Ein Alkovolverbot in Cala Ratjada und Cala Agulla, Warnschilder für Partyurlauber in Magaluf und nun auch noch höhere Strafen für Saufgelage am Ballermann: Die Insel Mallorca geht immer härter gegen Sauftouristen vor. 

An der Platja de Palma sind die Regeln zwar ohnehin schon streng, nun sollen sie aber noch einmal verschärft werden. Die Regierung von Palma will die bestehende Verordnung für die Partymeilen in El Arenal und Paseo Marítimo anpassen. Die Änderungen sollen voraussichtlich im September in Kraft treten, berichtet das Magazin „mallorcadiario“. Für die Sommersaison 2019 würde das bedeuten: Partytouristen aufgepasst!

Alkohol am Ballermann: Verkaufsverbot nach Mitternacht

Angélica Pastor, Ratsmitglied für Bürgersicherheit, twitterte: „Der Partytourismus wird durch die Änderung der Verordnung sanktioniert. Schwerwiegende oder sehr schwere Verstöße sind: Verkauf von Alkohol nach 24 Uhr, Verkauf an Minderjährige oder Förderung von Alkoholkonsum in großen Mengen.“

Ausgenommen vom Verkaufsverbot sind gastronomische Einrichtungen. Aber: Diese werden bestraft, wenn die Kunden außerhalb der Bar, des Restaurants oder der Disco trinken. Notfalls müssen Terrassen in Partyzonen wie der Schinkenstraße eingezäunt werden.

Überblick: Diese Vergehen werden am Ballermann bestraft:

  • Verkauf von Alkohol zwischen 24 und 8 Uhr, wenn er außerhalb der Räumlichkeiten konsumiert wird, wird mit Geldbußen zwischen 1.500 und 3.000 Euro bestraft.
  • Straßenverkauf von Alkohol kostet 700 bis 1.500 Euro.
  • Kauf bei illegalen Straßenhändlern (zum Beispiel Taschen oder Sonnenbrillen) wird bestraft mit 100 bis 750 Euro.
  • Balconing – in diesem Jahr sind bei den Balkonsprüngen schon mehrere Urlauber gestorben – kostet bis zu 1.500 Euro.
  • Wer nicht in Strandnähe oben ohne rumläuft, zahlt 100 bis 750 Euro.