Berlin: 16 Insider-Tipps | reisereporter.de

Typisch Berlin

Arm aber sexy. Auch wenn der Ex-Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit nicht mehr im Amt ist: Nichts bringt seine Kurzbeschreibung der Hauptstadt mehr auf den Punkt als diese drei Worte.

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Das Berliner Kindl ist typisch Berlin.

Foto: imago/Jürgen Ritter

1. Hausnummern

Wer in Berlin nach einer bestimmten Adresse sucht, kann auch schon mal gerne in die falsche Richtung und sich den Wolf laufen. Die meisten Straßen sind nämlich – im Gegensatz zu den meisten anderen deutschen Städten – noch nach dem alten Hufeisensystem nummeriert.

Das heißt, die Nummerierung beginnt beim ersten Haus auf der rechten Straßenseite und wird bis zum letzten Haus auf der linken Seite fortlaufend weitergeführt – gleich der Form eines Hufeisens also. Dieses System gilt für alle Straßen, die noch von den „Alten Preußen“ angelegt wurden, so z.B. auch für den Kurfürstendamm. Erst ab 1929 wurde in Berlin für neue Straßen und Stadtviertel das System der wechselseitigen Nummerierung eingeführt, so wie wir es in Deutschland gewohnt sind. Also mit den geraden Hausnummern auf der rechten Straßenseite und den ungeraden auf der linken.

Tipp: Unter jedem Straßenschild in Berlin sind meist auch die auf- bzw. absteigenden Hausnummern bis zur nächsten Straßenecke angezeigt.

 

2. Die gute alte Pension

Besonders in Charlottenburg und rund um den Kurfürstendamm gibt es sie noch: die klassischen Pensionen oder Fremdenzimmer, in denen früher Reisende abstiegen, die sich den Luxus eines Hotels nicht leisten konnten oder wollten: Möblierte Zimmer in einer typischen Berliner Altbauwohnung, das Gemeinschafts-Bad am Ende des Flurs – oft geführt von Krieger-Witwen, die ihre schmale Rente mit Untervermietung aufbesserten. Quasi das Airbnb der 1920er Jahre.
 
Die meisten Pensionen heute werden professionell betrieben. Die Zimmer sind inzwischen mit einer Duschkabine nachgerüstet. Die Toilette kann aber durchaus noch auf dem Flur liegen. Und einen Fahrstuhl in den dritten Stock gibt es vielleicht auch nicht. Dafür knarren die Holzdielen genauso wie früher, und auch das eine oder andere Möbelstück hat die Zeit überlebt.
 
Wer einmal eintauchen möchte in das Flair und den Charme der Goldenen Zwanziger, dem sei z.B. die Hotel-Pension Funk unweit des Ku-Damms, empfohlen. Alle 14 Zimmer der ehemaligen Wohnung der dänischen Stummfilmdiva Asta Nielsen sind noch individuell ausgestattet im originalen Interieur des Jugendstils oder der Belle Époque. Die Einrichtung, die Betten, die Schränke, die Kronleuchter an den vier Meter hohen Decken oder die rotsamtene Recamiére am Eingang des Frühstückssalons – in dieser Kulisse ließen sich auch schon Top-Modells wie Claudia Schiffer oder Kate Moss fotografieren.
 
Hotel-Pension Funk | Fasanenstraße 69, 10719 Berlin | Telefon: 030/8827193
 
Lese-Tipp: Viele alte Pensionen Berlins waren auch Schnittpunkte, wo sich die Lebensläufe unterschiedlichster Menschen kreuzten. Hier lebte manchmal über Monate und Jahre der aus der Bahn geworfene Gutsherr mit der Tingeltangel-Tänzerin zusammen, der verbitterte Weltkrieg Eins-Offizier mit dem brotlosen Künstler. So auch der britische Schriftsteller Christopher Isherwood, der in Berlin bis zur Machtergreifung Hitlers sein Schwulsein auslebte. Sein autobiografisches Buch „Berlin Stories“ fängt dieses Leben ein - und war die literarische Vorlage für den weltberühmten Film Cabaret mit Liza Minelli in der Hauptrolle. 

