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Ostsee-Kreuzfahrt: Highlights der „reisereporter 2018“

Jane (23) und Julia (23), unsere zweitplatzierten „reisereporter 2018“, waren auf großer Ostsee-Baltikum-Kreuzfahrt mit der neuen „Mein Schiff 1“. Hier kommen ihre Top-5-Erlebnisse – und die von Heinz.

Julia & Jane
Jane, Julia und Plastikflamingo Heinz waren zusammen auf großer Ostee-Baltikum-Kreuzfahrt. Hier kommen ihre persönlichen Highlights der Reise.
Jane, Julia und Plastikflamingo Heinz waren zusammen auf großer Ostsee-Baltikum-Kreuzfahrt.

Foto: Maria Menzel

Unsere „reisereporter 2018“ Jane und Julia haben ihre Zeit auf der neuen „Mein Schiff 1“ sichtlich genossen – das konntest du in ihrem Tagebuch lesen, das sie jeden Tag für dich geschrieben haben. Was ihnen an der Kreuzfahrt am besten gefallen hat? Hier kommen ihre fünf Highlights. Und da Flamingo Heinz nicht die Klappe halten konnte, auch seine… ;-)

1. Unerwartete Schönheit in Tallinn

Ohne jegliche Vorstellungen sind wir in Tallinn von Bord gegangen. Wir kannten niemanden, der die estnische Hauptstadt schon einmal besucht hatte. Dementsprechend niedrig waren unsere Erwartungen. Umso weiter standen uns die Münder offen, als wir durch die verschlungenen Gassen der Altstadt schlenderten und gar nicht wussten, wohin wir zuerst sehen sollten.

Wunderschöne, hervorragend erhaltene Bauten, versteckte Innenhöfe und bunte Dächer – und mittendurch schlängelt sich die mittelalterliche Stadtmauer. Auch in der Oberstadt kamen wir aus dem Staunen nicht heraus. Auf dem Domberg empfing uns der Anblick der beeindruckenden Alexander-Niewski-Kathedrale, und nur ein paar Schritte weiter hatten wir einen tollen Panoramablick über die Stadt bis hin zum Hafen, wo die Schornsteine der Kreuzfahrtschiffe in den Himmel ragten.

Wahnsinn! So entpuppte sich Tallinn als unsere persönliche Lieblingsstadt der Kreuzfahrt – wer hätte das gedacht.

2. Das Schiff, unser Zuhause

In riesigen Buchstaben prangen die Worte „Herzlich willkommen zu Hause“ über dem Eingang der neuen „Mein Schiff 1“. Und genau das war es für uns die letzten zehn Tage: ein Zuhause mitten auf dem Meer. Ein Zuhause, mit dem wir jeden Morgen in einer anderen Stadt aufgewacht sind. 

Wir haben uns echt wohlgefühlt! Einen großen Teil dazu beigetragen hat vor allem die Besatzung, die freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend war und immer einen Witz parat hatte. Insgesamt arbeiten und leben Menschen mit 48 Nationalitäten zusammen auf dem schwimmenden Hotel. Bei einem Gespräch sagte der General Manager dazu: „Wäre die Welt ein Kreuzfahrtschiff, wäre alles in Ordnung.“ Ein Satz, der uns ganz besonders in Erinnerung geblieben ist.

Das gemeinsame Essen mit General Manager Helmut Suess bleibt den beiden reisereportern vermutlich noch lange in Erinnerung.
Das gemeinsame Essen mit General Manager Helmut Suess bleibt den beiden reisereportern vermutlich noch lange in Erinnerung. Foto: Maria Menzel

3. Atemberaubende Natur

Eine Kreuzfahrt hat so viel zu bieten! Ein tolles Programm an Bord, den Halt an vielen verschiedenen Orten, ohne täglich den Koffer packen zu müssen, und nicht zu vergessen: wundervolle Natur. Besonders angetan hat es uns die Landschaft rund um Stockholm. Um die Einfahrt in die engen Schären nicht zu verpassen, standen wir bereits früh morgens auf; und es hat sich gelohnt!

Das Ufer war gefühlt zum Greifen nah, bunte Schwedenhäuser reihten sich aneinander und es sah aus wie eine Kulisse aus dem Bilderbuch. Auch abends beim Auslaufen konnten wir diesen Anblick noch einmal beim Sonnenuntergang genießen. Wir beobachten zwei weitere Kreuzfahrer und einige kleine Segelboote, die um uns herum fuhren. Einfach wunderschön idyllisch.

