Sie trieb eine ganze Nacht lang auf einer bunten Luftmatratze in Eisstilform im Mittelmeer – 21 Stunden lang! Gefunden wurde sie von einem Flugzeug der europäischen Grenzagentur Frontex, wie durch ein Wunder hatte die 55-jährige Russin überlebt.

Olga Kuldo hatte mit ihrem Mann und ihrer Tochter einen Badeurlaub in Rethymno auf Kreta verbracht. Am Nachmittag ging sie zur Abkühlung allein an der Nordküste der griechischen Insel mit ihrer Luftmatratze ins Wasser. Und dort begann der Albtraum: Sie geriet in eine starke Strömung und wurde ins offene Meer abgetrieben. 

Frontex entdeckt die Frau auf der Luftmatratze im Mittelmeer

Als sie nicht zurückkehrte, alarmierte ihre Familie die Küstenwache. Doch die direkt eingeleitete Suche mit Jetski und Booten blieb am vergangenen Mittwoch bis zum Einbruch der Nacht erfolglos.

Erst am nächsten Morgen entdeckte ein Flugzeug der europäischen Grenzagentur Frontex, das Ausschau hielt nach Flüchtlingsbooten, die Frau. Sie klammerte sich an ihre Luftmatratze, die die Form eines Eises am Stil hatte.

Der Moment der Rettung: Die Küstenwache brachte die Frau zurück an Land.
Der Moment der Rettung: Die Küstenwache brachte die Frau zurück an Land. Foto: Frontex, Slovak border police

Frontex teilte dem reisereporter mit: „Um 10.40 Uhr hat ein slowakisches Patrouillenflugzeug die verschwundene Person lokalisiert, auf einer Luftmatratze treibend neun nautische Meilen von Rethymno entfernt und eine nautische Meile vor der Küste von Lavris.“ Eine nautische Meile sind 1,85 Kilometer – die 55-Jährige war also mehr als 16 Kilometer getrieben.

Die griechische Küstenwache rettete die Frau schließlich aus dem Wasser und brachte sie zurück an Land.

Horrornacht auf der Luftmatratze: Die Russin überlebt stark unterkühlt

Wie durch ein Wunder überlebte die Ärztin aus der Nähe von Moskau die Nacht – völlig unterkühlt und mit Verbrennungen durch die Sonne. Sie musste mit Herzproblemen ins Krankenhaus gebracht werden.

Ihre Tochter Yulia postete nach der Rettung auf Facebook: „21 Stunden, verdammt noch mal. Ich werde mich immer an diesen Tag erinnern. Ein Wunder ist geschehen.“