Reise-Tagebuch: Die „reisereporter 2018" auf der neuen „Mein Schiff 1“

„reisereporter 2018“-Tagebuch: Perfekter Abschluss

Gemeinsam mit TUI haben wir die „reisereporter 2018“ gesucht, Jane und Julia aus Kiel sicherten sich Platz 2. Nach einer Peru-Rundreise steht für sie jetzt eine Kreuzfahrt mit der „Mein Schiff 1“ an.

Julia & Jane
So viele leckere Sachen! Jane und Julia kosteten ihren letzten Tag auf See noch einmal richtig aus.
So viele leckere Sachen! Jane und Julia kosteten ihren letzten Tag auf See noch einmal richtig aus.

Foto: Menzel

Nachdem Jane und Julia (zusammen mit Plastikflamingo Heinz) im April auf Studienreise in Peru waren, geht es nun auf große Kreuzfahrt: Mit der neuen „Mein Schiff 1“ geht es über die Ostsee und durch das Baltikum bis nach Sankt Petersburg.

Für die beiden zweitplazierten „reisereporter 2018“ gab es das Reisepaket 2, dass sie mit einer Kreuzfahrt zu unserem „reisereporter Top Place“ Sankt Petersburg führte.

» Kurzsteckbrief Sankt Petersburg

  • Zweitgrößte Stadt Russlands (nach Moskau)
  • Einwohner: 4,9 Millionen
  • Fläche: 1.431 Quadratkilometer
  • Währung: russicher Rubel (1 Euro = 73,99 Rubel)
  • Beste Reisezeit: ganzjährig
Wir sind die „reisereporter 2018“.
Foto: TUI; reisereporter; freepik.com

„reisereporter 2018“-Tagebuch von der „Mein Schiff 1“

Tag 1: Leinen los auf der neuen „Mein Schiff 1“!

Der Tag heute begann mit einer Menge Vorfreude – und gleichzeitig mit einer noch größeren Menge Panik: Heinz wollte nicht mit auf Kreuzfahrt! Zu große Gefahr, sich zu verlaufen, Seekrankheit und schließlich war nicht sicher, ob nicht auch auf Kreuzfahrtschiffen Flamingos gegessen werden. Na, haben wir euch abgehängt? Dann bringt euch mit unserem Peru-Tagebucheintrag auf den neuesten Stand.

Nach getaner Überzeugungsarbeit wurde das rosa Plastiktier in den Koffer gezwängt, und so fanden wir uns gegen Nachmittag am Oststeekai in unserer Heimatstadt Kiel wieder. Wir checkten ein und legten um 19 Uhr gemeinsam mit Conchita Wurst und guter Stimmung ab. Tschüss Kiel, bis bald!

Mit an Bord auf der „Mein Schiff 1“: Conchita Wurst.
Mit an Bord auf der „Mein Schiff 1“: Conchita Wurst. Foto: Menzel

Tag 2: Die Flamingogang auf Schiffserkundung



Aus drei wurden fünf. Und die Flamingos sind in der Überzahl. Wie konnte das passieren? Ganz einfach! Da ihr nun ja alle noch einmal unseren Peru-Beitrag gelesen habt, wisst ihr sicherlich, dass Heinz sich mit Alpakadame Cloody vermählt hat. Und aus dieser Liebe entstanden die Flamingobabys Seins und Meins.

Uns bleibt nun nichts anderes übrig, als uns mit der dreifachen Anzahl an geballter pink Power auseinanderzusetzen und zu hoffen, dass der Nachwuchs nicht den Dickkopf seines Vaters geerbt hat. Bis jetzt läuft aber alles friedlich.

Aus drei wurden fünf: Jane und Julia mit Heinz und dem Nachwuchs Seins und Meins.
Aus drei wurden fünf: Jane und Julia mit Heinz und dem Nachwuchs Seins und Meins. Foto: Menzel

Nach einem ausgiebigen Frühstück erkundeten wir gemeinsam das Schiff und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Kaum zu glauben, dass sich mehrere Pools, ein Fitnessstudio, unzählige Restaurants und eine Einkaufsmeile auf einem Schiff befinden. Wir fühlten uns wie in einer anderen Welt.

