Postkarte 2.0: Reisender Künstler malt Must-sees | reisereporter.de

Postkarte 2.0: Dieser reisende Künstler hat’s drauf

Schon wieder ein Foto vom Eiffelturm… wie langweilig! Auf Instagram wurde jede Sehenswürdigkeit gefühlt schon Tausende Male geteilt. Die Reisefotos dieses Künstlers aber lassen dich innehalten.

Die Sehenswürdigkeit, eine Zeichnung, eine Kamera: So entstehen Pietros „Postkarten 2.0“.
Die Sehenswürdigkeit, eine Zeichnung, eine Kamera: So entstehen Pietros „Postkarten 2.0“.

Foto: CityLiveSketch

Falls du im Urlaub mal einen Typen siehst, der minutenlang ein Notizbuch vor sich hält und Fotos davon macht, nicht wundern: Das ist Pietro Cataudella. Der 27-jährige Italiener fotografiert Sehenswürdigkeiten – aber anders, als du sie bisher gesehen hast.

Der italienische Künstler verwandelt die Sehenswürdigkeiten

Da wird der Schiefe Turm von Pisa zur Espressokanne, die Kathedrale von Florenz zur Sanduhr und das London Eye trägt einen dicken Diamantring. Den Mix aus Foto, Zeichnung und Illustration nennt Pietro „Postkarte 2.0“.

„Mein Ziel ist es, die Schönheiten unserer Welt auf eine andere Art und Weise zu zeigen und dabei nur meine Fähigkeiten, meine Kreativität und Vorstellungskraft zu nutzen“, sagt Pietro dem reisereporter. 

Inspiration finde er überall – „wann immer ich eine Sehenswürdigkeit oder einen Gegenstand sehe, denke ich sofort darüber nach, was ich malen soll, wie ich mit den Formen spielen kann und ihnen so neues Leben einhauche.“

Galerie: So verwandelt Pietro die Sehenswürdigkeiten

Die Idee zu seinem Projekt „CityLiveSketch“ kam Pietro vor vier Jahren in seiner Heimatstadt Pachino im Südosten von Sizilien. „Ich war im kleinen Fischerdorf Marzamemi. Ich wollte diese Schönheit mal anders zeigen, nicht nur auf Fotos. Also habe ich meine Leidenschaft fürs Zeichnen genutzt und eine ganz einfache Skizze gemacht. Dann habe ich das Skizzenbuch vor die Szenerie gehalten und ein Foto davon gemacht. Das war die Geburtsstunde.“ 

Gelernt hat er das Zeichnen übrigens nicht – „ich habe es aber schon als Kind geliebt und mir dann nach und nach immer mehr Techniken selbst beigebracht“, so der 27-Jährige.

Seit den ersten Versuchen seien Skizzen in vielen europäischen Städten entstanden – darunter Pisa, Florenz, Venedig, Rom, Mailand, London und Barcelona. Das seien Orte „voller Geschichte, Kunst und Traditionen.“ Das mache für ihn den Reiz des Reisens aus. „Ich finde es faszinierend, die lokale Kultur zu entdecken mit ihren typischen Gerichten. Und ich liebe es, Museen zu besuchen.“

Wie viele Skizzen er inzwischen gemacht hat? „Ich habe nie gezählt… Aber es soll weitergehen: Ich will weiterhin so viele neue Städte wie möglich entdecken und immer neue Plätze zeichnen.“

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