Zwischen 600 und 1.500 Euro – so viel kostet Urlauber auf Mallorca ihr Leichtsinn. Nämlich dann, wenn sie versuchen, vom Balkon ihres Hotels in den Pool zu springen. Das sogenannte „Balconing“ wird auf der Baleareninsel mit Geldstrafen geahndet. 

Die Ortspolizei der Gemeinde Calvià im Südwesten Mallorcas hat in der diesjährigen Hauptsaison bereits drei Urlauber dabei erwischt, wie sie entweder von ihrem Balkon zu einem benachbarten klettern oder in den Pool springen wollten.

Beides verstoße gegen die Verordnung für zivilisiertes Miteinander, berichtet die „Mallorca Zeitung“. Entsprechend mussten die waghalsigen Touristen bis zu 1.500 Euro lockermachen.

Mehrere Menschen auf Mallorca bei Balkonabstürzen gestorben

Mit der Bestrafung des „Balconings“ will Calvià die Zahl der Balkonabstürze minimieren, bei denen allein in diesem Jahr fünf Menschen ums Leben kamen. Anfang dieses Monats fand bereits eine Krisensitzung zu dem Thema statt, die mehrere Lösungen für das Balkonproblem auf Mallorca erarbeitete.