Mecklenburger Fischland: So schön ist die Halbinsel | reisereporter.de

Mecklenburger Fischland: So schön ist die Halbinsel

Das Fischland in Mecklenburg-Vorpommern ist Teil der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und eine Landbrücke an der Ostseeküste. reisereporterin Susanne weiß, was das Mecklenburger Fischland so besonders macht.

Susanne Retzlaff
Im Westen des Fischlandes findest du lange und abwechslungsreiche Sandstrände.
Im Westen des Fischlandes findest du lange und abwechslungsreiche Sandstrände.

Foto: pixabay.com/Trixpaule

Gute zehn Kilometer lang und zwischen 500 und 2.000 Metern breit besteht das Fischland vor allem aus Küste. Die einstige Insel ist heute eine schmale Landbrücke zwischen Festland und Darß und damit der südlichste Teil der vielleicht schönsten Halbinsel der Republik.

Das Fischland reicht von Dierhagen im Süden bis zum Ahrenshooper Grenzweg im Norden, der den Übergang von Mecklenburg nach Vorpommern markiert.

Der Westen der Landbrücke ist Sandstrand

Der Westen des Fischlandes ist ein einziger, langer und abwechslungsreicher Sandstrand, der kaum Urlaubswünsche offen lässt. Autorallyes bis ins Wasser, Badespaß und Burgenbau, feiner Sand und sauberes Wasser, sanfte Dünen, urwüchsige Küstenwälder, imposante Steilufer, FKK und Textil, mit Hund oder ohne, Strandkorb und Sportstrand, Surfen, Segeln, Sonnenbaden, Beachtennis und Spaziergänge, Seebrücke und schließlich der Cocktail zum Sonnenuntergang – Was willst du mehr?

Die lauschige Boddenküste im Osten

Das Kontrastprogramm findest du direkt gegenüber. Die lauschige Boddenküste im Osten mit ihren schilfbewachsenen Ufern, weiten Wiesen und kleinen Wäldern strahlt unendliche Ruhe aus. Zeesboote gleiten leise plätschernd mit ihren rotbraunen Segeln über das Wasser.

Mit etwas Glück siehst du den Adler kreisen, Vögel zwitschern und in den lauschigen Boddenhäfen kannst du die Seele baumeln lassen, Kraft tanken und dich mit einem leckeren – na klar – Fisch stärken. Vielleicht hast du sogar am frühen Morgen das Fischerboot auslaufen sehen, dessen Fang du gleich genießen kannst. 

Fischland: Unterwegs an der Ostseeküste

Die traumhaften Wege entlang der Ostseeküste und am Saaler Bodden machen deinen Ausflug auf's Fischland zum Entspannungs-Trip. Du hast Anschluss an den Ostseeküsten-Radweg und den Europäischen Fernwanderweg E9. Von dort aus gelangst du in die charmanten Dörfer mit ihren Cafés, Eisdielen, Restaurants und in Geschäfte, zu Backsteinkirchen und Rohrdachhäusern, den bunten Türen und ihrer reichen Tradition und Kultur. 

Auf dem fast 18 Meter hohen Gipfel des Fischlandes, dem Bakelberg in Nienhagen, lädt eine Paul Müller-Kaempff-Skulptur unübersehbar zum Wandeln auf dem Ahrenshooper Kunstpfad ein.

Das neue Kunstmuseum in Althagen wurde für seine Architektur und das Lichtdesign ausgezeichnet. In Wustrow führen dich die blauen Steine des Kulturpfades zum Hexenhaus und Swantewit, dabei passierst du Norddeutschlands wohl größte Whiskysammlung. Rund 700 Sorten schenkt Hans-Joachim Belza in seiner Oase aus. Auf Entdeckungstour kannst du auf dem Geschichtspfad gehen, der die sechs Dörfer Dierhagens verbindet. Du kannst das Fischland am besten per Fahrrad, Pferd, Fuß oder E-Roller (in Dierhagen leihbar) erfahren.

Der Sommer ist eine Hochzeit der Brauchtumspflege auf Fischland. Dazu gehört das Tonnenabschlagen, bei dem Reiterinnen und Reiter auf ihren Pferden galoppierend versuchen mit einem Knüppel ein hoch aufgehängtes Holzfass zu zerschlagen. Zu bewundern ist das Spektakel in Wustrow, Ahrenshoopi und in Dierhagen. Große Feste in den Boddenhäfen sind die Zeesbootregatten und die Althäger Fischerregatta. 

Und den ganzen Sommer über werden dir auf dem ganzen Fischland spannende Ausstellungen und Konzerte geboten. Nach so erfüllten Tagen gibt es kaum etwas Schöneres als am Fischländer Strand dem nächsten Sonnenuntergang entgegenträumen.

Übrigens: Der Fischlandschmuck stammt nur fast von hier. Goldschmied Georg Kramer hat ihn zwar nach dem Fischland benannt, kam aber aus Ribnitz-Damgarten, wo er ihn auch anfertigte.

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