Surfen: Das sind die 9 besten Surfspots in Europa | reisereporter.de

Das sind die 9 besten Surfspots in Europa

Wellenreiten ist die wohl coolste aller Trendsportarten und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Für tolle Surfspots musst du aber nicht gleich um die halbe Welt reisen.

Leo liebt das Surfen – so wie hier in Frankreich.
Leo liebt das Surfen – so wie hier in Frankreich.

Foto: privat

Wir haben in Europa das große Glück, dass surfen (fast) überall möglich ist, du musst nur wissen, wo. Egal ob du kompletter Anfänger bist und das erste Mal aufs Brett möchtest oder schon absoluter Profi, der den besten Wellen hinterherjagt – es ist definitiv für jeden etwas dabei.

Also, schnapp dir deinen Wetsuit und stürz dich ins Abenteuer. Hier kommen die für mich besten Surfspots Europas!

1. Ericeira in Portugal

Nur etwa eine Autostunde nördlich von Lissabon gelegen, ist das kleine Fischerdörfchen Ericeira die perfekte Location für einen Surfurlaub mit Anbindung an eine von Europas spannendsten Metropolen. Zwar ist es schon lange kein Geheimnis mehr, dass es hier gute Wellen für jedes Level abzugreifen gibt, aber trotzdem hat sich eine entspannte Atmosphäre halten können.

Obwohl dieser Ort das Surf-Mekka von Portugal ist, ist er nicht unangenehm überlaufen. Du wirst dich fühlen, als würdest du dich hier mit einem Haufen von Freunden treffen, die du eben nur noch nicht kanntest. Und sollten die Wellen mal nicht mitspielen, geht es einfach mit dem Bus nach Lissabon!

2. Nazaré in Portugal

Noch einmal rund 50 Kilometer nördlich von Ericeira liegt Nazaré, das Wellenwunder von Europa. Regelmäßig ist dieser Ort in den weltweiten Schlagzeilen, denn hier werden Rekorde der Superlative aufgestellt und die größten Wellen der Welt gesurft.

Dieser Spot ist also nichts für schwache Nerven, sondern ausschließlich für gut trainierte Big-Wave-Surfer. In dieser Liste darf er trotzdem nicht fehlen, denn wenn im Winter die Riesenwellen reinrollen, fliegen Surfer und Schaulustige aus aller Welt ein. Ein echtes Spektakel, das du definitiv einmal miterlebt haben solltest.

3. Zarautz in Spanien

Zarautz liegt im nordspanischen Baskenland, zwischen San Sébastian und Bilbao, und hat alles zu bieten, was du dir von einem Surfurlaub wünschst. Die Wellen kommen über einen langen Sandstrand gerollt – so können Anfänger ihre ersten Versuche starten und Fortgeschrittene die grünen Wellen weiter draußen nehmen.

Die Strandpromenade lädt zum Skaten oder Eisessen ein, und die grüne, hügelige Landschaft um die Stadt herum ist wunderbar zum Wandern geeignet. Zudem gibt es hier zahlreiche Unterkünfte direkt am Spot und für jeden Geschmack: entweder mit Zelt auf einem der Campingplätze, günstig in einem Hostel oder Surfcamp oder auch im richtigen Hotel. Allgemein ist Nordspanien eine gute Idee, denn es ist wesentlich weniger touristisch als andere Surf-Hotspots.

4. Hossegor in Frankreich

Etwas voller wird es dann in Hossegor, denn es ist so etwas wie das europäische Zentrum des Surfens. In den Siebzigern wurde hier der erste Surf-Contest auf Europäischem Boden beziehungsweise Wasser ausgetragen, und danach kamen nicht nur die Touristen, sondern auch die Surf-Industrie.

Jedes große Surflabel hat hier seinen Hauptsitz, und das prägt die Region ungemein. Man hat das Gefühl, alles hat irgendwie etwas mit Surfen zu tun. Neben dem Surfen selbst kannst du dich hier also noch mit einem Jahresvorrat an Surfkleidung eindecken oder dir dein eigenes Board shapen lassen.

Die Beachbars sind abends bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen beliebt, so kannst du dir dann beim Sundowner vielleicht sogar noch ein paar Insider-Tipps holen.

