Die Stadtverwaltung von Madrid will eine Steuer für Touristen einführen. Das kündigte Jorge García Castaño, Vertreter des Wirtschafts- und Finanzrates der Stadt, an. Um das zu tun, benötigt die Stadt aber erst einmal mehr Befugnisse von der spanischen Regierung. 

Madrid: Die Touristensteuer könnte frühestens 2019 kommen

Castaño deutete in einer Debatte über den Haushalt von Madrid an, dass er sich mit der spanischen Finanzministerin, María Jesús Montero, treffen wolle, um mit ihr darüber zu sprechen. Das berichtet die spanische Zeitung „El Mundo“. 2018 wird die Kurtaxe also noch nicht kommen – es wäre aber möglich, dass sie 2019 eingeführt wird.

Madrid sei mehr als eine Stadt. Es habe ein eigenes Gesetz, genau wie Barcelona. Deshalb benötige die Verwaltung mehr Befugnisse in den Bereichen Mindesteinkommen, Bildung und eben Tourismus und Verkehr, so Castaño. Der Hotel-Geschäftsverband von Madrid protestiert gegen die Einführung einer solchen Gebühr.

In Barcelona gibt es die Gebühr für Touristen schon

Sie würde dem Sektor schaden, so der Verband. In einer Stellungnahme, die „El Mundo“ vorliegt, erklärte er, dass die geplante Steuer die Tourismusindustrie im Allgemeinen und Hoteliers im Besonderen negativ beeinflussen würde.

In Barcelona gibt es eine Steuer, wie die Stadtverwaltung von Madrid sie plant, bereits: Touristen zahlen zwischen 0,65 und 2,25 Euro pro Tag Aufenthalt in der Hauptstadt Kataloniens –  je nachdem, in was für einer Unterkunft sie übernachten. Im Rest Kataloniens zahlen Touristen maximal sieben Tage lang zwischen 0,45 und 2,25 Euro pro Tag für ihren Aufenthalt.