Mit Pommes und Eis genossen wir den Nachmittag an einem der Pools, bevor es dann gegen Abend mit einem Cocktailkurs weiterging. Ein sehr netter Barkeeper führte uns in die Sphären des Alkoholkonsums ein, und nach dem dritten Glas konnten wir nicht mal mehr die Flamingos auseinanderhalten.

Köstlicher Cocktail!
Köstlicher Cocktail! Foto: Menzel

Wir hatten eine Menge Spaß und haben viel über Mixtechniken und Zutaten gelernt. Einer Barkeeper-Karriere steht nun also nichts mehr im Wege. Aber davon ab: Morgen geht’s auf den ersten Landgang. Wir sind gespannt.

Tag 3: Ein Hauch von Nostalgie in Klaipeda

Gegen 7 Uhr legte unser Traumschiff im Hafen von Klaipeda in Litauen an. Auf den heutigen Tag waren wir besonders gespannt: Wir wussten nämlich nicht so recht, was uns erwarten würde. Während Jane bereits Google nach bekannten Sehenswürdigkeiten durchstöberte, musste ich erst einmal über die Existenz dieser Stadt aufgeklärt werden.

Jane und Julia am Strand auf Klaipeda (Litauen).
Jane und Julia am Strand auf Klaipeda (Litauen). Foto: Menzel

Auf eigene Faust machten wir uns auf zur Kurischen Nehrung (Julia: „Kurdische Nährung, was soll das sein?“). Nicht kurdisch, sondern kurisch ist diese Nehrung ein Weltkulturerbe und erstreckt sich über einen 98 Kilometer langen Sandstrand von Litauen bis nach Russland. 

Der Wind wehte uns um die Nase und wir fühlten uns fast ein bisschen wie zu Hause. Da eine frische Brise bekanntlich hungrig macht, stärkten wir uns mit Waffeln und Eis. Weiter ging es Richtung Innenstadt. Begrüßt von einer ungewöhnlichen Tristesse, waren wir etwas verwundert und fühlten uns in die Vergangenheit zurückversetzt.

Tanzende Frauen in Klapeida.
Tanzende Frauen in Klapeida. Foto: Menzel

Wir ließen uns davon nicht beirren und tauchten tiefer in diese interessante Stadt ein. Und siehe da: Es lohnte sich wirklich! Je weiter wir gingen, desto mehr füllte sich Klaipeda mit Leben. Tanzende Frauen in bunten Gewändern lächelten uns zu, und romantische Gassen forderten uns zu einer Pause auf. So wurde plötzlich aus dieser einst so tristen Stadt ein Ort zum Wohlfühlen.

Dann ging es zurück an Bord: Wir verbrachten einen sonnigen Nachmittag am Pool und ließen den Tag mit einem guten Abendessen und einer Tanzshow ausklingen. Auf Wiedersehen, Klaipeda, du wundersamer Ort.

Tanzshow an Bord.
Tanzshow an Bord. Foto: Menzel

Tag 4: Danzig – erfrischend, bunt und vielfältig

Unser nächster Stopp führte uns an die polnische Ostsee nach Danzig. Angelegt im Hafen von Gdingen, wurden wir von einem sehr netten Taxifahrer in Empfang genommen – er sollte uns zur goldenen Stadt am Meer führen, inklusive Schlenker zum Strand Sopot.

Mit diesen Zielen im Gepäck begannen wir unsere etwa 35 Kilometer lange Fahrt. In gebrochenem Deutsch und mit sehr niedlichen Ambitionen vonseiten des Taxifahrers bekamen wir eine erste Ministadtrundfahrt und sahen von unseren Plätzen aus die Oper, die Universität und den historischen Bahnhof.

Am Hafen angekommen, sprangen wir dann voller Vorfreude aus dem Taxi und erkundeten die Stadt auf eigene Faust: frische Brise, liebevoll verzierte Häuser, polnisches Eis. Einfach großartig.

Nach einer Weile wollten dann auch Heinz’ Kinder, Meins und Seins, aus dem Rucksack hervorgeholt werden und die Schönheit der Stadt mit eigenen Augen sehen. Was sie dabei entdeckten, erklärte den Ursprung des Spitznamen Danzigs, „goldene Stadt“: Überall in den Gassen hingen unzählige Schmuckstücke aus echtem Bernstein, auf die Meins und Seins nur so flogen. Am liebsten hätten sie alles gekauft.