3. Freiraum für Träumer

Ein Hinterhof in Kreuzberg. 19 Treppenstufen führen hinunter in einen etwas muffig riechenden schummrigen Keller. Vor einem zerschlissenen Vorhang tigert ein kleiner alter verhutzelter Mann auf und ab. Zündet da eine Kerze an, rückt da Piccolos mit Rotkäppchen-Sekt in Reih und Glied und schaut ständig auf den alten Analog-Wecker neben dem Holzkasten mit dem Wechselgeld drin. Adolfo Assor ist Kartenabreißer und Regisseur in einem, Beleuchter wie Dramaturg, Requisiteur wie Schauspieler. Er ist sein eigenes Ein-Mann-Theater. Und hinter den Vorhang geht's erst um 20.30 Uhr. Keine Minute früher und keine Minute später.

15 Besucher sind an diesem Abend gekommen. Damit sind fast alle Klappstühle in dem Kellertheater besetzt. Und jeder Besucher, der zum ersten Mal hier ist, fragt sich: Was soll das denn nun werden? Um es vorweg zu nehmen: ganz großes Theater! Der „Brief an den Vater“ von Franz Kafka. Ein Monolog von unglaublicher Intensität zwischen verzehrender Liebe und verzweifeltem Hass, gespielt mit so viel Inbrunst, dass die Zuschauer nach über einer Stunde erst einmal inne halten und schweigen. Quälende Sekunden für den alten Mann, bis sein Gesicht endlich erlöst wird durch lang anhaltenden Beifall.

Adolfo Assor stammt aus Chile. 1986 kam er nach Berlin. Zwei Jahre später gründete er sein „Garn-Theater“, so benannt, weil sich seine erste Spielstätte in einer Änderungsschneiderei in Neukölln befand. Den Kafka hat er inzwischen schon über 500 mal gespielt. "Der Traum eines lächerlichen Menschen" von Dostojewskij gar schon 700mal. Ein wahrhaft Besessener, der auch mit 71 Jahren immer noch seinen Traum vom Theater lebt.

So wie viele andere Träumer, denen du in Berlin auf Schritt und Tritt begegnest. Vom Singer-Songwriter mit seiner Gitarre in der U-Bahnstation bis zum Jongleur zwischen zwei Ampelphasen an einer belebten Kreuzung, vom Filmemacher bis zum Startup-Gründer. Berlin hat schon immer Platz auch für „Verrückte“ gehabt.

Garn-Theater | Katzbachstraße 19, 10965 Berlin | Telefon: 030/78951346 | Eintritt: 11 Euro 

 

4. Die Unisex-Toilette

Wo geht`s hier bitte zur Herrentoilette? Wo kann denn Frau mal? Wundere dich nicht, wenn du in einem Berliner Lokal vergeblich nach den entsprechenden Hinweisschildern suchst. Entweder ist der Laden, in dem du dich befindest so klein, dass er wirklich nur eine Toilette für Männlein und Weiblein hat – oder schon wieder so posh und hip, dass er dem Trend zur Unisex-Toilette folgt, die kein Urinal mehr kennt. Dafür steht nun beim Händewaschen plötzlich eine Dame mit dir vorm Spiegel, die sich die Lippen nachzieht. 

 

5. Schmuddel-Look

Löcher im Schuh, zerfranste Hosenbeine, ausgeleiertes T-Shirt, fleckenübersäte Baseball-Cap. Das ist gewollt: Viele dieser „Schmuddel“-Typen haben genau auf diesen Schmuddel-Chic viel Zeit und Mühe verwendet und kaufen ihre Klamotten vorzugsweise in Retro-Boutiquen, Second-Hand-Shops oder gleich auf dem Flohmarkt. Den feinen Unterschied zwischen wirklich arm und bewusster Selbstinszenierung zu erkennen, ist oft schwer. Das geübte Auge dafür haben die Türsteher der angesagten Clubs.  

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6. Weg-Bier und Cornern

In der linken Hand das Handy – in der rechten die Flasche Bier. In Berlin ist das so normal wie anderenorts ein Coffee to go, hat sogar seinen eigenen Namen: das Weg-Bier. Der erste Schluck aus der Pulle. Entweder schon auf dem Weg von der Arbeit in den Feierabend oder zum „Vorglühen“ auf dem Weg in den Club.

