Zum Abschluss ihres dualen Studiums wird eine junge Controllerin von ihrem Vater mit einem spontanen Trip nach Mallorca belohnt. Klingt eigentlich traumhaft. Doch sie sprach den Urlaub nicht mit dem Arbeitgeber ab, sattdessen informierte sie die Firma zwei Stunden nach ihrem eigentlichen Dienstbeginn per E-Mail über ihre Abwesenheit – Betreff: „Spontan-Urlaub“. Darin entschuldigte sie sich für die Überrumpelung und bat um eine kurze Rückmeldung.

Ungenehmigter spontaner Urlaub ist Kündigungsgrund

Der Vorgesetzte lehnte aus der Heimat die nachträgliche Genehmigung des Urlaubs ab. Ihre Anwesenheit sei im Büro dringend erforderlich. Als die Urlauberin antwortete, sie könne nicht kommen und sei schon seit dem Wochenende auf der Insel, wurde ihr gekündigt.

Vergeblich wehrte sich die Frau vor dem Landesarbeitsgericht Düsseldorf gegen die Kündigung. Die Richter waren sich einig, dass ein spontaner Urlaub ohne Genehmigung des Arbeitgebers eine fristlose Kündigung rechtfertigt. Die Frau habe die falschen Prioritäten gesetzt und ihre vertragliche Pflicht zur Arbeit verletzt, hieß es vonseiten des Gerichts. Also besser zweimal überlegen, bevor man spontan seine Koffer packt und wegfliegt.