2.700 Kilometer: Ross Edgley schwimmt um Großbritannien

2.700 Kilometer: Dieser Mann schwimmt um Großbritannien

Vollkommen verrückt: Dieser Kraftsportler will als Erster um Großbritannien schwimmen, 2.700 Kilometer in 100 Tagen. Welche Strapazen und schönen Momente Ross Edgley dabei erlebt, verrät der reisereporter.

Er schwimmt und schwimmt und schwimmt. Ross Edgley will Großbritannien umrunden.
Er schwimmt und schwimmt und schwimmt. Ross Edgley will Großbritannien umrunden.

Foto: facebook.com/Ross Edgley

In 100 Tagen um Großbritannien schwimmen, ohne einmal Land zu betreten, das bedeutet für Ross Edgley, dass er sechs Stunden täglich schwimmen muss. Egal bei welchem Wetter, egal wie sehr die Muskeln schmerzen und der Körper im kalten Atlantik- und Nordseewasser herunterkühlt.

In 100 Tagen um Großbritannien: Ross Edgley schwimmt 

Wenn der 32-Jährige es schafft, wäre er der erste Mensch, dem es gelingt, einmal um das britische Festland zu schwimmen. Seine Tour begann am 1. Juni im Hafen von Margate an der Ostküste Englands in der Nähe von London. Sein Ziel ist die Tower Bridge in London. Auf seinem Weg von 2.700 Kilometern will er nicht einmal Land betreten. Nachts schläft er auf einem Boot, das ihn auf seinem Weg begleitet.

In einem Vlog und auf Instagram unter dem Hashtag „#GreatBritishSwim“ kannst du dir anschauen, wie Ross vorankommt, wie das Supportboot von Delfinen begleitet wird und wie Ross leidet.

Weiß aufgequollene, verschrumpelte Handflächen und Fußsohlen, Stückchen seiner Zunge, die sich ablösten, Wunden an den Stellen, an denen der Neoprenanzug zu sehr auf der Haut reibt – Ross Edgley muss auf seiner Tour einiges ertragen.

Das Salzwasser löst Ross Zunge auf

Das Salzwasser greift nicht nur die Haut an Händen und Füßen an, es macht auch den Mund und Hals trocken und wund. In der dritten Woche nach seinem Start berichtete der Schwimmer davon, dass sich sogar Stückchen seiner Zunge ablösten. Zusätzlich rieb noch sein Neoprenanzug so sehr, dass sich eine Wunde über Ross’ kompletten Nacken bildete. Für die Zunge hat Ross mittlerweile eine Lösung gefunden: Kokosöl schütze seinen Mundraum vor dem Salz. 

Neben dem Salzwasser muss der Schwimmer auch mit Quallen klarkommen, von denen teilweise so viele um sein Supportboot herumschwimmen, dass es fast aussieht, als bestünde das Wasser nur aus Quallen.

Aber Ross bleibt positiv: „Ich werde stärker, robuster, ausdauernder, fitter und einfach härter auf der anderen Seite herauskommen“, sagt er. Und er vergleicht seine Umrundung mit einem Flug in extreme Höhen: „Es wird dich zwingen, dich anzupassen, es wird dich in unangenehme Situationen bringen.“

Das sei auch der Grund dafür, warum er die ganzen Strapazen auf sich nimmt. „Ich will Menschen dazu inspirieren, rauszugehen und sich selbst herauszufordern – vielleicht schwimmst du zum ersten Mal im offenen Meer, vielleicht meldest du dich zu einem Triathlon an oder zu deinem ersten Parklauf – finde etwas, von dem du glaubst, dass du es nicht schaffen kannst, und beweise dir selbst, dass du falsch lagst.“

Der Umrundungsversuch ist nicht das erste Abenteuer von Ross Edgley. Der Kraftsportler ist auch schon einen Marathon gelaufen, während er einen 1.400 Kilogramm schweren Mini hinter sich her zog, und er ist 40 Kilometer weit durch offenes Wasser geschwommen, mit einem 45 Kilogramm schweren Baumstamm im Schlepptau.

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