Machu Picchu: 5 Dinge, die du lieber nicht machen solltest

Machu Picchu: Diese 5 Dinge solltest du sein lassen

Viele Wege führen nach Ro… ähm, Machu Picchu. Die alte Inka-Stadt ist ein Touristenmagnet, doch von der Anfahrt bis zum Aufstieg kannst du einiges falsch machen. Diese fünf Fehler solltest du vermeiden.

Luca Pot d'Or
Wenn du es bis ganz nach oben auf den Machu Picchu geschafft hast, wirst du mit diesem traumhaften Ausblick belohnt.
Wenn du es bis ganz nach oben auf den Machu Picchu geschafft hast, wirst du mit diesem traumhaften Ausblick belohnt.

Foto: Luca Pot d’Or

1. Lass dich nicht übers Ohr hauen

Täglich klettern bis zu 2.500 Menschen durch die alten Gemäuer. Dass an dieser unerschöpflichen Einnahmequelle viele Einheimische mitverdienen wollen, ist verständlich – nicht immer sind die Motive und die Verkaufsmaschen aber gut gemeint. An jeder Ecke von Machu Picchu oder bereits in den umliegenden Städten davor möchte dir jemand etwas andrehen – einen Guide, Tickets, Hin- und Rückfahrt, Souvenirs.

Mach dir am besten einen Plan, wie du nach Aguas Calientes – das ist die Stadt unterhalb des Berges Machu Picchu – gelangst und buch dein Eintrittsticket für Machu Picchu über die offizielle Seite im Voraus. Viele Ticketanbieter schlagen für gewöhnlich noch mal ihre Provision auf den Verkaufspreis.

Aus jeder größeren Stadt im Umkreis fahren mehrmals am Tag Kleinbusse oder Taxis. Die Busfahrt von Cusco etwa kostet meistens um die 10 Euro, Taxis sind je nach Verhandlungsgeschick etwa doppelt so teuer. Bustickets lassen sich in vielen Hostels oder Reiseagenturen im Voraus buchen – einfach mal fragen. 

Die Luxusvariante ist hingegen eine Zugfahrt mit Incarail von Cusco bis Aguas Calientes: Mit dem Zug bist du nicht nur wesentlich schneller, sondern kannst auch direkt bis zum Berg Machu Picchu durchfahren.

Angekommen in Aguas Calientes, warten wahrscheinlich schon zahlreiche Einheimische, die dir eine Unterkunft oder sich selbst als Guide für Machu Picchu anbieten. Wie dir klar sein sollte, machst du direkt am Ortseingang eher nicht die besten Geschäfte. Deshalb: Schau dich in dem malerischen Dorf ein bisschen um und entscheide dich vor Ort für deine Unterkunft.

Achtung, für Touristen sind die Preise meist schnell ein bisschen höher.
Achtung, für Touristen sind die Preise meist schnell ein bisschen höher. Foto: Luca Pot d'Or

2. Sei nicht zu spät dran

Seit 2011 ist der Ticketverkauf auf 2.500 Stück pro Tag begrenzt, auch zeitlich, um die Umwelt und die Ruinen zu schützen. Die Nachfrage nach Tickets ist aber bedeutend höher, sodass Last-Minute-Urlauber auch mal leer ausgehen können.

Also buche dein Ticket am besten so früh wie möglich – zwei Wochen vorher sind schon empfehlenswert – und plane anschließend deine Anfahrt. Während du mit dem Bus mit Glück auch sehr spontan noch nach Hidroelectrica kommst, sind die Zugtickets mitunter schnell vergriffen.

Am nächsten Morgen kommt es aber schon wieder auf deine Pünktlichkeit an: Je nachdem, für welche Uhrzeit dein Ticket gilt, beginnt der Tag recht früh. Die Busse fahren ab 5.30 Uhr morgens – wer die Stufen bis zum Eingang selbst meistern möchte, muss noch früher aufstehen. Aber es lohnt sich.

Wenn du genau hinsiehst, erkennst du, wie die Touristen dicht an dicht die alten Stufen hinaufsteigen.
Wenn du genau hinsiehst, erkennst du, wie die Touristen dicht an dicht die alten Stufen hinaufsteigen. Foto: Luca Pot d’Or

3. Benimm dich nicht daneben

Machu Picchu ist kein Freizeitpark – das ist dir natürlich bewusst. Die Basics der Touri-Etikette sind also schon einmal Voraussetzung:

  • Nicht anfassen, was nicht anzufassen ist.
  • Nicht die ausgeschilderten Wege verlassen. (Wirklich nicht!)
  • Die Locals und das Personal respektieren und den Anweisungen Folge leisten.
  • Deinen Müll fachgerecht entsorgen.
  • Nacktsein ist explizit verboten. (Und ja, Flitzer soll es nicht nur einmal gegeben haben…) 

Kurzum: Machu Picchu ist den Peruanern von großer geschichtlicher Bedeutung – verhalte dich also auch entsprechend.

