Phu Quoc: Rollertour über die Insel der Traumstrände | reisereporter.de

Phu Quoc: Rollertour über die Insel der Traumstrände

Phu Quoc ist Vietnams größte Insel und für zwei Sachen bekannt: Die Phu-Quoc-Fischsoße und ihren Pfeffer. Du solltest aber unbedingt auch eine Rollertour zu den Stränden der Insel machen.

Mit etwas Glück sind Reisende ganz allein am Vung Bau Beach.
Mit etwas Glück sind Reisende ganz allein am Vung Bau Beach, einem Traumstrand von Phu Quoc.

Foto: Nadine Wolter

Unter Reisenden ist Phu Quoc schon lange kein Geheimtipp mehr, überall auf der Insel entstehen neue Hotelbunker, der Markt in Duong Dong, der größten Stadt der Insel, ist komplett auf Touristen ausgerichtet, und erste Strände sind bereits vermüllt. Ein paar schöne und abgelegene Plätze auf Phu Quoc gibt es trotzdem noch.

Phu Quocs Traumstrände erreichst du mit dem Roller

Wer die schönen und abgelegenen Plätze erreichen will, sollte zu einem Roller greifen. Die Anmietung bietet sich auf der Insel ohnehin an – im Vergleich zu Saigon ist der Verkehr auf Phu Quoc gemütlich. Auch sich ernsthaft zu verfahren ist unmöglich; dafür besitzt die Insel zu wenige Straßen.

Der erste Stopp der Tour führt dich zu einem Strand der Insel, an dem du merkt, dass du irgendwie zu spät gekommen bist.

Sao Beach

Der Sao Beach liegt auf der Ostseite der Insel. Bis zur Mittagszeit scheint die Sonne direkt auf den Strand, der vor einigen Jahren bestimmt einmal einer der schönsten der Insel war.

Auch heute säumen Palmen den weiten Sandstrand, der im Süden eine leichte Kurve macht, und lassen ihn wie ein Postermotiv aussehen. 

Der Sao Beach liegt auf der Ostseite der Insel.
Der Sao Beach liegt auf der Ostseite der Insel. Foto: Nadine Wolter

Das allerdings zieht Menschen an, sodass du am Sao Beach nicht nur von Spaziergängen und fotowütigen Instagram-Travellern umgeben bist, sondern auch von einigermaßen viel Müll, den einige Gäste hier hinterlassen haben.

Auch das typische Fotomotiv des Strandes, das du auf Instagram unter dem Hashtag #saobeach findest, ist in der Realität weitaus weniger idyllisch.

Zwar hängen wirklich zwei Schaukeln an Palmen knapp über dem Wasser, allerdings verlangen einheimische selbst ernannte Schaukelbetreiber für diese bisweilen gern eine Schaukelpauschale von den Touristen.

Und sind die Schaukelbetreiber einmal nicht da, bilden sich hier schnell kleine Schlangen von Menschen, die alle ein Foto mit dem Motiv machen wollen. Auf diesem schwingen sie dann hin und her am Sao Beach, während ein halbes Dutzend Augenpaare aus der Schlange sie ungeduldig beobachtet.

Am nächsten Strandabschnitt der Tour wird es ruhiger, das kündigt schon die Anfahrt durch die dicht bewachsenen grünen Hügel und über buckelige rote Sandstraßen an. Das Ziel liegt in einer Bucht im Norden der Insel.

Der Weg zum Star Fish Beach führt Reisende über buckelige rote Sandstraßen durch dicht bewachsene grüne Hügel.
Der Weg zum Star Fish Beach führt Reisende über buckelige rote Sandstraßen durch dicht bewachsene grüne Hügel. Foto: Nadine Wolter

Star Fish Beach

Auf Vietnamesisch heißen die Strände Rach Vem und Rach Tram. Touristen fassen sie meist unter dem Begriff Star Fish Beach zusammen, weil auf dem gesamten Strandabschnitt immer wieder orangerote, handgroße Seesterne liegen.