4. Unzählige Möglichkeiten

„Kreuzfahrten sind doch nur etwas für alte Leute und total langweilig.“ Wer das sagt, hat sicher noch keine gemacht. Ob Power bei Sportkursen, Entspannung bei einer Massage, Kreativität bei Siebdruck-Workshops oder Wissenswertes bei länderspezifischen Vorträgen: Unser Bordprogramm war so abwechslungsreich, dass wirklich für jeden Geschmack etwas dabei war.

Und da wir doch gerade von Vielfalt reden: Das Essensangebot hat uns umgehauen! Wir wussten gar nicht, wo wir anfangen und aufhören sollten. Deswegen haben wir uns einfach durch jedes Restaurant probiert, Macarons aus Schubladen bei einer Dessertparty gegessen und den Sonnenuntergang auf dem Pooldeck mit Obstspießen und Schokobrunnen genossen.

Vor allem von dem vielseitigen Angebot an Bord der neuen „Mein Schiff 1“ waren die beiden reisereporter beeindruckt: Ob Sportkurse, Workshops oder Vorträge – hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Vor allem von dem vielseitigen Angebot an Bord der neuen „Mein Schiff 1“ waren die beiden reisereporter beeindruckt: Ob Sportkurse, Workshops oder Vorträge – hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Foto: Maria Menzel

5. Prachtvolles Sankt Petersburg

Ein weiteres Highlight der Reise war für uns der Stopp in der russischen Metropole Sankt Petersburg – ein „reisereporter Top Place 2018“. Wir hatten vorher schon viele Bilder gesehen. Umso mehr freuten wir uns, all die Sehenswürdigkeiten nun live bewundern zu können. Prunkvolle Bauten, so weit das Auge reichte, die Eremitage, der Peterhof und natürlich die berühmte Blutkirche.

Den Spitznamen „Museum unter freiem Himmel“ hat die zweitgrößte Stadt Russlands wirklich verdient. Ganz nebenbei konnten wir auch noch etwas WM-Luft schnuppern. Während unseres Aufenthaltes fand das Halbfinale Frankreich gegen Belgien statt, und überall begegneten wir gut gelaunten Fußballfans aus aller Welt. Wir haben diese Atmosphäre sehr genossen, allerdings war die Stadt natürlich noch voller als gewöhnlich. Ein zweiter Besuch steht nun auf jeden Fall auf unserer Liste, mit etwas mehr Zeit und wenn mit etwas weniger Touristen zu rechnen ist.

Ein weiteres Highlight auf der Kreuzfahrt: Die prunkvollen Bauten von Sankt Petersburg haben es Jane und Julia besonders angetan.
Ein weiteres Highlight auf der Kreuzfahrt: Die prunkvollen Bauten von Sankt Petersburg haben es Jane und Julia besonders angetan. Foto: Maria Menzel

Und hier kommen fünf weitere Highlights der Baltikum-Kreuzfahrt, von Flamingo Heinz höchstpersönlich:

1. Cocktailkurse und blaue Flamingos

Meine erste Kreuzfahrt. Und dann auch noch mit den Kindern. Und nicht zu vergessen: die beiden Blitzbirnen Jane und Julia. Man, hatte ich Bock. Ich hatte mich ALLEIN als „reisereporter 2018“ beworben und die beiden für die Bewerbung lediglich um technische Unterstützung, Halten der Kamera und das nötige Make-up – selbstverständlich nicht viel nötig – gebeten. Was dabei herausgekommen ist, hast du ja bereits in Peru gesehen: Umgeben von zwei hyperaktiven Blondinen muss ich all meine Erlebnisse teilen.

Aber: Was in Südamerika kaum auszuhalten war, gestaltete sich auf der Kreuzfahrt erträglicher. Leute, es gab Cocktails! Noch besser, es gab Cocktailkurse! Jeden Tag mischte ich mir aufs Neue äußerst gekonnt und immer besser meine Drinks. Ich startete schon früh am Morgen, und nach den ersten drei bis vier Gläsern waren meine Kinder schon fast amüsant und die beiden Mädels sahen auch immer besser aus. Eine Kreuzfahrt ins Blaue, ganz nach meinem Geschmack.

Genau wie Jane und Julia hat auch Plastikflamingo Heinz den Cocktailkurs auf der neuen „Mein Schiff 1“ genossen.
Genau wie Jane und Julia hat auch Plastikflamingo Heinz den Cocktailkurs auf der neuen „Mein Schiff 1“ genossen. Foto: Maria Menzel

2. Mehr als Plankton – All-inclusive-Buffet vom Feinsten

Auf meinem Speiseplan steht normalerweise eine Menge Plankton, den ich eigenschnäblig aus dem Wasser filtere, und ein paar Krebse und Fische als geschmacksverstärkende Beilage. Lebensmittel in diesem Kaliber erwartete ich also auch auf der neuen „Mein Schiff 1“. Was ich nicht wusste: Es gab noch viel mehr!

