10 Gründe, warum du das Fischland besuchen solltest

10 Gründe, warum du das Fischland besuchen solltest

Umspült von Ostsee und Bodden im Norden Mecklenburg-Vorpommerns liegt die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Ein Urlaub weckt pure Entdeckerlust. Warum du hinmusst, weiß reisereporterin Susanne.

Susanne Retzlaff
Das Fischland ist bekannt für eine atemberaubende Natur und weite Strände.
Das Fischland ist bekannt für eine atemberaubende Natur und weite Strände.

Foto: pixabay.com/ Peter_Beckmann

1. Das Meer

Surfen, Kiten oder Stand-up-Paddling – begleitet von Profis in Neuhaus kannst du deine optimale Ostseewelle reiten. Bist du noch Anfänger, findest du am Bodden ein sicheres Lernrevier. Fischlands Ostseeküste bietet Badespaß für jeden Geschmack, geschützt und unbeschwert. 

Und wenn abends die rote Sonne im Meer versinkt, kannst du das nicht nur von der Wustrower Seebrücke aus genießen, sondern auch in vielen Restaurants mit Terrasse und Meerblick.

Surf-, Kite- und Segelschulen auf Fischland

Loop In Surf- & Kiteschule Dierhagen | Strandaufgang 17, Neuhaus | Telefon: 0174/7947777 | E-Mail: www.loop-in.net

Surfcenter Wustrow | Fischländer Weg 1, Wustrow | Telefon: 038220/80250

Fischländer Segelschule | Hafenstraße 10
, Wustrow | Telefon: 0171/3277290
 | E-Mail: info@aufs-wasser.com

Boddenskipper | Peter Zobel, Dierhagen-Dorf am Hafen | Telefon: 0170/4512671

Wassersportler kommen auf dem Fischland besonders auf ihre Kosten.
Mit dem Brett auf perfekten Wellen reiten – Wassersportler kommen auf dem Fischland besonders auf ihre Kosten. Foto: TV FDZ Sandra Frese

2. Der Strand

Burgen bauen, Beach-Tennis oder Volleyball spielen, sonnenbaden, im Körbchen kuscheln oder in der Muschel muscheln, FKK, in Textil oder mit Hund – für das alles gibt es reichlich Platz. Zu traumhaften Spaziergängen lädt das abwechslungsreiche Fischland-Ufer mit sanften Dünen, Küstenwald, Krüppelkiefern und Steilufer ein. Und den Sonnenuntergang gibt es gratis.

Die Sonnenuntergänge auf dem Fischland darfst du dir nicht entgehen lassen.
Die Sonnenuntergänge auf dem Fischland darfst du dir nicht entgehen lassen. Foto: pixabay.com/ Tawnyowl

3. Der Bodden

Mit seinen fast unberührten, schilfbewachsenen Ufern ist der Saaler Bodden eine Oase der Ruhe und Entspannung. Zeesboote mit ihren charakteristischen rotbraunen Segeln ziehen über das lagunenartige Gewässer. Wenn du selbst segeln lernen möchtest, bist du im Hafen von Dierhagen Dorf an der richtigen Adresse. Oder du gehst mit dem Boddenskipper auf Tour.

Zeesboote auf dem Bodden sind typisch für die Region.
Zeesboote auf dem Bodden sind typisch für die Region. Foto: Susanne Retzlaff

4. Die Häfen

Wenn nicht gerade Feierlichkeiten oder Regatten in den Boddenhäfen von Dierhagen, Wustrow oder Althagen stattfinden, geht es hier ausgesprochen entspannt und beschaulich zu. Du kannst die Stege an den vielen unterschiedlichen Booten entlangschlendern oder auf einer lauschigen Bank ins Fischbrötchen beißen.

Dierhagens historischer Salzhafen ist inzwischen ein beliebter Wasserwanderrastplatz mit Segelschule und Badestrand, „Fischerwiege“ und „Fischlandkirche“.

Im Dierhäger Hafen liegen alte und moderne Segelboote.
Im Dierhäger Hafen liegen alte und moderne Segelboote. Foto: Susanne Retzlaff

5. Die Aussicht

In der 1873 geweihten Fischländer Backsteinkirche in Wustrow kannst du an Gottesdiensten teilnehmen und im Sommer klassische Konzerte hören. Auf der Nordempore hängt ein Bild der bekannten Wustrower Malerin Hedwig Woermann.

Wenn du noch höher hinaus willst, solltest du den Turm besteigen. Mit 18 Metern Höhe bleibt die körperliche Herausforderung übersichtlich. Die Aussicht über Wustrow und das Fischland ist fantastisch und rechtfertigt den kleinen Eintrittspreis.

Vom Kirchturm in Wustrow hast du einen schönen Blick über die Dächer der Stadt.
Vom Kirchturm in Wustrow hast du einen schönen Blick über die Dächer der Stadt. Foto: Susanne Retzlaff

6. Das Idyll

Am gesamten Boddenufer verstecken sich zauberhafte, alte Rohrdachhäuser an oft nicht asphaltierten Wegen. Folge den Rad- und Wanderrouten von Althagen und Niehagen nach Barnstorf, und du fühlst dich um mindestens 100 Jahre zurückversetzt: keine Handys, keine Hektik, einfach paradiesisch.

