Inzwischen bieten Billigflieger 30 Prozent aller Flugverbindungen von Deutschland aus an. Mit Dumping-Aktionspreisen unterbieten sich die Airlines gegenseitig, Ryanair wirbt etwa gern mal mit Kampfpreisen unter 10 Euro. „Wir bieten sogar Flüge von Berlin nach Palma de Mallorca schon ab 9,78 Euro für Reisen im August 2018 an“, so die Airline. Und in Kanada ging gerade mit Swoop eine „Ultra-Billig-Airline“ an den Start mit Preisen ab umgerechnet 32 Euro.

Welche Ticketpreise tatsächlich das Prädikat „billig“ verdienen, darüber lässt sich sicherlich streiten. Fakt ist allerdings: Die Ticketpreise der Billig-Airlines steigen, wie eine Auswertung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zeigt.

Ticketpreise der Billig-Airlines in Deutschland steigen

Die durchschnittlichen Preise für Flüge ab Deutschland lagen demnach im Frühjahr 2018 zwischen 53 und 117 Euro, wobei Wizzair am günstigsten war, Eurowings am teuersten.

Im Frühjahr 2017 lagen die Preise noch zwischen 44 und 105 Euro.

Statista-Grafik über die Ticketpreise bei Billig-Airlines in Deutschland.
Statista-Grafik über die Ticketpreise bei Billig-Airlines in Deutschland. Foto: statista

Gründe für die teureren Tickets seien steigende Ölpreise und die verstärkte Präsenz an den teuren Großflughäfen Frankfurt und Düsseldorf, so das DLR. 

Extragebühren – beim reinen Ticketpreis bleibt es nicht 

Bei diesen Durchschnittspreisen handelt es sich jedoch nur um den reinen Ticketpreis – für zusätzliche Leistungen zahlen Passagiere dann noch einmal richtig drauf. In Sachen Extragebühren sind europäische Airlines Weltmeister und haben damit allein im vergangenen Jahr etwa 16,2 Milliarden Euro verdient.

Ganz vorn mit dabei sind Ryanair und Easyjet.