Was für eine verrückte Geschichte: Eine ganze Nacht irrte die Frau im Flughafen München herum, ohne dass sie gefunden wurde. Erst nachdem die Polizei wegen eines unbeaufsichtigten Gepäckstücks alarmiert wurde und dieses sich als der Koffer der Britin entpuppte, konnten die Beamten die verwirrte Frau ausfindig machen. 

Frau verschwindet am Flughafen München

Aber der Reihe nach: Unterwegs war die 63-Jährige als Teil einer Reisegruppe, die am vergangenen Samstag von London nach München geflogen war, um von dort weiter nach Leutasch (Österreich) zu reisen. Aus bisher ungeklärten Gründen verlor sie am Münchner Flughafen aber den Anschluss an ihre Reisegruppe, die ohne sie im Bus nach Tirol fuhr. 

Die Kirche, das Wahrzeichen des malerischen Tiroler Dorfes Leutasch.
Das malerische Tiroler Dorf Leutasch war das Ziel der britischen Reisegruppe. Foto: imago/CHROMORANGE
Erst bei der Ankunft im Hotel bemerkte der Reiseleiter seinen fehlenden Schützling und meldete die Urlauberin bei der österreichischen Polizei als vermisst. Auch die deutschen Kollegen am Flughafen München wurden um Hilfe gebeten.

Doch trotz intensiver Suche auf dem Flughafengelände konnte die Frau nicht gefunden werden. Sie blieb die Nacht auf Sonntag verschwunden. 

Unbeaufsichtigtes Gepäckstück führt zu verschollener Britin

Am nächsten Morgen tauchte dann ein herrenloses Gepäckstück auf, in dem Beamte den Reisepass der Vermissten fanden. Nach wiederholtem Ausrufen des Namens meldete sich die Dame beim Infoschalter in Terminal 2, wo Beamte die Britin abholten.

Und die war einer Mitteilung der Bundespolizei zufolge so verwirrt, dass die Beamten ihr nicht entlocken konnten, wohin sie wollte. Erst ein Gespräch mit den Tiroler Polizeikollegen löste das Rätsel: Sie konnten die Telefonnummer des britischen Reiseleiters weitergeben, der die Frau letztendlich per Taxi am Flughafen abholen konnte.