Besonders für viele junge Amerikaner, bei denen zuhause das Trinken auf der Straße bei Strafe verboten ist, ist das Weg-Bier der Inbegriff von nicht gekannter Freiheit. Und so siehst du sie überall am Ufer von Spree und Havel, in den Parks, auf Brücken oder in Gruppen auf dem Bürgersteig sitzend und den Sonnenuntergang genießend.

Party im Freien ist so angesagt, dass es dafür schon ein eigenes Wort gibt: Das „Cornern“ – vom englischen Wort corner, also Ecke. Manche Straßen und Ecken sind inzwischen schon angesagter als jede Bar. Schlimm wird es allerdings, wenn – vor allem am Wochenende – Horden von Sauftouristen sich im Supermarkt mit Paletten voller Dosenbier beladen und grölend in die Straßen der Szeneviertel einfallen.  

 

Drinking beer on the street #wegbier #berlin

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7. Petit Fours und Drogen

In kaum einer anderen Stadt prallen Gegensätze so hautnah auf einander wie in Berlin. Ein Beispiel dafür ist der Salon Sucré in Kreuzberg. Besonders am Wochenende parken vor der kleinen Patisserie Nobelkarossen Stoßstange an Stoßstange. Hier gibt sich die feinste Gesellschaft die Klinke in Hand, um sich mit erlesenen französischen Törtchen und Petit Fours für den Sonntagskaffee einzudecken. Nur einen Steinwurf entfernt vom Görlitzer Park, einer der schlimmsten Drogen-Brennpunkte der Stadt. Berlin: Das Gute und Schlechte liegen oft ganz nah beieinander. Aber gerade das macht mit das Flair und die Faszination dieser Stadt aus.

Salon Sucré | Görlitzer Straße 32a, Berlin-Kreuzberg 

 

8. Hauptstadt der Zocker

Grelle Neon-Reklame, blinkende Versprechen des Glücks. In manchen Straßen Berlins, besonders in Neukölln, Wedding oder Moabit, gibt es bereits mehr Spielhallen als Geschäfte. In ganz Berlin bereits etwa 540. Und jeden Tag wandern rund 500.000 Euro in über 6.600 Automaten. Darunter in einer Nacht auch so manches Hartz-IV-Geld für einen Monat. Mit dem bundesweit schärfsten Gesetz zur Regulierung legaler Zockerbuden versucht die Stadt nun gegenzusteuern. Mit deutlich höherer Besteuerung der Betreibergewinne, dem Verbot auffälliger Reklame sowie der Abgabe kostenloser Getränke. Außerdem muss zukünftig zwischen zwei Spielhallen ein Mindestabstand von 500 Metern herrschen. Für die Stadt sind die Spielhallen trotzdem ein einträgliches Geschäft. Sie kassiert jährlich rund 40 Millionen Vergnügungssteuer.

Tipp: In Berlin gibt es zwei staatlich konzessionierte Spielbanken, wie es sie zum Beispiel auch in Baden-Baden gibt. Hier kannst du dein Glück nicht nur am Automaten sondern auch am Roulette-Tisch riskieren. Oder beim Black Jack oder beim Poker:

Spielbank Berlin am Potsdamer Platz | Marlene-Dietrich-Platz 1, 10785 Berlin | Telefon 030/255990 | Täglich von 11 Uhr bis 5 Uhr | Eintritt 2,50 Euro
 
Spielbank Berlin am Fernsehturm | Panoramastraße 1a, 10785 Berlin | Telefon 030/20630990 | Täglich von 11 Uhr bis 3 Uhr | Eintritt frei 

9. Babylon U-Bahn

Klar. Die da vorne sprechen englisch. Und die hinter mir französisch. In der Sitzreihe daneben, das müssten Spanier sein. Aber welche Sprache sprechen die beiden Mädchen, die gerade eingestiegen sind? Polnisch oder doch russisch? Oder ist das schwedisch? In einer Berliner U-Bahn hörst du so ziemlich jede Sprache der Welt.

