Leipzig: Markkleeberger See | reisereporter.de

Wilde Romantik am Markkleeberger See

Im Tagebau Espenhain war 1996 Schluss mit der Kohleförderung. Der zum Revier zählende Markkleeberger See wurde von 1999 bis 2006 geflutet. Und bietet heute grandiose Ausblicke.

Nicht nur der Sonnenuntergang über dem Markkleeberger See mit der Getzelauer Insel im Vordergrund verspricht romantische Stunden.
Nicht nur der Sonnenuntergang über dem Markkleeberger See mit der Getzelauer Insel im Vordergrund verspricht romantische Stunden.

Foto: imago/STAR-MEDIA

Ein wenig kleiner als der Cospudener See, ein wenig rauer im Charme. Auf der einen Seite zeigt er sich städtisch mit großzügigen Villen und einer befestigten Promenade, auf der anderen Seite wildromantisch mit Wegen durch die Tagebau-Folgelandschaft, vorbei an Bisons und hinauf bis zum Aussichtspunkt Crostewitzer Höhe, von der der Blick bis zum Leipziger Völkerschlachtdenkmal reicht. Dann geht es hinunter bis in die Auenhainer Bucht. Kaum ein See im Südraum hat so viele Gesichter, so zahlreiche Möglichkeiten auf relativ kleinem Raum wie der Markkleeberger See. 

 Im Juli 2006 war der ehemalige Tagebau Espenhain nach sieben Jahren vollständig geflutet und die Landschaft wuchs in ihr zweites Leben als Tourismus- und Wassersportattraktion hinein. Im Sommer kann  man am Nordufer an den nett angelegten Stränden baden gehen, paddeln und segeln, die befestigte Seepromenade entlangflanieren, auf Inlineskates über den asphaltierten Neun-Kilometer-Rundweg sausen oder Segway fahren. Aber dieses Gewässer ist viel mehr als ein Sommersee.

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 Im Herbst, wenn der Himmel tief hängt und der See mattgrau schimmert, bummelt man an manchen Nachmittagen fast allein am schilfbewachsenen Nordostufer entlang. Die Stadt Markkleeberg, die nur einen Steinwurf entfernt liegt, könnte nicht weiter weg sein. Wer vom Parkplatz an der Seepromenade rund eine Dreiviertelstunde bis zum Kanupark oder Seepark Auenhain läuft, kann sich mit einer heißen Schokolade belohnen. Und für den Rückweg läuft man den Höhenweg, nimmt sich Zeit für die ein oder andere Infotafel des Geopfads, für die kunstvollen Skulpturen und die grandiosen Ausblicke auf das wilde Südufer, vor allem aber: für sich selbst.

 

 

Wie kommst du hin?

Mit dem Auto: Über die A 9 (Kreuz Rippachtal), weiter über die A 38 (Abfahrt Leipzig-Süd). Dann B 2, Abfahrt Markkleeberg. Richtung Markkleeberg-Ost bis zur Seepromenade. Parken: Direkt an der Promenade, 230 kostenpflichtige Stellplätze. Zum Kanupark weiter über die Wachauer- und Markkleebergstraße fahren. Parken: Auenhainer Plateau, 400 kostenpflichtige Plätze.
 
Mit der Bahn: Die Straßenbahnlinie 11 vom Leipziger Hauptbahnhof bis zur Endhaltestelle Schillerplatz in Markkleeberg (circa 30 Minuten). Von dort aus sind es 350 Meter zu Fuß über die Bornaische Straße zur Seepromenade.
 
Mit dem Fahrrad: Schöner Weg durchs Grüne: In Leipzig an einer LVB-Mobilitätsstation (Nextbike, Online-Registrierung!) ein Rad ausleihen und durch den Auwald in Richtung Wildpark fahren. Koburger Straße kreuzen und über den Pleißeradweg zum westlichen Seeufer radeln. Fahrzeit für die neun Kilometer lange Tour: rund 40 Minuten ab Leipziger City.
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Die Autorin
Evelyn ter Vehn, Online-Journalistin und Autorin, wird regelmäßig von Fernweh gepackt. Motto: Wenn die Neugier groß genug ist, gibt es eigentlich keine Enttäuschungen auf Reisen. D ... mehr
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