Eigentlich war der Ryanair-Flug FR7312 mit 189 Passagieren von Dublin aus auf den Weg in den kroatischen Küstenort Zadar – doch ein technischer Defekt beendete die Reise des Urlaubsfliegers noch über deutschem Boden.

Durch den technischen Defekt kam es im Flugzeug nämlich zu einem massiven Druckabfall. Die Folge: Starker Druck auf den Kopf und die Ohren der Passagiere. Der Pilot entschied sich für eine Notlandung.

Druckabfall: Ryanair-Passagiere klagten über Schmerzen in Kopf und Ohren

Zahlreiche Fluggäste klagten über starke Kopf- und Ohrenschmerzen, manche hatten auch leichte Blutungen in den Ohren, sagt Bundespolizei-Pressesprecher Dieter Schwan (61) am Samstagmorgen zum reisereporter.

Nachdem der Pilot der Ryanair-Maschine um 23.25 Uhr den Flughafen über das Problem informiert hatte und „unmittelbar danach“ in Frankfurt-Hahn landete, mussten zahlreiche Fluggäste medizinisch behandelt werden. 33 Personen wurden in die Krankenhäuser in Mainz und Koblenz zur weiteren Versorgung gebracht.

33 Ryanair-Fluggäste mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden

Am Samstagmorgen kam ein weiterer Fluggast mit Beschwerden ins Krankenhaus in Koblenz. Er ist weiterhin in medizinischer Betreuung. Alle anderen behandelten Fluggäste konnten die Krankenhäuser inzwischen wieder verlassen.

Am heutigen Samstag sollte es um 9 Uhr einen Ersatzflug geben. „Dann entscheidet sich, wie viele weiterfliegen“, sagt Pressesprecher Schwan, „und wer von den Verletzten die Reise antreten kann – oder antreten will.“

Ersatzmaschine hebt zwei Stunden später ab, als geplant

Tatsächlich hob die Ersatzmaschine erst um 11.10 Uhr in Frankfurt-Hahn ab. „22 Personen sind nicht mehr mitgeflogen“, sagt Pressesprecher Schwan dem reisereporter. Elf davon, so Schwan, gehörten zu den 33 Passagieren, die medizinisch behandelt werden mussten.

Ryanair: Nur „eine kleine Anzahl“ von Passagieren, die „vorsorglich ärztlich versorgt“ werden musste

Auf reisereporter-Anfrage erklärt Ryanair, der Flug sei „aufgrund einer Druckentlastung an Bord umgeleitet“ worden und „die Besatzung setzte standardmäßig Sauerstoffmasken ein und startete einen kontrollierten Abstieg“. Es seien „eine kleine Anzahl“ an Fluggästen „vorsorglich ärztlich versorgt“ worden.

Ryanair-Pressesprecher Robin Kiely: „Ryanair entschuldigte sich aufrichtig für die Unannehmlichkeiten.“