Meins und Seins im Bernsteinrausch.
Meins und Seins im Bernsteinrausch. Foto: Menzel

Da Flamingobabys jedoch kein Geld besitzen, musste es beim Bestaunen bleiben. Um den Trubel des bunten Treibens der Innenstadt zu entkommen und etwas Ruhe zu finden, machten wir uns auf zum Strand nach Sopot. Wir legten uns in den Sand, ließen uns die warme Sonne auf den Bauch scheinen und hörten dem Aufschlagen der Wellen am Strand zu. Herrlich!

Die Zeit verging wie im Fluge, und unser Schiff rief bereits nach uns: „Leute, es gibt Essen!“ Huch, habt ihr das auch gehört? Erholt und hungrig schwangen wir uns in das Taxi und folgten dem Ruf des Futters. Bei einer Dessertparty mit einem Roboter-DJ und Schubladen voller Macarons schwebten wir im siebten Nachtischhimmel und fielen fast auf Wolke sechs, weil wir zu viel gegessen hatten.

Sorgte für die musikalische Stimmung: Der Roboter auf der „Mein Schiff 1“.
Sorgte für die musikalische Stimmung: Der Roboter auf der „Mein Schiff 1“. Foto: Menzel

Zum Glück ist morgen ein Seetag und wir trainieren die dazugewonnenen Kalorien beim Power-Plate wieder ab. Ob wir das durchhalten? Fortsetzung folgt…

Tag 5: Alles ist möglich – ein Seetag mit vollem Programm

Obwohl wir heute wieder einen Seetag hatten und nicht von Bord konnten, war an Langeweile keine Sekunde zu denken. Die neue „Mein Schiff 1“ bietet wirklich alles, was du dir nur vorstellen kannst. Von Wellness, Unterhaltung und Kochworkshops, bis hin zum Testen von 3-D-Brillen und Dessertpartys – es ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei. 

Um unseren Tag voll und ganz auszunutzen, haben wir uns kopfüber ins Programm gestürzt! So starteten wir mit einer besonderen Trainingseinheit. Wir testeten das Power-Plate, ein spezielles und sehr intensives Vibrationstraining, welches alle Muskelgruppen in Anspruch nimmt und uns bereits nach wenigen Minuten aus der Puste brachte. 

Lecker – eine Stärkung nach dem anstrengenden Training.
Lecker – eine Stärkung nach dem anstrengenden Training. Foto: Menzel

Dafür wurden wir am Ende der Einheit aber auch mit einer vibrierenden Wadenmassage belohnt. Um nicht aus der Übung zu kommen, gönnten wir uns allerdings keine Pause, sondern setzten den sportlichen Trend gleich mit einem Kaumuskeltraining fort. ;-) Für diese spezielle Muskelgruppe wird an Bord ganz besonders intensiv gesorgt: 

Riesige Buffetrestaurants, Fünf-Gänge-Menüs oder Döner, Crêpes und Eis am Pool – wie gesagt: Es gibt wirklich alles, was das Herz begehrt. Nach einer kurzen Erholungspause am Pool packte uns erneut die Motivation, und wir meldeten uns sogar noch für einen dritten Sportkurs an. 

Nach dem anstrengenden Vormittag gönnten sich Jane und Julia erst mal ein Schläfchen auf dem Pooldeck.
Nach dem anstrengenden Vormittag gönnten sich Jane und Julia erst mal ein Schläfchen auf dem Pooldeck. Foto: Menzel

Diesmal sollte es der härteste des ganzen Schiffes sein, aber wenn schon, denn schon! Und siehe da, auch hier kamen wir lebend raus. Gut gelaunt, frisch geduscht und stolz wie Bolle wollten wir den Abend auf Balkonien ausklingen lassen. Wir tranken nichts ahnend noch ein Gläschen Wein, als wir auf einmal eine winkende Hand in der Ferne erblickten. 

Wir mussten zweimal hinschauen, bis wir erkannten, dass die Hand zur Brücke gehörte, genauer gesagt zu unserem Kapitän! Wir glauben, dass auch er uns sagen wollte, wie beeindruckt er von unserer olympiareifen Leistung des heutigen Tages war – was auch sonst?!

