Was eigentlich eine routinierte Überfahrt von Frankreich nach England sein sollte, wurde für die Passagiere einer Fähre der dänischen Reederei DFDS Seaways am vergangenen Sonntag zu einer Reise mit 24 Stunden Verspätung.

Denn: Nur 15 Minuten, bevor das Schiff in Newhaven an Land gehen sollte, musste es aufgrund eines technischen Problems im Hafen umkehren. Das bedeutete für die Passgiere: Noch einmal vier Stunden Fährfahrt zurück nach Dieppe, wo das Schiff gestartet war.

Ärmelkanalüberquerung wird zum Tagestrip

Doch dort war die Reise noch lange nicht vorbei. Da das Problem noch nicht behoben sei, teilte DFDS Seaways den Passagieren mit, müssten sie von Calais nach Dover übersetzen.

Also wurden die Insassen, die ohne Fahrzeug an Bord gekommen waren, fast 190 Kilometer mit dem Bus in die französische Hafenstadt gefahren. Nach der zweiten Überquerung des Ärmelkanals ging es schließlich mit dem Bus nach Newhaven. 24 Stunden später als geplant kamen die Reisenden endlich an ihrem Ziel an.

Passagiere kommen mit 24 Stunden Verspätung am Ziel an

Passagier Roy H. (56) war mit seiner 15-jährigen Tochter bei der Odyssee dabei. Gegenüber der „Sun“ berichtet er, dass sie auf der Fähre übernachteten und ein kostenloses Frühstück bekamen. Trotzdem seien einige ganz schön aufgebracht gewesen: „Es ist ein verlorener Ferientag.“ Seine Tochter habe beispielsweise einen Ausflug zum Tower of London verpasst.

Am Dienstagvormittag twitterte DFDS, dass die Verbindung wieder aufgenommen sei und die Fähren nach Fahrplan fahren würden. Die Verbindungen am Montag sowie die Abfahrt um 9 Uhr morgens fielen allerdings noch aus. 

Die betroffenen Fahrgäste wurden gebeten, nach Calais zu fahren und von dort das nächstmögliche Schiff nach Dover zu nehmen.