5. La Torche in Frankreich

La Torche liegt in Nordfrankreich und unterscheidet sich in so ziemlich allem von Hossegor. Außer Wassersport passiert hier nicht viel, streng genommen ist La Torche nicht einmal ein richtiger Ort, ist aber, trotz niedriger Wassertemperaturen, der berühmteste und beliebteste Surfspot in der Bretagne.

An dem lang gezogenen, weißen Sandstrand ist genug Platz für alle, so kommt einem niemand in die Quere und es herrscht eine angenehme Stimmung im Wasser. Hinter den Dünen gibt es eine Surfschule, einen Surfshop und eine Crêperie und das war’s. Sicherlich hält das einige davon ab, hier Urlaub zu machen, aber wenn es dir wirklich nur um’s Surfen geht, bist du in La Torche am richtigen Platz.

6. Scheveningen in Holland

Scheveningen ist der Vorzeige-Surfspot in Holland und eignet sich hervorragend für einen Kurztrip, ist schließlich nicht so weit von uns – praktisch. Natürlich ist hier die Beständigkeit der Wellen nicht ganz so verlässlich wie im Atlantik, aber auch in der Nordsee gibt es gute Wellen zum Surfen, wenn du Glück hast und zum richtigen Zeitpunkt hier bist.

Die Surfcommunity in den Niederlanden ist gut aufgestellt und nicht anspruchsvoll, was die Bedingungen betrifft: Sobald irgendetwas Surfbares am Horizont zu sehen ist, springen die ersten Surfer ins Wasser. Da reihen wir uns gleich mit ein.

Übrigens: Gut 50 Kilometer weiter nördlich findet das coole und nachhaltige Festival Surfana statt.

7. Klitmoller in Dänemark

Genauso wie nach Holland kommst du auch recht schnell nach Dänemark – je nachdem, wo du dich in Deutschland befindest. Die erste Anlaufstelle zum Surfen ist dort Klitmoller. Diese Ortschaft im Norden Dänemarks hat nur knapp 1.000 Einwohner, aber ist auf der internationalen Surf-Landkarte durchaus verzeichnet.

Alljährlich findet dort ein Stopp des Windsurf-Worldcups statt, aber auch die Wellenreit-Profis surfen hier vor allem in den kalten Monaten, wenn die Wellen am besten sind. Die Region um Klitmoller hat unter Surfern den Namen „Cold Hawaii“, da die Bedingungen an den Pazifik erinnern. Die Betonung liegt allerdings auf „cold“, die Wassertemperaturen steigen hier nie über 18 Grad, selbst im Hochsommer.

8. Newquay in England

Grüne Hügel, felsige Küsten, Wildblumen und versteckte Buchten, so stellen wir uns Cornwall vor – Rosamunde Pilcher lässt grüßen. Und die Filme lügen tatsächlich nicht, Cornwall ist landschaftlich wunderschön, nur mit dem Unterschied, dass in der Realität leider nicht immer die Sonne scheint. Ein Trip im Südwesten von England lohnt sich dennoch, und wenn du surfen möchtest, solltest du nach Newquay.

Dieses kleine, entspannte Städtchen ist berühmt für gute Wellen, die Surf-Infrastruktur und eine alternative Lebensweise. Hier treffen sich Hippies, Surfer und Aussteiger, die im Einklang mit dem Meer nachhaltiger und langsamer leben möchten.

9. Eisbach in Deutschland

Auch wir in Deutschland müssen uns nicht verstecken, denn wir haben zwar nicht so viel Küste, aber dafür haben wir eine der populärsten stehenden Wellen der Welt: die Eisbachwelle in München. „River Surfing“ ist vor allem dort beliebt, wo die Surfer „landlocked“ sind, also nicht unmittelbar am Meer leben, und in München hat sich eine ganze Subkultur um die Welle im Eisbach gebildet.

Das Surfen auf einer stehenden Flusswelle unterscheidet sich zwar vom Surfen im Meer und bedarf einiger Übung, aber wer sich nicht reintraut, kommt ganz sicher auch beim Zuschauen auf seine Kosten: Hier surfte sogar schon der Weltmeister Mick Fanning.

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