„Wo Eisbären die Wildnis regieren“ und „Arktis pur“ verspricht der Veranstalter Hapag Llyod Cruises auf seiner Expeditionskreuzfahrt nach Spitzbergen auf der „MS Bremen“. Auf einer solchen Kreuzfahrt hat ein Eisbär ein deutsches Crewmitglied angegriffen und am Kopf verletzt.

Eisbär verletzt Crewmitglied von „MS Bremen“ und wird erschossen

Der Mann sei mit Kollegen auf Spitzbergen, einer zu Norwegen gehörenden Inselgruppe, an Land gegangen. Touristen seien nicht dabei gewesen.  

Ein Hubschrauber habe den Verletzten ins Krankenhaus von Longyearbyen, dem Hauptort der arktischen Inselgruppe, geflogen, twitterte HRS Nord-Norge, eine Leitstelle zur Koordination der Seenotrettung.

Der Eisbär sei erschossen worden aus Gründen der Notwehr, heißt es von Hapag Llyod Cruises. Das berichtet unter anderem die Rundfunkgesellschaft „Norsk rikskringkasting“. Weitere Crewmitglieder und Passagiere seien nicht vom Vorfall betroffen.

Kreuzfahrttourismus in der Region Spitzbergen nimmt zu

An Bord der Schiffe sollen vier bis fünf bewaffnete Eisbärenwächter dafür sorgen, dass Passagiere gefahrlos an Land gehen könnten. Der heutige Vorfall sei geschehen, als die Wächter eine Landstation zur Absicherung eines Landgangs einrichten wollten. 

Der Tourismus in der Region Spitzbergen ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen, gerade ist Hauptsaison. In der kommenden Woche sollen in Longbyearbyen 18 Kreuzfahrtschiffe anlegen.