Die orangeroten, handgroßen Seesterne – die immer wieder auf dem gesamten Strandabschnitt liegen – sind die Namensgeber des Star Fish Beach.
Die Seesterne sind die Namensgeber des Star Fish Beach. Foto: Nadine Wolter

An keinem anderen Strand auf Phu Quoc ist das Wasser bei gutem Wetter so türkis wie hier. An einigen Stellen schimmert der weiße Sand durch das Meer an dem flachen Strandabschnitt hindurch.

Es gibt nirgends Liegen oder Geschäfte, dafür ziehen zuweilen hölzerne Fischerboote auf dem Wasser vorbei. Noch ist der Star Fish Beach nur umgeben von Fischerdörfern und dichtem Regenwald. Seine Friedlichkeit dürfte sich der Strand nicht mehr allzu lange erhalten können, in seiner Umgebung werden bereits die ersten großen Hotelkomplexe gebaut.

An keinem anderen Strand auf Phu Quoc ist das Wasser bei gutem Wetter so türkis wie am Star Fish Beach im Norden der Insel.
An keinem anderen Strand auf Phu Quoc ist das Wasser bei gutem Wetter so türkis wie am Star Fish Beach im Norden der Insel. Foto: Nadine Wolter

Noch ungestörter als am Star Fish Beach bist du an einem Strand im Westen der Insel. Vom Norden aus fährst du vorbei an meterhohen Pfefferpflanzen, die auf Plantagen wachsen und deren Körner am Straßenrand in der Sonne trocken, in Richtung Küste.

Auch hier machen Schlaglöcher in den unbefestigten Sandstraßen die letzten Kilometer der Anfahrt etwas unbequem. Andererseits bedeutet dies, dass die Wege zum Strand noch nicht ausgebaut sind – und das verspricht wiederum, dass dieser leer sein wird.

Vung Bau Beach

Tatsächlich bist du mit etwas Glück manchmal ganz allein am Vung Bau Beach. Mehr als ein Dutzend Menschen liegen hier selten im Sand. An der südlichen Hälfte des Strandes befinden sich außerdem, nicht weit vom Ufer entfernt und geschützt von Felsen, einige Korallenriffe. 

Mit etwas Glück sind Reisende ganz allein am Vung Bau Beach.
Mit etwas Glück sind Reisende ganz allein am Vung Bau Beach, einem Traumstrand von Phu Quoc. Foto: Nadine Wolter

Wer Taucherbrille und Schnorchel mitgebracht hat, kann deren Bewohner ganz unkompliziert beobachten und sich danach am Strand in der Sonne wieder aufwärmen.

Vom Vung Bau Beach dauert es nur etwa eine Viertelstunde bis zum nächsten und letzten Strand der Tour. Vorbei an einem Dorf auf Stelzen fährst du zum Ong Lang Beach.

Ong Lang Beach

In dessen Umgebung haben sich viele Hotels und Restaurants angesiedelt, ähnlich wie der Sao Beach ist auch Ong Lang keineswegs mehr ein Geheimtipp. Im Gegensatz zu seinem palmengesäumten Zwilling im Osten ist der Ong Lang Beach allerdings sauber.

Auf dem Weg vom Vung Bau Beach zum Ong Lang Beach passiert man ein kleines Dorf auf Stelzen.
Auf dem Weg vom Vung Bau Beach zum Ong Lang Beach passiert man ein kleines Dorf auf Stelzen. Foto: Nadine Wolter

Der Sand ist hier eher goldfarben als weiß. Tagsüber findest du unter den Palmen meist ein schattiges Plätzchen und kannst dir von Verkäufern für wenige vietnamesische Dong frische Mango, Ananas oder Papaya aufschneiden lassen.

Am Abend wird es etwas voller am Ong Lang Beach. Der Strand ist einer der wenigen in Vietnam, an dem man die Sonne im Meer untergehen sehen kann. Das warme Wasser lädt auch dann noch zum Baden sein.

Wer keine Lust aufs Schwimmen hat, genießt das Ende des Tages in der Strandbar des angrenzenden Coco Palm Beach Resorts – mit einem kühlen Saigon Beer in der Hand und der roten Sonne im Blick.

Der Ong Lang Beach ist keineswegs ein Geheimtipp.
Der Ong Lang Beach ist keineswegs ein Geheimtipp. Foto: Nadine Wolter

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