Jetblue-Flugbegleiter rettet Hündin mit Sauerstoffmaske

Jetblue-Steward rettet Hündin mit Sauerstoffmaske

Schnappatmung und Sauerstoffmangel: Die Französische Bulldogge Darcy war kürzlich auf einem Flug in den USA in keiner guten Verfassung. Zum Glück kümmerten sich die Flugbegleiter an Bord rührend um sie.

Französische Bulldogge Darcy mit Sauerstoffmaske auf dem Schoß ihrer Besitzerin.
Auf dem Schoß ihrer Besitzerin atmet Darcy mithilfe einer Sauerstoffmaske.

Foto: facebook.com/The Everyday Jumpseater

Wir alle kennen vermutlich den Stress für Nase und Atemwege, den der Druck und die Sauerstoffschwankungen in Flugzeugkabinen manchmal hervorrufen können. Dass aber nicht nur zweibeinige Passagiere unter den Bedingungen an Bord leiden können, beweist diese Geschichte – vor allem aber erzählt sie von Nächstenliebe und Menschlichkeit. Auch, wenn es dabei um ein Tier geht.

Tierliebe Flugbegleiter retten Französische Bulldogge

Ein ganz schön seltsamer Anblick: Eine Hündin mit Sauerstoffmaske über der Schnauze. Diese Aktion hat der dreijährigen Französischen Bulldogge Darcy aber wahrscheinlich das Leben gerettet. Denn auf einem Jetblue-Flug von Orlando (Florida) nach Massachusetts vergangene Woche begann die Hündin plötzlich, extrem zu hecheln.

Sie war mit zwei weiteren Hunden, Frauchen Michelle B. und deren Mann unterwegs und eigentlich in einer Tragetasche an Bord. Nach einer Weile habe Darcy aber ihren Kopf gegen das Netz gedrückt und, obwohl sie eigentlich sehr gut gehorcht, nicht auf das „Platz“ von Michelles Mann reagiert. 

Im Flugzeug: Hündin zeigt Symptome von Sauerstoffmangel

Besitzerin Michelle B. stellte besorgt fest, dass Zunge und Zahnfleisch der Hündin blau gefärbt waren – ein Zeichen für Sauerstoffmangel. Sie nahm die Hündin auf ihren Schoss, damit sie sich beruhigen konnte.

Zunächst machten die Flugbegleiter Michelle darauf aufmerksam, dass Tiere laut den Bestimmungen der Airline eigentlich in der Tragetasche bleiben müssen. 

Flugbegleiter Renaud mit Darcy an Bord der JetBlue-Maschine von Orlando nach Massachusetts.
Flugbegleiter Renaud (mit Darcy auf dem Arm) sorgt sich um das Wohl aller Passagiere – auch wenn sie vier Beine und eine Schnauze haben. Foto: facebook.com/The Everyday Jumpseater
Als Michelle aber erklärte, ihre Hündin sei vermutlich krank, brachten zwei Crewmitglieder Eis für den Fall, dass Darcy zu warm geworden war. Da auch das keine Wirkung zeigte, holte der Steward Renaud, der selbst eine Französische Bulldogge namens Penelope besitzt, Sauerstofftank und Atemmaske für den Vierbeiner.

Ich danke Renaud und Diane, dass sie ihren Job gemacht haben und auch dafür, dass sie einfach großartige Menschen sind.

Michelle B.

Für Michelle und ihren Mann war das Engagement von Renaud und seiner Kollegin Diane ein purer Akt der Menschlichkeit. In einem Dankesbrief an die Airline, der von einer Freundin auf Facebook geteilt wurde, schreibt Michelle: „Ich glaube, dass Renaud und Diane ein Leben gerettet haben. Einige mögen den Wert dieses Lebens herabsetzen, weil Darcy ein Tier ist. Ich tue es nicht.“

Mittlerweile sei Darcy wieder wohlauf. Und bevor die Hündin das nächste Mal in ein Flugzeug steigt, will Michelle Rücksprache mit dem Tierarzt halten.

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