Ich bekam immer den besten Platz am Fenster und aß, so viel ich konnte (worüber sich die Gäste jedoch oft beschwerten: „Der Hals ist zu lang, ich kann gar nicht mehr rausgucken“, „Es ist so pink, meine Augeeeen“, „Wieso ist der Fisch immer alle?“). Ich hörte jedoch nur „Mimimimimi“ und beachtete sie nicht weiter. Auf dieser Reise habe ich zwar 23,8 Kilogramm zugenommen, Jane und Julia aber auch. So passen die beiden Mobbels, äh, Models auch wieder durch meinen noch runderen Schwimmring.

3. Deko für mein Bernsteinzimmer

Auf den Stopp in Danzig freute ich mich am meisten. Ihr müsst wissen, dass das Sammeln von Bernsteinen zu meinen Lieblingsaktivitäten gehört. So kam es auch, dass ich mir nach all meinen Jahren als engagierter Sammler ein ganzes Zimmer mit dem Gold der Ostsee eingerichtet habe. Beim Betreten des Raumes werde ich von den warmen, gelben Farben angestrahlt, und dieser Glanz erinnert mich daran, dass ich etwas ganz Besonderes bin.

Dieses Gefühl ist unbeschreiblich, und so wäre ich fast aus dem Gummi gefahren, als ich die ersten Bernsteinstände in Danzig erblickte. Unzählige Ketten, Armbänder und Ringe mit den goldenen Steinen türmten sich vor mir auf. Ich nahm so viel mit, wie ich tragen konnte, und beauftragte meine beiden Freundinnen mit dem Bezahlen der Rechnungen. Warum sie bis heute kein Wort mehr mit mir wechseln, kann ich mir nicht erklären.

Die Bernsteinstände in Danzig haben Plastikflamingo Heinz und den Nachwuchs besonders beeindruckt.
Die Bernsteinstände in Danzig haben Plastikflamingo Heinz und den Nachwuchs besonders beeindruckt. Foto: Maria Menzel

4. Familienurlaub und gute Kinderbetreuung

Ich muss ehrlich sagen: Ich bin am liebsten allein. Meine beiden Kinder finde ich schon ganz nett, allerdings nur für eine begrenzte Zeit am Tag und nicht in einem Zustand von Hunger oder Müdigkeit. Das Gleiche gilt für Jane und Julia, aber ohne das „ganz nett“. Na ja, mitgehangen, mitgefangen. Auf der „Mein Schiff 1“ gab es aber das volle Programm an Unterhaltung und Beschäftigung für jedermann.

So schob ich die beiden Kiddos zu den gut gelaunten Animateuren ab und meldete Jane und Julia zu allen möglichen Workshops an. Da sich niemand beschwerte und die gesamte Family abends trotzdem strahlend am Abendbrottisch saß, musste an dem Programm wohl irgendwas dran sein. Mir war es jedenfalls mehr als recht.

5. Kein Visum für Sankt Petersburg – endlich Ruhe

Ich habe mir eben die Highlights von meinem nervtötenden Anhang durchgelesen. „Prachtvolles Sankt Petersburg“. Bla, bla. Warum sind sie nicht einfach dageblieben, wenn ihnen diese Stadt so imponiert hat? Na ja, die Hoffnung stirbt zuletzt, immerhin wollen die beiden Chaos-Queens noch ein zweites Mal hin. Aufgrund meiner kriminellen Vergangenheit (fragt nicht, mein Bernsteinzimmer ist wie gesagt riesig, und als reisereporter verdient man jetzt auch nicht die Welt) durfte ich – leider, haha – nicht einreisen.

Ich verabschiedete Jane und Julia also tieftraurig und schwang dramatisch mein Taschentuch zum Abschied. Kaum waren die beiden außer Sichtweite, breitete ich mich auf meiner mit meinem Handtuch bereits seit gestern Abend reservierten Liege aus. Ich genoss die Ruhe und die Zeit ohne hohle Sprüche, beobachtete die Passagiere und ließ mich von den Kellnern bedienen. Ich bestellte mir Döner und Pommes und schlürfte einen Cocktail.

Hach, das Leben auf einem Schiff kann so einfach sein. Und wer weiß, vielleicht werde ich eines Tages Flamingokapitän und kann endlich dorthin fahren, wohin ich möchte. Allein.

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