Easyjet lässt Passagiere nach Flug in Lyon auf dem Boden schlafen

Easyjet lässt 150 Passagiere auf dem Boden schlafen

Easyjet hat 150 Passagiere eines umgeleiteten Fluges um Mitternacht in Lyon abgesetzt – und sich selbst überlassen. Die Kunden seien „wie eine Horde Vieh behandelt worden“, mussten auf dem Boden schlafen.

Easyjet-Flugzeug musste in Lyon landen.
Ein Easyjet-Flugzeug musste in Lyon statt in Basel landen – und die Gäste wurden sich selbst überlassen. (Symbolbild)

Foto: imago/oliverwillikonsky

Ein Easyjet-Flug von Manchester nach Basel wurde Anfang Juni wegen eines Sturmes über der Schweiz nach Frankreich umgeleitet – und endete schließlich um 1 Uhr nachts in Lyon. Die 150 Passagiere wurden mitten in der Nacht auf dem Flughafen abgeladen und mussten dort auf dem Boden schlafen.

Ein Easyjet-Passagier: „Wir wurden wie eine Horde Vieh behandelt!“

Denn: Mitarbeiter der Fluggesellschaft waren nicht vor Ort. Außer Aluminiumdecken und Wasserflaschen habe es gar keine Unterstützung gegeben. Nicht einmal Essen habe man bekommen – alle Geschäfte hatten um diese Uhrzeit bereits geschlossen.

Den Reisenden sei nur gesagt worden, dass es leider keine freien Hotelbetten in der Umgebung mehr geben würde – und keinen Weiterflug.

Easyjet-Passagiere mussten auf dem Flughafenboden schlafen

„Wir wurden angewiesen, auf dem Boden oder auf den spärlichen Sitzbänken zu schlafen“, sagte ein zweiter Passagier dem Magazin „Espresso“ des Schweizer Rundfunks. „Dazu kam, dass gerade Bauarbeiten am Flughafengebäude ausgeführt wurden, die extrem lärmig waren.“ An Schlaf sei nicht zu denken gewesen.

Gegen 2 Uhr nachts sei dann über die Internetseite von Easyjet die Nachricht gekommen, dass es am Morgen einen Bus geben würde. Der zitierte Passagier aber entschloss sich anders und teilte sich mit einer anderen Reisenden ein Taxi. Er sagt: „Das Verhalten von Easyjet ist fahrlässig, menschenverachtend und kundenunfreundlich.“

Easyjet entschuldigt sich – und widerspricht den Vorwürfen

Easyjet entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten, sagte aber, dass die Passagiere Informationen, Erfrischungsgutscheine und Mahlzeiten erhalten hätten. Die beiden Gäste behaupten weiter das Gegenteil.

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