Indonesien: Ins Meer gespülte Frau soll nach 18 Monaten zurück sein

Ins Meer gespült: Frau soll 18 Monate überlebt haben

Es klingt unglaublich: Eine Frau soll in Indonesien ins Meer gerissen worden und nach eineinhalb Jahren am selben Strand wieder aufgetaucht sein, erzählt ihre Familie. Doch es gibt große Zweifel.

Lucas Baumfeldt
Vermisste Frau wieder aufgetaucht.
Körperlich soll es Nining Sunarsih (l.) wieder gut gehen. Sie esse und trinke. Nur sprechen könne sie noch nicht.

Foto: twitter.com/millardayo

Die Geschichte, die Familie Sunarsih aus Indonesien erzählt, klingt nach einem Wunder – und ist eigentlich zu verrückt, um wahr zu sein. Da soll eine 53-jährige Frau erst vor eineinhalb Jahren im Urlaub von einer Welle am Strand im Westen Javas ins Meer gerissen worden sein – um jetzt wundersam doch überlebt zu haben.

Demnach soll Nining von ihrer Familie an demselben Strand, dem Citepus Beach in Sukabumi, gefunden worden sein, an dem sie im Januar 2017 ins Meer gerissen wurde. Trotz einer Suchaktion wurde ihr Körper damals nie gefunden – und Nining offiziell für tot erklärt.

Nining soll am selben Strand angespült worden sein, an dem sie verschwand

Doch jetzt hat Nining doch überlebt – und das unter angeblich wundersamen Umständen. Denn ihr Vater behauptet, dass seine Tochter ihm mehrfach genau an diesem Strand im Traum erschienen sei und danach verlangt habe, abgeholt zu werden.

An einem Samstag Anfang Juli sei er dann mit seiner Familie an den Strand gereist und habe – tatsächlich – seine Tochter im Sand liegen gesehen. Sie soll sogar noch die gleichen Kleider getragen haben wie bei ihrem Verschwinden – inklusive Schleier und Sandalen. 

Ihr gehe es körperlich gut und es gäbe keinen Anlass zu weiteren Behandlungen, sagen die Ärzte eines Krankenhauses, in das Nining eingeliefert wurde. Nur erklären, wie sie 18 Monate im Meer überlebt haben will, kann Nining nicht. Sie soll ihre Stimme verloren haben und könne mit niemandem mehr reden. 

Die Polizei glaubt die Geschichte nicht

Deswegen kann sie auch nicht erklären, wie lange sie an dem Strand gelegen habe. Der Citepus Beach ist ein beliebtes Ausflugsziel und sehr belebt. Doch kein Tourist und kein Verkäufer will Nining oder ihre Familie an dem Strand bei der wundersamen Familienzusammenführung gesehen haben. 

Vielleicht auch deswegen ist die Polizei sehr skeptisch. Sie ermittelt, ist aber sehr skeptisch. Die gesamte Geschichte sei nur von der Familie des angeblichen Opfers verbreitet worden, es könne sich um eine Inszenierung handeln, so ein Polizeisprecher.

Denn Ninging soll in finanziellen Schwierigkeiten gesteckt haben und wegen der großen Schuldenlast weggelaufen sein. „Es ist unsere Aufgabe, nach den Fakten dieses Ereignisses zu suchen“, sagte der Polizeisprecher laut der britischen Zeitung „Daily Mail“.

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