Airport-Parkservice fährt Luxusauto spazieren und wird geblitzt

Parkservice fährt Luxusauto spazieren und wird geblitzt

Am Flughafen von Manchester gab ein Geschäftsmann seinen Range Rover in die Obhut des Parkservice. Zwei Wochen später bekam er ihn zurück – mit mehr gefahrenen Kilometern und einem Knöllchen...

Range Rover Sport bei der Turin Motor Show 2018.
Ein Mitarbeiter beim Parkservice vom Flughafen Manchester scheint ein (zu) großer Range-Rover-Fan zu sein. (Symbolfoto)

Foto: imago/ZUMA Press/Stefano Guidi

Nach einer 13-tägigen Reise in Kanada holte Steve T. (55) sein 100.000-Euro-Auto beim Manchester Airport Parking Service ab. Die große Überraschung für den Engländer: Sein Wagen hatte 80 Kilometer mehr auf der Uhr – und einen Strafzettel wegen zu schnellen Fahrens.

Parkservice in Manchester empfängt Kunden mit Strafzettel und Extrameilen

Durch einen Tracker konnte Steve seinen Kilometerstand zurückverfolgen und sehen, dass der Wagen in seiner Abwesenheit dreimal nach Stockport und wieder zurück gefahren worden war. Bei einer Fahrt um ein Uhr morgens wurde sein Wagen außerdem geblitzt. Wohlgemerkt drei Tage, bevor der Besitzer wieder im Lande war.

Zunächst erklärte die Parkfirma, den Wagen lediglich wegen „Arbeiten am Flughafen“ in Manchester zu einer anderen Filiale gefahren zu haben. Nach Konfrontation mit den Beweisen von Steves Rückverfolgung der Strecke gab sie allerdings Fehler zu.

Der entsprechende Mitarbeiter sei gefeuert worden, und nach der Prüfung der Daten müsse der Parkservice einräumen, dass der Wagen „zweckenfremdet“ worden war.

Fahrservice-Mitarbeiter nach unerlaubter Spritztour gekündigt

Als Entschädigung wurde Steve angeboten, dass die Firma die Parkkosten in Höhe von 72 Pfund (umgerechnet etwa 80 Euro) erstattet  und für das verbrauchte Benzin aufkommt. Bezüglich des Bußgelds fürs Rasen prüfe man noch die Umstände, erklärt der Manchester Airport Parking Service gegenüber dem „Independent“.

Während Steve sich beschwert, keine Antwort auf Anrufe zu erhalten, gibt der Parkservice an, noch auf eine Kopie des Strafzettels zu warten, um zu überprüfen, bei wem die Schuld liege.

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