Eigentlich sollte es ein Familienausflug zum Wasserwall werden, ein schöner Trip durch die Natur bei Tiflis, der Hauptstadt Georgiens. Doch nachdem die US-amerikanische Familie vermisst gemeldet wurde, fand man zunächst die Mutter am Fuße eines Wasserfalls im Chadatal, am darauffolgenden Tag Vater und Sohn. Alle sind tot. 

Familienunglück in Georgien: Was ist passiert?

Die Obduktion ergab: Ryan S. und sein Sohn Caleb wurden mit einem Jagdgewehr erschossen, Mutter und Ehefrau Lora S. verunglückte beim Sturz von einer Klippe tödlich. Bei ihr konnte keine Gewalteinwirkung festgestellt werden. 

Im Zusammenhang mit der grausamen Tat wurde von den georgischen Behörden ein 19-jähriger Hirte verhaftet. Der Polizei zufolge soll der Mann mit Ryan in einen Streit geraten sein, als er die Familie zu dem Wasserfall begleitete. Daraufhin soll er Vater und Sohn erschossen haben. Lora sei vermutlich auf der Flucht vor dem Täter abgestürzt.

19-jähriger Hirte gesteht Mord an US-Familie

Wie die „Daily Mail“ berichtet, habe der Verdächtige die Tat bereits gestanden und könne, wenn er als geistig gesund befunden wird, lebenslang ins Gefängnis wandern. Gegenüber georgischen Medien sagen die Eltern des verhafteten Malkhaz K. allerdings aus, von der Unschuld ihres Sohnes überzeugt zu sein. 

Die Mutter hätte noch am 7. Juli mit Malkhaz telefoniert. Er habe von einem tragischen Unfall und dem Tod der Familie gesprochen, sei aber gefasst gewesen. Sie habe nichts Komisches an seinem Verhalten bemerken können: „Mein Sohn arbeitet seit drei Jahren als Hirte. Er ist ein guter Mensch und würde so etwas nie tun“, sagt sie.

Die Opfer stammen ursprünglich aus Kalifornien, lebten aber seit zehn Jahren in Tiflis, wo sie ein Webteppich-Unternehmen führten. Seit 2012 besaßen sie die georgische Staatsbürgerschaft.