Tag 6: Auf Erkundungstour im wunderschönen Sankt Petersburg

Heute war der Tag der Tage: Wir ankerten in Russlands zweitgrößter Stadt und waren bereit, die Stadt zu erobern: Sankt Petersburg war fällig. Gut gelaunt, topmotiviert und mit dem größten Muskelkater unseres Lebens verließen wir schon früh morgens mit der ganzen Piraten-Flamingo-Bande das Schiff.

Doch bereits nach zehn Minuten steckte unser Bus, mit dem wir die Stadt erkunden wollten, im tiefsten Staudickicht. Es ging weder vor noch zurück. Dies war wahrscheinlich der Tatsache geschuldet, dass wir mit fünf weiteren Kreuzfahrtschiffen im Hafen bei Weitem nicht die einzigen waren, die Sankt Petersburg sehen wollten.

Und ganz nebenbei war heute auch noch das WM-Halbfinale. Vielleicht nicht die optimalen Bedingungen für eine Touri-Busfahrt. Ließen wir uns davon unsere Bombenstimmung verderben? Niemals! Nach einer knackigen Stunde Stop-and-go erreichten wir schließlich unser erstes Ziel: den Peterhof.

Der Peterhof in Sankt Petersburg – Jane und Julia waren von der ehemaligen Sommerresidenz der russischen Zaren sehr beeindruckt.
Der Peterhof in Sankt Petersburg – Jane und Julia waren von der ehemaligen Sommerresidenz der russischen Zaren sehr beeindruckt. Foto: Menzel

Der war in der Vergangenheit die Sommerresidenz der russischen Zaren und wäre mit Sicherheit auch unsere gewesen, wären wir nur einen Tick früher geboren. Wir konnten uns gar nicht sattsehen an den wunderschönen Räumen, Seidentapeten und aufwendigen Gemälden.

Wäre kein Pieper am Ausgang gewesen, hätten wir mit Sicherheit alles für unsere eigene Inneneinrichtung mitgenommen. ;-) Ohne Beute verließen wir jedoch vernünftig das Gelände und fuhren zum nächsten Stopp: Mittagessen. Wir speisten zünftig in einem traditionellen russischen Restaurant, in dem wir gleich mit einem Glas Wodka begrüßt wurden (Klischee ahoi!).

Etwas beschwipst und gestärkt ging es weiter zur Isaakskathedrale. Wir bestaunten das prunkvolle Interieur und kamen in einen regelrechten Goldrausch. Jedoch: gleiches Spiel, Pieper am Ausgang, keine Chance. Dafür erweiterten wir unseren Reichtum um ein anderes, typisch russisches Accessoire: die Matroschkas.

Matroschkas in allen Farben – Jane und Julia kauften sich einige als Souvenir.
Matroschkas in allen Farben – Jane und Julia kauften sich einige als Souvenir. Foto: Menzel

Wir deckten uns ein mit roten, blauen und goldenen Exemplaren und hatten damit doch noch vorzeigbare Souvenirs erbeutet. Zufrieden gingen wir zurück an Bord und hatten ein äußerst informatives Abendessen mit dem General Manager des Schiffes.

Zu Beginn waren wir etwas aufgeregt, wir hatten es schließlich mit der zweithöchsten Instanz unseres schwimmenden Hotels zu tun. Helmut Suess nahm uns mit seiner sympathischen Art jedoch sofort unsere Nervosität, und wir fühlten uns sehr wohl in seiner Anwesenheit.

Beim Abendessen mit General Manager Helmut Suess erfuhren Jane und Julia jede Menge Interessantes über das Leben an Bord.
Beim Abendessen mit General Manager Helmut Suess erfuhren Jane und Julia jede Menge Interessantes über das Leben an Bord. Foto: Menzel

Wir fragten ihn Löcher in den Bauch und er plauderte sogar über einige Insider-Geheimnisse und lustige Gästeerlebnisse. Wusstet ihr, dass schon einmal Leute nur aus Spaß von Bord gesprungen sind oder dass sich einige wirklich fragen, ob die Crew auch an Bord schläft? Auf so einem Kreuzfahrtschiff mit über 3.000 Gästen erlebt man offenbar so einiges. Gemeinsam ließen wir den Abend mit Obst und einem Schokobrunnen ausklingen. Besser geht’s nicht!

