Die Einwohner der neuseeländischen Hauptstadt sind verliebt – in einen Südlichen Glattwal (Südkaper). Normalerweise treibt sich der Ozeanriese im Winter in der südlichen Hemisphäre beim subarktischen Auckland und den Campbell-Inseln herum.

Am frühen Dienstagmorgen wurde aber ein Glattwal im Hafen von Wellington gesichtet, berichtet der „New Zealand Herald“. Seitdem verdreht er den Locals den Kopf.

Neuseeland: Wellington ist im Wal-Fieber

Denn: In Wellington gilt der Wal mittlerweile als selten, auch wenn seine Verwandten früher relativ häufig in den Hafen der Stadt kamen. Mittlerweile gibt’s weltweit aber nur noch etwa 7.000 Exemplare der Spezies.

Wal in Neuseeland wird „Free Welly“ genannt

Weil sich die Einheimischen so sehr über den majestätischen Besuch freuen, schwänzen einige sogar ihre Arbeit, um einen Blick auf den beeindruckenden Meeresbewohner zu erhaschen. Einen Spitznamen hat er natürlich auch: „Free Welly“ – in Anlehnung an die neuseeländische Hauptstadt.

Das neuseeländische Department of Conversation (DOC) forderte die Menschen auf, 50 Meter Abstand zu dem Wal zu halten. Einige wagen sich mit Paddel- und Ruderbooten aber deutlich näher an „Welly“ heran, schreibt der „Guardian“. 

Wellington: Hafenfeuerwerk wegen Wal verschoben

Ansonsten ist die Stadt bemüht, den Besucher so wenig wie möglich zu stören: Das für den morgigen Samstagabend geplante traditionelle Matariki-Feuerwerk am Hafen wurde um eine Woche verschoben.

Zwar ist es unwahrscheinlich, dass dem Riesen durch die Show geschadet wird. Allerdings könne er sich unvorhersehbar verhalten, wenn er in der Nähe des Feuerwerks sei, erklärt Wellingtons Bürgermeisterin Jill Day gegenüber dem „New Zealand Herald“.  Man wolle vermeiden, dass der Wal dann mit Booten zusammenstößt und dabei sich selbst oder die Menschen verletzt.