Nur deutsch nicht – es sei denn schwäbisch, bayrisch oder Schwyzer Deutsch. Was natürlich daran liegt, dass die U-Bahn das mit Abstand beliebteste Beförderungsmittel für Touristen ist. Aber auch daran, dass der Berliner seine Ruhe haben will, wenn er in der U-Bahn sitzt. Denn entweder ist er auf dem Weg zur Arbeit – oder erschöpft von des Tages Müh und Plage auf dem Weg nach Hause. 

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10. Berliner Schnauze

Vorlaut, unverblümt, ruppig, manchmal schon unter der Gürtellinie – und das ganze gepaart mit einem Schuss derbem Humor. Der „Berlina redet Klartext, wie ihm die Schnauze jewachsen iss, wa?“. Und Honig ums Maul schmieren ist ihm so fremd wie ein Handkuss. Trotzdem trägt er sein Herz in der Regel auf dem rechten Fleck.

Besonders berühmt für ihre Berliner Schnauze waren einmal die Berliner Taxi-Fahrer. Sind sie eigentlich immer noch. Sie müssen nur das selten gewordene Glück haben, zu einem in die „Droschke“ zu steigen. Hinterm Steuer sitzen in Berlin heute in der Mehrzahl Fahrer mit Immigrations-Hintergrund.

Tipp: Icke, dette, kieke mal. Einen Schnellkurs im Berliner Dialekt kannst du hier machen. 

 

11. Der „Späti“

Was dem Kölner sein „Büdchen“ und dem Frankfurter sein „Wasserhäuschen“, ist dem Berliner sein „Späti“, eine „Spätverkaufsstelle“, die auch außerhalb der Ladenöffnungszeiten offen hat. Ein Kiosk, in dem alles zu finden ist, was der Mensch nachts so brauchen könnte. Von Zigaretten über Getränke bis hin zur Dose Ravioli. „Spätis“ findest du in Berlin nahezu an jeder Ecke.

Tipp: Deinen nächsten „Späti“ findest du auch hier

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12. Die Kiez-Kneipe

Es werden zwar immer weniger, aber es gibt sie noch: Die kleine Eck-Kneipe, den täglichen Treffpunkt der Nachbarschaft. Hier ist die Molle (ein Glas Bier) noch erschwinglich, aus verstaubten Lautsprechern dudeln alte Schlager, und der Gast hinten in der Ecke wohnt eine Etage drüber und hat noch oder schon den Bademantel an.

Kiez-Kneipe nennt der Berliner dieses Refugium der kleinen Leute. Hier kennt jeder jeden schon sein Leben lang, und manche Wirtin hat längst ihren Mann überlebt. Wenn du das wirkliche Berlin und seine Menschen kennen lernen willst, trau dich ruhig einmal hinein in eine dieser Kiez-Kneipen. Auch wenn du dich durch Schwaden voller Zigarettenqualm kämpfen musst und du vielleicht erst einmal kritisch gemustert wirst. Und wenn du mit dem einen oder anderen Stammgast sogar ins Gespräch kommst, kannst du vielleicht eine Überraschung erleben: Der Typ im Bademantel war vielleicht einmal Professor und hat an der Universität russische Literaturgeschichte gelehrt.

Tipp: Das Holsten-Eck, an der Ecke Zossener Straße/Gneisenaustraße in Kreuzberg. Oder nur ein paar Meter weiter das „Backbord“ in Kreuzberg, Gneisenaustraße 80. Hier gibt es sogar einen kleinen Biergarten. Und Fußball wird dort auch übertragen. Die besten Kiez-Kneipen findest du hier

 

13. Berliner Weisse

Wenn der Berliner im Biergarten sitzt, bestellt er sich gern eine Weisse. Ein spritziges obergäriges Bier, das mit einer Mischung aus Weizen- und Gerstenmalz gebraut wird, aber nicht zu verwechseln ist mit einem bayerischen Weißbier. Pur schmeckt die Berliner Weisse leicht säuerlich, sie wird deswegen gern mit einem Schuss Himbeer- oder Waldmeistersirup getrunken.