Obst mit Schokolade zum Nachtisch: lecker!
Obst mit Schokolade zum Nachtisch: lecker! Foto: Menzel

Tag 7: Date mit dem Kapitän, Süßigkeitenfabrik und Blutkriche – ein bunter Tag voller Highlights

Das Kapitel Sankt Petersburg war für uns noch lange nicht abgeschlossen: Heute ging es auf Entdeckungstour Nummer zwei. Doch bevor wir uns auf die Socken machten, hatten wir schon wieder ein Date der besonderen Art: Dieses Mal lud uns der Kapitän der „Mein Schiff 1“ höchstpersönlich auf seine Brücke ein.

War es unser sympathisches Auftreten, war es unser knallpinker Flamingoanhang? Man weiß es nicht. Die Freude war auf jeden Fall groß, und so stolzierten wir gespannt in das Gehirn des Schiffes. Nach mehreren Sicherheitskontrollen (die Flamingos mussten leider aufgrund ihrer kriminellen Vergangenheit draußen bleiben) waren wir drin. 

Wow! Uns umgaben unzählige Gerätschaften, Bildschirme und Knöpfe. Bevor wir unsere Münder wieder schließen konnten, stand auch schon Kapitän Tom mit ausgestreckter Hand vor uns: „Herzlich willkommen.“ Wir durften all unsere Fragen loswerden, und er zeigte uns seinen beeindruckenden Arbeitsplatz.

So viele Gerätschaften – Kapitän Tom zeigte Jane und Julia die Kommandobrücke der „Mein Schiff 1“.
So viele Gerätschaften – Kapitän Tom zeigte Jane und Julia die Kommandobrücke der „Mein Schiff 1“. Foto: Menzel

Wusstet ihr, dass auch ein Kapitän eine Menge Büroarbeit hat und einen Großteil seiner Zeit dem Beantworten von E-Mails widmet? Zudem kann es auch mal passieren, dass er das Schiff bis zu drei Monate gar nicht verlässt, weil er es zeitlich einfach nicht schafft. Für uns eine beängstigende Vorstellung, für Tom der schönste Job der Welt.

Mit all den neu gewonnen Eindrücken fanden wir uns kurze Zeit später inmitten der Fünf-Millionen-Einwohner-Metropole Sankt Petersburg wieder. Es war Zeit für Abenteuer! Wir saugten die russische Atmosphäre in uns ein, genauso wie den Inhalt von fünf verschiedenen Bonbontüten aus Sankt Petersburgs bester Süßigkeitenfabrik.

In der Süßigkeitenfabrik schauten sich Jane und Julia an, wie die Mitarbeiter dort Bonbons herstellten.
In der Süßigkeitenfabrik schauten sich Jane und Julia an, wie die Mitarbeiter dort Bonbons herstellten. Foto: Menzel

Es war toll, dass wir den heutigen Tag zur freien Verfügung hatten und uns ein ganz eigenes Bild von der Stadt machen konnten. So besuchten wir auch noch einmal die Blutkirche und ließen uns in ihren Bann ziehen. Wir fuhren mit der U-Bahn und tauchten tief in das tägliche Leben der Einheimischen ein.

Jane und Julia vor der Blutkirche im Zentrum von Sankt Petersburg.
Jane und Julia vor der Blutkirche im Zentrum von Sankt Petersburg. Foto: Menzel

Nun könnte man meinen, dass uns all diese Erlebnisse ziemlich platt gemacht haben. Um uns jedoch müde zu bekommen, benötigt es schon einiges mehr, daher beendeten wir den Tag mit einer doppelten Runde Sport: Zuerst mussten wir selbst noch einmal die Hanteln schwingen, und dann genossen wir gemeinsam mit vielen anderen Passagieren das WM-Halbfinale in der schiffseigenen Turnhalle mit Beamer und Snacks.

