Ryanair: Kabinenpersonal streikt, Airline streicht 600 Flüge

Ryanair-Streik: Billig-Airline streicht 600 Flüge

Nachdem die Ryanair-Piloten vor einer Woche streikten, gehen jetzt die Flugbegleiter auf die Barrikaden – europaweit. Die Billig-Airline hat deshalb vorsorglich 600 Flüge für kommende Woche gestrichen.

Ryanair-Flugzeuge am Flughafen London-Stansted, England.
Erst vergangene Woche legten die Ryanair-Piloten ihre Arbeit nieder.

Foto: imago/i Images/Gustavo Valiente

Während die Piloten nur eine Woche nach ihrem ersten Streik in der Geschichte der Billig-Airline einen weiteren Streik für den morgigen Freitag und den kommenden Dienstag (24. Juli) angekündigt haben, folgen ihrem Vorbild jetzt auch die Flugbegleiter.

Ryanair-Flugbegleiter in Spanien, Portugal und Belgien streiken in der Ferienzeit

Das Ryanair-Kabinenpersonal aus Italien, Spanien, Portugal und Belgien will in der kommenden Woche, am 25. und 26. Juli, die Arbeit niederlegen. Dazu hatten die jeweiligen Gewerkschaften aufgerufen. Die Forderung: mehr Gehalt, bessere Arbeitsbedingungen.

Ryanair reagiert – und sagt sicherhaltshalber 600 Flüge ab. Das kündigte die Airline jetzt auf Twitter an:

Ryanair streicht 600 Flüge nach Spanien, Portugal und Belgien

Betroffen sind täglich bis zu 200 Flüge von und nach Spanien, 50 Flüge von und nach Portugal sowie 50 Flüge von und nach Belgien. Macht unterm Strich „bis zu 300 der 2.400 täglichen Ryanairflüge in ganz Europa“ – pro Streiktag.

In Italien geht Ryanair nicht davon aus, dass die Streiks den Flugbetrieb beinflussen. Ob deutsche Urlauber oder Flughäfen betroffen sind, kann die Billig-Airline bisher nicht sagen. 

Ryanair bezeichnet die Streiks als „ungerechtfertigt“

In einer schriftlichen Stellungnahme erklärt Chef Kenny Jacobs, dass die Flugbegleiter mit „bis zu 40.000 Euro im Jahr gut bezahlt“ werden und Krankengeld bekämen. Die Streiks seien deshalb „ungerechtfertigt“ und „erreichen nichts, außer, dass Familienurlaube gestört werden“.

Die von den Flugstreichungen bei Ryanair betroffenen Passagiere sollen zeitnah per Mail oder SMS informiert werden. Umbuchungen oder die vollständige Rückerstattung des Flugpreises seien ohne Probleme möglich.

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