Kiel: 10 Orte, die du gesehen haben musst

Kiel ist die Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein. Heute zählt die Stadt mit 246.306 Einwohnern zu den 30 größten Städten Deutschlands. Fahr hin und sieh dich um!

Die Kieler Innenstadt bei Nacht musst du mal erlebt haben.
Wenn es Nacht wird, erstrahlt die Kieler Innenstadt im vollen Glanze.

Foto: pixabay.com/UweDigital

1. Der Campanile von Kiel

Vergesst George Clooney und Bastian Schweinsteiger, die für schwülstige Romantik in Venedig heiraten und so für eine zusätzliche Pärchen-Invasion in der Lagunenstadt sorgen. Viel individueller und mit viel weniger Menschen geht es auf dem Kieler Rathausplatz zu. Und dort steht ebenfalls der venezianische Campanile – zumindest fast.

Augen ein bisschen zusammenkneifen, die Meeresbrise und das Möwengeschrei genießen und sich zehn Grad dazu denken – schon ist es genauso schön. Mindestens. Und ein besonderes Plus: Du kannst auch auf den Campanile rauf und über Kiel gucken. 

Kieler Woche! Freitag jez nä! ????????????

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2. Schleuse in Holtenau

Auch wenn die Kieler es nicht so ganz zugeben wollen: Sie sind doch recht stolz auf den Nord-Ostsee-Kanal. Aber um da erst einmal reinzukommen, musst du an der Holtenauer Schleuseninsel vorbeigeschaut haben. Dort werden die riesigen Containerschiffe in den rund 100 Kilometer langen Kanal eingeschifft. Nebenbei kannst du noch das Panorama auf den Holtenauer Leuchtturm genießen und – wenn du es etwas peinlicher magst – den vorbeifahrenden Containerriesen „Ahoi“ zurufen.

 

3. Seehundbecken und Kiellinie

Oh, wie süß: Der Besuch beim Seehundbecken und beim Kieler Aquarium zur Fütterungszeit ist der große Konsens für alle Kiel-Reisenden. Wer braucht schon eine kleine Meerjungfrau, wenn er stattdessen eine waschechte, dicke Robbe haben kann? Nur bitte eines nicht tun: Geld und Gegenstände ins Becken schmeißen. Denn daran ist zuletzt ein Seehund verendet.

 

4. Landtag

Früher wurde hier der Marinenachwuchs des Kaisers gestählt, heute werden an gleicher Stelle die politischen Entscheidungen des Landes getroffen. Und das ziemlich transparent – zumindest in baulicher Weise. Der Plenarsaal ist komplett von Glaswänden umgeben, davor auf der Wiese ist einer der beliebtesten Kieler-Woche-Abschlussfeuerwerk-Guck-Punkte der Stadt. Mit bestem Blick auf die Kieler Förde.

Und wenn du wie die Politiker etwas Abwechslung brauchst, kannst du im hauseigenen Paternoster deine Runden drehen und drüber nachdenken, ob du jetzt lieber aussteigen willst wie die Politiker vor dir oder ganz mutig einfach stehenbleibst. 

 

5. Paddeln an der Schwentinemündung

Im Sonnenuntergang die Schwentine längs paddeln: Nirgendwo ist das Ostufer so schön wie an der Schwentinemündung. Rechts Fachhochschule und Fähranleger, links Dietrichsdorf und Gaarden mit Blick auf Kiels große Werft, die, egal welchen Besitzer sie gerade auch hat, immer HDW bleiben wird. Und dann lassen Sie sich einfach treiben. Und spielen selbst ein bisschen Kapitän.

 

 

6. Fördeschifffahrt

Ihr habt Busse – was haben wir? Schiffe natürlich. Im Zick-Zack-Kurs geht es mit diesen öffentlichen Verkehrsmitteln über die Kieler Förde. Unbedingt am Falckensteiner Strand aussteigen, quasi dem Strand für das ganze Kieler Westufer. Hier treffen sich alle zum Sandburgenbau und Bratwurstgegrille. Atmosphärisch fast wie im Schrevenpark. Nur mit Sand und Meer.

 

 

7. Museumskai an der Seegartenbrücke

Hier gibt es die maritime Überdosis: Neben dem neu gestalteten Schifffahrtsmuseum, der ehemaligen Fischauktionshalle, kannst du im Café Alter Mann bei Fish’n’Chips stilecht die Museumsschiffe und Fördedampfer begutachten – dabei das Kieler Schloss im Nacken, wo es auch ganz gut aufgehoben ist (ja, wir wissen auch, dass das nicht wie ein Schloss aussieht). Und direkt neben dieser maritim-historischen Atmosphäre liegt die Kieler Rotlichtmeile – nicht etwa versteckt wie in anderen Städten, sondern an höchst prominenter Stelle. Und wenn alle Lokalitäten in Kiel so langsam dicht machen, ist immer noch ein Besuch in der Kaskade drin – der einzigen 24-Stunden-Bar Kiels.

 

8. Sankt Nikolaikirche am Alten Markt

Auch wenn das schön alt klingt, so ist es der Alte Markt nicht wirklich. Ein – nennen wir es „optisch unterbegabtes“ – Ensemble an denkmalgeschützten Bauten säumt den Platz, der tatsächlich mal der alte Marktplatz von Kiel war. Und dort steht auch das älteste Bauwerk der Stadt: die Sankt Nikolaikirche. Die ist allerdings einen Besuch wert. Zumindest auf die Ernst-Barlach-Statue vor dem Eingang solltest du einmal einen Blick geworfen haben. 

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9. Sparkassen-Arena

Machen wir uns nichts vor: Ein Besuch in der Ostseehalle, äh, Sparkassen-Arena, ist Pflicht. Und zwar nicht zu Konzerten von Helene Fischer, Sido, Zaz oder Cro, sondern zu etwas weitaus Schweißtreibenderem. Wenn die Kieler Zebras hier auflaufen, dann ist Kiel im Ausnahmezustand. Schon erkennbar an der stark erhöhten Kreativität in der Parkplatzsuche in der Innenstadt. Auf die Handball-Bundesligisten sind die Kieler besonders stolz. Und auch wenn der THW Kiel mitunter als der Bayern München des Handballsports verschrien wird, finden sich zur Meisterfeier regelmäßig zehntausend Kieler auf dem Rathausplatz ein, um die Sportler mit dem schwedischen Song „Somårtider“ zu begrüßen.

 

 

10. Kieler Uni

Gerade erst feierte die Kieler Christian-Albrechts-Universität 350-jähriges Bestehen und hüllte die ganze Stadt in die Universitätsfarbe Lila. Doch die Uni ist nicht nur ein Ort für Studenten. Zwar ist die Kieler Universität eher Touristen-unfreundlich, weil sie sich über das gesamte Stadtgebiet erstreckt, aber dafür gibt es auch jede Menge zu entdecken. Den neuen Botanischen Garten beispielsweise und die Unibibliothek, das Audimax und die Unikirche. Und im 19. Jahrhundert saß die Uni-Bibliothek noch im heutigen Volkskundemuseum – auch ein Besuch, der sich lohnt. Walskelett inbegriffen.

 

 

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