Die Gastfreundlichkeit, die dir die meisten Peruaner entgegenbringen, kannst du ganz einfach durch Lächeln, Offenheit und ein paar nette Gespräche wieder zurückzahlen. Leider zeigen sich viele Touristen nicht von ihrer besten Seite, hinterlassen ihre leeren Plastikflaschen am Wegesrand und missachten jegliche Hinweis- oder Verbotsschilder – das kannst du besser!

Ach ja, und sei nicht frech zu den Lamas. Die Vierbeiner laufen teilweise frei zwischen den Ruinen herum und sind vor allem für eines berüchtigt: Spucke! Halte also lieber einen Sicherheitsabstand.

Die Lamas laufen teilweise frei zwischen den Ruinen herum.
Die Lamas laufen teilweise frei zwischen den Ruinen herum. Foto: Luca Pot d’Or

4. Überschätze dich nicht

Du läufst auf vier Beinen, hast kuscheliges Fell und merkwürdig vorstehende Zähne? Na gut, wenn du dich als Lama identifizierst, darfst du diese Stelle überspringen. Für alle anderen gilt: Wenn ihr nicht aus den Anden kommt, überschätzt euch nicht.

Machu Picchu liegt auf 2.430 Metern Höhe. Die Höhenkrankheit ist kein Märchen, sondern bittere Realität, wie immer wieder unvorbereitete Urlauber im Andenhochland am eigenen Leib erfahren müssen.

Zudem ist der Weg hinauf in die alte Inka-Stadt hart und beschwerlich. Je nachdem, wie eure Anfahrt aussieht, müsst ihr bereits vorher von Hidroelectrica rund 14 Kilometer bis Aguas Calientes, von wo der Aufstieg zu den Ruinen beginnt, zu Fuß zurücklegen. Bis zur Spitze des Berges Machu Picchu führen noch einmal Hunderte Steinstufen, die in zynisch unregelmäßigen Abständen in die steile Bergwand gehauen sind. Weiche Knie sind also vorprogrammiert.

Und ja, viele ehrgeizige Bergsteiger brechen diese Mission vorzeitig ab. Andererseits ist die Aussicht auf die wolkenbedeckten Ruinen und Berge aber auch Belohnung genug für den qualvollen Aufstieg.

Wenn du dir nicht sicher bist, ob Lunge und Knie mitmachen, nimm lieber den frühmorgendlichen Bus für umgerechnet etwa 10 Euro zum Eingang – erst recht, wenn dein Ticket auch noch für den Berg Waynapicchu gilt. Denn: Zurück kannst du immer noch die Treppe nehmen.

Mit dem Zug kannst du direkt bis zum Berg Machu Picchu fahren. Aber du musst rechtzeitig planen, denn die Tickets sind schnell vergriffen.
Mit dem Zug kannst du direkt bis zum Berg Machu Picchu fahren. Aber du musst rechtzeitig planen, denn die Tickets sind schnell vergriffen. Foto: Luca Pot d’Or

5. Sei kein Geizhals

Eintrittsticket, Hin- und Rückfahrt, Übernachtung und Verpflegung gehen zusammen ganz schön ins Geld – das ist allerdings kein Grund, an falscher Stelle zu sparen: Die Lebensmittel in Aguas Calientes sind etwas teurer als anderswo in Peru. Und das ist auch kein Wunder. Denn sie werden nur mit der Eisenbahn geliefert.

Die Touristen bringen immerhin eine Menge Geld in die Region, und die Einheimischen möchten ein kleines Stückchen von dem Kuchen oben auf dem Berg abhaben. Und das solltest du ihnen gönnen.

Ein wenig Trinkgeld für den Guide, die viel zu teure Cola – am Ende wirst du dich über die paar Euro nicht mehr ärgern. Für die Peruaner sind sie jedoch viel wert, vor allem angesichts eines durchschnittlichen Monatslohns von rund 450 Euro.

Deshalb: Auch, wenn du dich natürlich, wie anfangs erwähnt, nicht übers Ohr hauen lassen sollst, sei den Locals gegenüber so spendabel, wie es dir dein Geldbeutel und dein Gewissen erlauben.

Mit den Touristen kommt Geld in die armen Region um den Machu Picchu.
Mit den Touristen kommt Geld in die armen Region um den Machu Picchu. Foto: Luca Pot d'Or

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