer und brachten sich in Sicherheit.

Indonesien, das aus zahlreichen Inseln besteht, liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring. Dort treffen tektonische Platten aufeinander. Erdbeben und Vulkanausbrüche sind aus diesem Grund besonders häufig.

Erdbeben: Kann ich meine Reise stornieren?

Eine Kündigung wegen höherer Gewalt sei nur dann gerechtfertigt, wenn die Reise konkret beeinträchtigt ist, sagt Reiserechtsanwalt Paul Degott. Das sei zum Beispiel der Fall, wenn die Infrastruktur rund um das Erdbebenzentrum zerstört sei und viele Gebäude eingestürzt seien. „Wenn die Reise genau in die Erdbebenregion führt, dann kann der Vertrag zum Beispiel über eine Pauschalreise gekündigt werden.“ Das müsse immer im Einzelfall geklärt werden.