Flugzeug-Absturz in Kuba: Airline gibt Piloten die Schuld am Unglück

Flugzeugabsturz in Kuba: Airline gibt Piloten die Schuld

Eine Boeing 737 war im Mai über Kuba abgestürzt – 112 Menschen starben. Die Fluggesellschaft Damojh sagt nun, Ursache für das Unglück sei ein Pilotenfehler gewesen. Kubas Regierung warnt vor Spekulationen.

Die Boeing 737 war kurz nach dem Start in der Nähe von Havanna abgestürzt.
Die Boeing 737 war kurz nach dem Start in der Nähe von Havanna abgestürzt.

Foto: imago/Xinhua

Die Suche nach der Ursache des Flugzeugunglücks gestaltet sich schwierig. Zunächst wurden schwere Vorwürfe gegen den Eigentümer der fast 40 Jahre alten Boeing 737 laut. Die Maschine mit 113 Menschen an Bord war kurz nach dem Start am Flughafen von Havanna auf Kuba am 18. Mai abgestürzt – es gibt nur einen Überlebenden. 110 der 113 Menschen starben noch an der Absturzstelle, zwei Überlebende erlagen später ihren Verletzungen.

Charterfirma Damojh: Pilotenfehler war schuld am Absturz in Kuba

Mexikanische Behörden hatten der Charterfirma Aerolineas Damojh für die Dauer der Ursachensuche die Lizenz entzogen. Der Verdacht: Wartungsfehler. Die Firma wies diese Vorwürfe scharf zurück und will nun einen Schuldigen gefunden haben – die Crew. Das berichtet die internationale Nachrichtenagentur „Reuters“.

Demnach habe die Auswertung der aus dem Flugzeugwrack geborgenen Blackbox gezeigt, dass die Maschine zu steil gestartet sei. Daher habe sie zu wenig Auftrieb gehabt und sei abgestürzt.

Die mexikanische Pilotengewerkschaft ASPA kritisierte Damojh scharf. Es sei „unverantwortlich“, solche Aussagen vor Abschluss der Untersuchung zu veröffentlichen und Faktoren wie Gewichtsverteilung oder mögliche Ausrüstungsausfälle nicht berücksichtigt zu haben. „Sie wollen nur ihre Interessen verteidigen“, sagte ASPA-Sprecher Mauricio Aguilera gegenüber der Nachrichtenagentur „Milenio“.

Kubas Regierung warnt vor Spekulationen

Auch Kubas Regierung warnte vor Spekulationen. Behauptungen über die Unglücksursache seien zu voreilig. Die zuständige Kommission müsse verschiedene Faktoren des Unglücks untersuchen. 

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