Das Innere des Koffers sieht aus, als wäre darin etwas explodiert: Die Zahnpasta- und die Sonnencremetuben sind aufgerissen, die Kleidung zerfetzt, Make-up-Döschen zertrümmert: So bekam Studentin Jiwon Choi nach einem Easyjet-Flug von Sevilla nach London-Gatwick ihr Gepäck zurück.

Jiwon postet Bilder des völlig zerstörten Gepäckstücks auf Facebook, versichert, dass im Koffer nichts gewesen sei, das hätte explodieren können. Auch rieche der Inhalt nicht nach Rauch, Papiere seien ohne Spuren eines Brandes gewesen, schreibt sie in ihrem Facebook-Post.

Easyjet entschuldigt sich erst nach Tagen für zerstörten Koffer

Die Studentin wendet sich am Flughafen direkt an die Airline. Mitarbeiter hätten ihr erklärt, dass der Koffer wohl beim Transport zum Terminal auf die Straße gefallen oder unter das Gepäckband geraten war, so Jiwon.

Am nächsten Tag habe sie Fotos an die Airline geschickt. Die Antwort: Sie solle noch mehr Fotos des Schadens machen, auf denen zum Beispiel die Marke des Koffers deutlich erkennbar sei – eine Entschuldigung vonseiten der Airline habe sie zu diesem Zeitpunkt nicht erhalten, schreibt die Studentin sauer.

Easyjet vermutet: Defekte Maschine war die Ursache

Die Entschuldigung folgte einige Tage später per Telefon. Zudem habe die Airline ihr einen neuen Koffer geschickt, schreibt Jiwon in einem zweiten Facebook-Post. Auch habe Easyjet inzwischen einen möglichen Grund für den zerstörten Koffer genannt. Schuld sei wohl eine defekte Maschine gewesen.

Ein Sprecher der Airline sagte der „Daily Mail“: „Wir bedauern den Schaden, der während des Transportes entstand. arbeiten eng mit allen unseren Flughafenpartnern zusammen, um sicherzustellen, dass unsere Reisetaschen sicher und sorgfältig behandelt werden, und untersuchen dies mit unserem Bodenabfertigungsdienstleister am Flughafen London-Gatwick.“

Dennoch ist die Studentin genervt. Fast einen ganzen Tag war sie damit beschäftigt, die Fotos für Easyjet aufzunehmen und sämtliche Quittungen der Dinge zu suchen, die sich im Koffer befunden haben. Das ärgerliche: Ihre Eltern waren aus Korea zu Besuch, doch wegen des ganzen Ärgers mit Easyjet hätte sie kaum Zeit für sie gehabt.