Tag 8: Geheimtipp Tallinn

Um ehrlich zu sein hatten wir nicht die geringste Vorstellung von der estnischen Hauptstadt, die wir heute mit unserem schwimmenden Zuhause erreichten. Wir planten sogar einen Bauch-Beine-Po-Kurs am Nachmittag auf dem Schiff ein, da wir dachten, dass wir uns ohnehin nicht so lange in Tallinn aufhalten würden. Dass wir aber mit breitem Grinsen im Gesicht und jeder Menge Tüten unter dem Arm kurz vor „Alle Mann an Bord“ zum Schiff sprinteten, hätten wir uns nicht träumen lassen.

Bereits beim Verlassen des Schiffes am Morgen wurden wir von der strahlenden Sonne begrüßt. Wir informierten uns über die beliebtesten Sehenswürdigkeiten und stießen auf ein ganz besonderes Merkmal der Stadt: Sie ist bekannt für den exorbitant großen Schokoladenhersteller Kalev. Was? Hat hier gerade jemand Schokolade gesagt? Unsere Mission stand fest. Auf unserer Suche nach der Schoki liefen wir durch wunderschöne Straßen mit den buntesten Häusern. Hammer, das soll Tallinn sein? Wir waren so begeistert, dass wir fast unsere eigentliche, süße Mission vergessen hatten. Und das will was heißen.

Jane und Julia im Schokoladenhimmel.
Jane und Julia im Schokoladenhimmel. Foto: Menzel

Im Schoki-Paradies angekommen staunten, probierten und genossen wir. Als wir den Laden verließen, waren unsere Tüten voller Kalorien und unsere gute Laune auf dem Höhepunkt. Als wir dann auch noch Zeit zum Shoppen fanden, war unser Glücksspiegel nahezu am Explodieren. Wir gönnten uns noch ein Eis (wohlverdient, shoppen ist nicht zu unterschätzen, liebe Leute!) und schlenderten durch die Gassen.

Wohin sollten wir zuerst schauen? Zu den wunderschönen Häusern, den niedlichen Cafés, zu der fast vollständig erhaltenen Stadtmauer aus dem Mittelalter oder zu der Alexander-Newski-Kathedrale, die an eine kleine Version der Blutkirche in Sankt Petersburg erinnerte? Es gab keine Ecke, die uns nicht gefiel.

Wir hätten noch stundenlang bleiben können. So viel Schönheit und Vielfalt an einem Fleck ist wirklich selten. Wir werden auf jeden Fall wiederkommen. Diese Stadt hat sich bereits nach wenigen Stunden an die Spitze unserer Top-Places in Europa gedrängt.

Tag 9: Wie bei Ikea – hej, Stockholm!



Hej hej und god morgon, Stockholm! Heute starteten wir früher als gewohnt in den Tag: Unser Wecker klingelte bereits um 6 Uhr. Warum taten wir uns so etwas an? Ganz einfach: Wir wollten das Einfahren durch die schwedischen Fjorde nicht verpassen. Und es hat sich wirklich gelohnt.

Mit verschlafenen Augen, der Bettdecke um den ganzen Körper gewickelt, einer Tasse Kaffee und einem Croissant in der Hand beobachteten wir beeindruckt das Schauspiel. Unser riesiges Schiff schob sich vorsichtig an den niedlichen, roten Schweden-Häusern vorbei.

Warm eingemummelt beobachtete Julia das Einfahren des Schiffes durch die schwedischen Fjorde.
Warm eingemummelt beobachtete Julia das Einfahren des Schiffes durch die schwedischen Fjorde. Foto: Menzel

Eineinhalb Stunden später erreichten wir dann den Hafen von Stockholm und gingen hungrig auf Zimtschnecken von Bord. Wir schnappten uns einen Stadtplan und drehten erst einmal eine Runde mit einem Hop-on-hop-off-Bus, um uns einen groben Überblick zu verschaffen.

Nachdem wir unsere Lieblingsecken von oben auserkoren hatten, machten wir uns zu Fuß auf den Weg. Wir aßen ein Eis mitten in der idyllischen Gamla stan, der Stockholmer Altstadt, shoppten Souvenirs und aßen jede Menge Zimtschnecken.