Im Barnstorfer Hufenidyll badest du im Blumenmeer der Vorgärten, bewunderst urige Kopfweiden, rastest unter dem Birnbaum am historischen Ankerplatz „Feuerherd“ und vielleicht besuchst du sogar die Sommerausstellung in der Kunstscheune.

Das Hohe Ufer in Althagen gehört zu den idyllischen Orten des Fischlandes.
Das Hohe Ufer in Althagen gehört zu den idyllischen Orten des Fischlandes. Foto: Susanne Retzlaff

7. Der Whisky

In der Strandstraße auf dem Weg zur Seebrücke erreichst du Wustrows Whiskyhochburg. Linker Hand, noch vor dem Deich bei den „Lieblingsstücken“ liegt die Oase von Hans-Joachim Belza und die scheinbar unerschöpfliche Quelle zahlreicher „Wasser des Lebens“ aus Destillerien in aller Welt.

Rund 700 Sorten von lieblich-süß über apfel-herb bis torfig-rauchig, darunter kostbare Raritäten und Tropfen exotischer Provenienzen wie Indien, Island und Mecklenburg-Vorpommern hat er im Ausschank. Wenn du keinen Whisky magst, probier unbedingt ein frisch gezapftes Craftbeer.

Whisky-Oase Wustrow | Adresse: Strandstraße 33, 18347 Wustrow | Öffnungszeiten: täglich ab etwa 10 Uhr und „solange, wie es nett ist“.

Einen guten Whisky findest du in Wustrow ganz sicher. (Symbolbild)
Einen guten Whisky findest du in Wustrow ganz sicher. (Symbolbild) Foto: pixabay.com/ kaicho20

8. Die Kultur

Kunst und Handwerk begegnen dir auf Schritt und Tritt – das Fischland hat eine reiche Kultur. Das Kunstmuseum im Ahrenshooper Ortsteil Althagen hat Architekturpreise erhalten. Auf dem Gipfel des Fischlandes beginnt der Kunstpfad nach Ahrenshoop.

Die blauen Steine des Kulturpfades in Wustrow führen an die Wirkungsstätten bedeutender Fischländer, zu Kapitänshäusern in Dändorf, Keramikwerkstätten, Konzerten, Film- und Literaturevents. Aber auch Zeesbootregatten und Tonnenabschlagen gehören zum Fischländer Kulturerbe.

Die Kunstscheune Barnstorf ist ein kulturelles Highlight des Fischlandes.
Die Kunstscheune Barnstorf ist ein kulturelles Highlight des Fischlandes. Foto: Susanne Retzlaff

9. Der Fisch

Bei Sonnenaufgang laufen die Fischerboote aus, Stunden später kehren sie zurück und landen ihren frischen Fang in den Häfen an, so beispielsweise in Dierhagen.

Mit etwas Glück kannst du Barsch, Zander, Butt und Co. direkt vom Boot bekommen – frischer geht Fisch nicht. Natürlich, du könntest du dir dein Abendessen auch selbst angeln, in der Brandung oder aus dem Bodden. Oder du überlässt Fang und Zubereitung den Profis an Netz und Herd der zahlreichen Imbisse, Räuchereien und Fischrestaurants.

Fischlands Fischer

Fritz Krull | Adresse: Bauernreihe 8, Ahrenshoop Niehagen | Telefon: 038220/80017

Fischerei Rainer Fürstenberg | Adresse: Kronswinkel 2, Dierhagen Dorf | Telefon: 038226/80451

Angeln auf Fischland

Angelerlaubnis und Touristenfischereischein gibt es bei den jeweiligen Kurverwaltungen, Touristinformationen und Ämtern. Angelfahrten auf dem Bodden organisiert Peter Zobel in Dierhagen (Telefon: 0170/4512671). Für Angelfahrten auf der Ostsee ist Peter Ennen aus Dierhagen der richtige Ansprechpartner (Telefon: 038226/80492). Angeln ist von der Seebrücke in Wustrow in der Zeit von 22 bis 6 Uhr gestattet.

Frischer Fisch aus dem Bodden ist ein Muss für jeden Urlauber.
Frischer Fisch aus dem Bodden ist ein Muss für jeden Urlauber. Foto: Susanne Retzlaff

10. Das Land

Blühende Wiesen, weite Felder, lichte Wälder, reine Luft, weidende Rinder, niedrige Rohrdachhäuser, Fachwerkidyll, charmante Dörfer – ein Stückchen heile Welt scheint sich hier erhalten zu haben, die du auf vielfältige Weise erfahren kannst. Wandern, reiten, radeln, e-rollern, kutschiert werden. Ein gut ausgebautes Wegenetz, geführte Ritte, unterhaltsame Kremserfahrten und leise Segways ermöglichen dir einen direkteren Zugang zum Fischland. Du kannst so auch die entlegenen Schätze und Schönheiten entdecken, die du mit dem Auto nicht erreichst.

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