Nach Ryanair-Notlandung: Passagierin sitzt in Kroatien fest

Ryanair-Notlandung: Passagierin sitzt in Kroatien fest

Erika Vonseca war an Bord der Ryanair-Maschine, die in Frankfurt-Hahn notlanden musste – und der Trip wird immer mehr zum Horror. Denn sie kommt nicht nach Hause. Ein Arzt hat ihr das Fliegen verboten.

Erika Vonseca in Zagreb.
Erika Vonseca hängt in Kroatien fest – nach der Notlandung mit Ryanair darf sie noch immer nicht fliegen.

Foto: Lisa Neumann

Was Erika Vonseca vom notgelandeten Ryanair-Flug berichtete, klingt dramatisch: Die 28-Jährige war an Bord der Maschine, die wegen eines technischen Defekts einen Notfallsinkflug einleiten musste, und berichtete dem reisereporter: „Während der Notlandung hatte ich zwar keine Angst, aber totale Ohrenschmerzen. Ich dachte, mein Ohr platzt gleich!“

Nach Ryanair-Notlandung: Arzt verbietet Erika den Rückflug

Doch jetzt wird die Reise für Erika immer mehr zum Horrortrip. Denn nach einem Arztbesuch am Montag in Zagreb darf die Brasilianerin, die in Dublin lebt und studiert, nicht nach Hause fliegen. „Wegen meiner Ohrenschmerzen und den Schäden an meinem Trommelfell hat mir der Arzt mindestens eine Woche lang verboten zu fliegen“, sagt Erika dem reisereporter.

Aktuell sitzt sie also in Kroatien fest – und hat noch immer mit den Folgen der Notlandung zu kämpfen. 

„Ich habe immer noch ständig Schmerzen“, sagt Erika. „Vor allem aber bin ich allein und mir geht es psychisch gar nicht gut. Ich muss dauernd weinen.“ Gerade weiß Erika nicht, was sie tun soll.

Das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft am Sonntag konnte sie nicht gucken – und eigentlich war sie nur deswegen nach Kroatien geflogen. Doch beim Public Viewing war es viel zu laut. Nach einer halben Stunde gab sie auf und zog sich an einen ruhigeren Ort zurück. Schwimmen gehen kann sie auch nicht. An ihr Ohr darf überhaupt kein Wasser gelangen.

Ryanair-Passagierin Erika: „Ich will einfach nur nach Hause“

„Ich will einfach nur nach Hause“, sagt Erika. Doch wann es so weit ist, weiß sie noch nicht. In einer Woche soll sie noch einmal zum Arzt – dann wird entschieden, ob ihr Bluterguss am Ohr abgeklungen ist. Wenn es nicht besser ist, muss sie weiter in Kroatien bleiben.

Zu Ryanair hat Erika aktuell keinen Kontakt. Die Airline hat ihr die Kosten für den Flug erstattet und auch einen Fluggutschein und 200 Euro für Verpflegung und weitere Kosten zur Verfügung gestellt.

Ryanair entschuldigt sich in einer Stellungnahme „aufrichtig für die Unannehmlichkeiten“ der Passagiere. Außerdem habe man alle Passagiere des Fluges kontaktiert, um weitere Unterstützung anzubieten. Bis „zum Abschluss der Ermittlungen“ der deutschen Behörden will die Airline „keine weitere Stellungnahme abgeben“.

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