Eine schwedische Zimtschnecke – von dem leckeren Gebäck aßen Jane und Julia jede Menge in Stockholm.
Eine schwedische Zimtschnecke – von dem leckeren Gebäck aßen Jane und Julia jede Menge in Stockholm. Foto: Menzel

Wir sogen den Duft der Schnecken und die Atmosphäre der Stadt regelrecht in uns auf und genossen jede Sekunde. Von Zeit zu Zeit fühlten wir uns mit all diesen typisch schwedischen Eindrücken fast wie bei Ikea. Entspannt schlenderten wir zurück zu unserem Schiff und neutralisierten unsere heutige Dosis Süßigkeiten mit einem deftigen Abendessen.

Bevor sich der Tag dem Ende zuneigte, besuchten wir noch eine ganz besondere Show: Die Crew unseres Schiffes hatte einen Abend voller Spaß und guter Laune vorbereitet, und so wurde aus einem Barkeeper ein hervorragender Gitarrist, aus dem Zimmerpersonal beeindruckende Sänger und aus der Poolaufsicht ein leidenschaftlicher Tänzer. Mit bester Moderation des Kreuzfahrtdirektors hatten wir einen äußerst lustigen Abend.

Die Mitarbeiter des Schiffes präsentierten am Abend eine unterhaltsame Show.
Die Mitarbeiter des Schiffes präsentierten am Abend eine unterhaltsame Show. Foto: Menzel

Tag 10: Ein schöner Abschiedstag

Unser letzter Tag an Bord, morgen geht es zurück nach Hause. Das ist wirklich mehr als schade, zum Glück haben wir zu Hause eine Menge Trostschokolade. Nein, jetzt mal im Ernst: Als wir heute Morgen unsere Augen öffneten, konnten wir nicht glauben, dass dies bereits unser letzter Tag an Bord sein würde.

Wir haben die Zeit auf der neuen „Mein Schiff 1“ so sehr genossen, dass sie wie im Flug an uns vorbeigerauscht ist. Mit dieser Erkenntnis schwangen wir uns aus unseren Betten und beschlossen, den Tag noch einmal besonders zu genießen. Unser Plan für unseren letzten Tag auf See sah so aus: ein ausgiebiges Frühstück, ein entspannter Vormittag am Pool, eine Küchenführung am Nachmittag, eine erholsame Massage am Abend und eine Abschiedsshow.

Den Vormittag ihres letzten Seetages genossen Jane und Julia noch einmal mit den Flamingos im Pool.
Den Vormittag ihres letzten Seetages genossen Jane und Julia noch einmal mit den Flamingos im Pool. Foto: Menzel

Die Küchenführung hat uns richtig imponiert. Wir erhielten einen Einblick in einen Ort, an dem all die Gerichte und Genussmittel für über 3.000 Gäste zubereitet werden. Und das von mehr als 200 Mitarbeitern, die rund um die Uhr für volle Bäuche und zufriedene Gesichter sorgen.

Und dennoch war die Atmosphäre in der Großküche nahezu entspannt. Niemand rannte hektisch umher, kein Koch schrie panisch. Alles lief top organisiert ab, jeder wusste exakt, was er zu tun hatte. Das war sehr beeindruckend, wenn man bedenkt, welche Mengen an Essen dort produziert werden.

Perfektion in der Küche – bei einer Küchenführung erhielten Jane und Julia einen Einblick in die Arbeit der Köche an Bord.
Perfektion in der Küche – bei einer Küchenführung erhielten Jane und Julia einen Einblick in die Arbeit der Köche an Bord. Foto: Menzel

Als wir dann noch ein letztes Mal beim Abendessen im Restaurant saßen, sahen wir das alles plötzlich mit ganz anderen Augen. Für den perfekten Abschluss dieser Reise sorgten dann noch die Massage mit einer heißen Rolle und die Abschiedsshow mit der Vorstellung fast aller Crewmitglieder. Liebe neue „Mein Schiff 1“, wir werden dich sehr vermissen!

Der perfekte Abschluss für den letzten Tag: Am Abend genossen Jane und Julia eine Massage.
Der perfekte Abschluss für den letzten Tag: Am Abend genossen Jane und Julia eine Massage. Foto: Menzel

Dieses Tagebuch erscheint um einen Tag zeitversetzt. Letztes Update: 15. Juli.

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