Berliner Weisse „rot” oder „grün” ist vor allem im Sommer beliebt, denn sie ist spritzig, erfrischend und lässt sich wunderbar durch einen Strohhalm genießen. Das typische Glas ist ein breiter Kelch mit Fuß, in den zuerst der Sirup kommt. Danach wird mit Schwung eine halbe Flasche Weisse eingegossen und der Rest langsam nachgeschenkt. So entsteht die feste cremige Schaumkrone. 

 

14. Straßenmärkte

Irgendwo ist immer Markt in Berlin. Egal an welchem Wochentag. Doch Märkte in Berlin sind nicht nur Obst und Gemüse, Kartoffeln und Salat (zunehmend Bio oder aus regionalem Anbau). Hier steht auch der Buchhändler mit seinem Antiquariat neben dem Inder mit seinen Pashmina-Schals. Oder der Grieche mit dem Olivenöl aus seiner Heimat neben dem Russen, der immer noch die gute alte Glühbirne im Angebot hat – aus Beständen in der Ukraine.

Ein besonderes Markterlebnis ist der Besuch eines der vielen türkischen Märkte zum Beispiel am Maybachufer des Landwehrkanals (U-Bahn Station Schönleinstraße). Hier gibt es neben Bergen von Tomaten, Auberginen oder Paprika den Dreier-Pack Socken für zwei Euro oder noch billiger, Schuhe, Haushaltswaren und Stoffe in allen erdenklichen Mustern – eben alles, was die fleißige türkische Mama für die Familie braucht.

Tipp: Alle Berlin-Märkte auf einen Blick findest du hier

 

15. Currywurst und Döner (?)

Wer die Currywurst erfunden hat, darüber streiten sich noch immer die Geister. Gängige Meinung ist inzwischen, dass es die Gastronomin Herta Heuwer war, die 1949 einen Imbissstand an der Ecke Kant-/Kaiser-Friedrichstraße in Berlin-Charlottenburg betrieb und erstmals ihren Gästen zur Bratwurst die typische Currywurst-Sauce reichte. Egal.

Unbestritten ist, dass die Currywurst von Berlin aus ihren Siegeszug durch ganz Deutschland antrat – und in Berlin selbst aber seit einiger Zeit auf dem Rückzug ist. Besonders am Abend, wenn die klassische Imbissbude schon geschlossen hat, ist es manchmal gar nicht so einfach, noch eine Currywurst zu kriegen. Im Gegensatz zum Döner, den du nahezu an jeder Ecke kriegst. Nur: Wo gibt es den besten?

In den sozialen Netzwerken wird diese Frage mindestens so oft und leidenschaftlich diskutiert wie die Mannschaftsaufstellung von Hertha BSC für das nächste Bundesligaspiel. Ob dahinter geschicktes Marketing steckt oder ehrliche Überzeugung, ist oft schwer zu durchschauen. Wenn aber Schlange stehen der Gradmesser für den besten Döner ist, führt unangefochten Mustafa`s Kebap am Mehringdamm 32. Schon zur Mittagszeit ist die Schlange oft über 30 Meter lang oder noch länger. Und selbst nach Mitternacht reißt sie oft nicht ab.

Tipp: Berlin hat sogar ein eigens Currywurst-Museum in der Schützenstraße 70 in Berlin Mitte. 

mmm so fascinating learning about different kinds of sausages #demure

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16. Veganer Sex-Shop

Mode, Musik, Lifestyle – alles, was trendy ist (oder gerade wird), ist am schnellsten in Berlin zu besichtigen. Kein Wunder also, dass gerade hier fast täglich ein neues veganes Restaurant eröffnet. Weil Berlin aber auch immer zu Extremen neigt – wird auch hier die neue vegane Bewegung auf die Spitze getrieben. So gibt es in Kreuzberg sogar den veganen Sex-Shop „Other Nature“. Kondome, Gleitmittel, Vibratoren und Dildos garantiert ohne tierische Zusatzstoffe. Und wer es auf die etwas härtere Art mag: Auch die Peitschen in diesem Sex-Shop sind nicht aus Leder – sondern aus Fahrradschläuchen gefertigt.

Other Nature | Mehringdamm 79 | 10965 Berlin 

 

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