„Sie betreten einen tabakfreien Park“: Schilder mit dieser Aufschrift hängen seit gestern an den Eingängen von Parks in sechs verschiedenen Arrondissements (so nennt man die Pariser Stadtteile) von Paris.

Das Verbot gilt im Anne-Frank-Park, im Park Yilmaz-Güney, im Le Square Trousseau, im Park Henri-Cadiou, im Park Batignolle und Park Geoges-Brassens – erst einmal nur für vier Monate.

Für vier Monate herrscht in Pariser Parks ein Rauchverbot

„Die Aktion zielt darauf ab, die Menschen für das Passivrauchen zu sensibilisieren, die Lebenswelt aller und die Sauberkeit der Plätze zu verbessern. Am Ende des Experiments werden wir eine Bewertung durchführen“, sagt Pénélope Komitès, die für die Grünflächen in Paris zuständig ist, der französischen Zeitung „Le Parisien“.

Selbst einige Nichtraucher finden das Verbot unfair

Darüber, ob das Verbot die Lebenswelt aller verbessert, herrscht in den Parks allerdings Uneinigkeit: „Nichtraucher starren uns an, wenn wir auf den Terrassen von Cafés eine Zigarette rauchen. Jetzt können wir in einigen Parks nicht rauchen. Bald wird Tabak auf der Straße verboten. Lasst uns leben!“, sagt eine Raucherin zu „Le Parisien“. 

Sogar einige Nichtraucher bezeichnen das Verbot laut der französischen Zeitung als unfair.

Auch in Straßburg gilt in sechs Parks ein Rauchverbot 

Noch ist nichts endgültig entschieden. Denn: Das Verbot gilt erst mal nur bis zum Herbst. Es gibt auch keine Geldstrafen für Menschen, die sich nicht an das Verbot halten – die Parkwächter haben lediglich den Auftrag, Raucher an das Verbot zu erinnern.

Mit dem Versuch folgt Paris dem Beispiel von Straßburg: Dort ist das Rauchen seit dem 1. Juli ebenfalls in sechs Parks verboten. In Straßburg könnte das Verbot aber nach einer Versuchsphase ausgeweitet werden. Dann könnten auch Geldstrafen von 68 Euro eingeführt werden, berichtet das französische Magazin „Le Point“.