Die 10 besten Sehenswürdigkeiten auf Usedom | reisereporter.de

Die 10 besten Sehenswürdigkeiten auf Usedom

Sehenswürdigkeiten über Sehenswürdigkeiten: Usedom bietet ein ganzes Füllhorn. Wir haben für dich eine super Mischung gefunden und die Plätze eins bis zehn der schönsten Sehenswürdigkeiten Usedoms besetzt.

Rainer L. Hein
Usedom ist voller Abenteuer und Entdeckungen. Die Seebrücke in Heringsdorf gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten.
Usedom ist voller Abenteuer und Entdeckungen. Die Seebrücke in Heringsdorf gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Insel.

Foto: pixabay

1. Die Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin

Zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten auf Usedom gehören die drei Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin mit ihren wunderschönen Gründerzeitvillen. Hier lohnt sich ein ausgedehnter Spaziergang. Ende des 19. Jahrhunderts hatten sich die Orte zu mondänen Urlaubszentren der wohlhabenden Bürger und Adligen aus Berlin entwickelt.

Prächtige Villen mit weißen Fassaden reihen sich noch heute an der Strandpromenade und in den Straßen der Ortszentren aneinander. Zu den Wahrzeichen der Ostseebäder gehören die Seebrücken in Ahlbeck und Heringsdorf, wobei die Ahlbecker – im Jahr 1898 eröffnet – das älteste Bauwerk dieser Art in Deutschland ist.

Die Ahlbecker Seebrücke wurde 1898 eröffnet und ist das älteste Bauwerk dieser Art in Deutschland.
Die Ahlbecker Seebrücke wurde 1898 eröffnet und ist das älteste Bauwerk dieser Art in Deutschland. Foto: pixabay

2. Die Bernsteinbäder der Insel

Die Bernsteinbäder sind quasi der Gegenentwurf zu den exklusiven Kaiserbädern. Ückeritz, Kölpinsee, Koserow und Zempin reihen sich an der schmalsten Stelle der Ostseeinsel aneinander. Reetgedeckte Häuser dominieren in den Ortszentren und am Strand liegen die Boote der einheimischen Fischer.

Bis zu 30 Meter breit ist der feinsandige Strand an diesen Orten. Ein Relikt aus dem 19. Jahrhundert sind die Salzhütten in Koserow, in denen früher Fisch in großen Salzfässern konserviert wurde. 

3. Der Feininger Radweg

Der Feininger Radweg mit seinen 56 Kilometern ist eine Art Klammer für viele Sehenswürdigkeiten der Insel. Er führt an zahlreichen Sehenswürdigkeiten vorbei, darunter die Pudagler Mühle, der Schmollensee oder die Erinnerungsstätte Golm sind nur einige Punkte. Und du passierst 40 Motive, die der Maler Lyonel Feininger in seinen Gemälden, Grafiken und Aquarellen verewigt hat.

Ausdauernde Radfahrer spulen die 56 Kiloemter lange Strecke an einem Tag ab. Ein optimaler Startpunkt ist das Wasserschloss Mellenthin. Über Neppermin geht es an die Ostseeküste mit den Kaiserbädern. Kurz vor der polnischen Grenze dreht man ab in das Inselinnere und folgt dem Feininger Radweg über Zirchow, Korswandt und Gothen zurück zum Ausgangspunkt in Mellenthin.

4. Flugzeuge zum Anfassen

Der Flughafen Heringsdorf bietet mit der Erlebnisausstellung im Hangar 10 eine Attraktion der besonderen Art. In diesem Teil des Flughafengeländes befindet sich eine einzigartige Ausstellung rund um die Fliegerei. Kernstück ist eine Sammlung historischer Flugzeuge, die nach einer aufwendigen Restaurierung ausgestellt werden.

Unter den voll funktions- und flugfähigen Exponaten befinden sich britische, amerikanische, russische und deutsche Jagdflugzeuge und Aufklärer. Das alles ist ein Ausflug in die Fluggeschichte. Zu bewundern sind Jagdflugzeuge der Marke Messerschmitt, eine Boeing-Stearman und Maschinen des britischen Herstellers Spitfire.

Die meisten Flugzeuge kamen im Zweiten Weltkrieg zum Einsatz und besitzen eine eigene Geschichte, die auf den zugehörigen Schautafeln erzählt wird. Dazu gibt es eine Indoor-Spielewelt. Auf Anfrage kannst du mit einem historischen Flugzeug abheben.

5. Auf Tauchgang in Zinnowitz

Die Tauchgondel Zinnowitz befindet sich am Endpunkt der 315 Meter langen Seebrücke. Im Jahr 2006 wurde sie als erste Tauchgondel dieser Art weltweit in Betrieb genommen. Das Ostseebad Zinnowitz gewann durch diesen Touristenmagneten zusätzlich an Attraktivität.

Die Tauchgondel ist an einem Metallpfeiler befestigt, der etwa zehn Meter tief in den Grund der Ostsee gerammt wurde, um der Konstruktion die erforderliche Stabilität zu verleihen. Die Metallgondel bringt etwa 45 Tonnen Gewicht auf die Waage und bietet Platz für 24 Besucher und zwei Besatzungsmitglieder. Bis auf eine Tiefe von vier Metern kann das Tauchgerät unter die Wasseroberfläche der Ostsee hinabgelassen werden.

Die Gondel verharrt etwa einen Meter über dem Meeresgrund und durch die großen Panoramafenster können die Besucher die Unterwasserwelt der Ostsee bestaunen. Eigens für die Tauchgondel wurde ein 3D-Film produziert, der die Unterwasserflora und -fauna der Ostsee näherbringt. Vier Meter unter der Wasseroberfläche wird der Film im Rahmen der etwa 40-minütigen Tauchfahrt gezeigt.

6. Das Sandskulpturen-Festival

Das Sandskulpturen-Festival auf Usedom ist ein jährlich wiederkehrendes Event, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Künstler aus verschiedenen Ländern schaffen eindrucksvolle Kunstwerke aus Ostseesand, die einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden.

9.000 Kubikmeter Sand werden anlässlich des Festivals verarbeitet. Veranstaltungsort ist das Ostseebad Ahlbeck. Auf dem Parkplatz am Grenzübergang nach Polen werden mehrere Großraumzelte errichtet, die die empfindlichen Sandskulpturen vor Regenwasser und Nässe schützen. So eignet sich das Sandskulpturen-Festival hervorragend als Ausflugsziel, falls das Wetter einmal nicht mitspielen sollte Die Ausstellung ist von April bis Anfang November für den Besucherverkehr geöffnet

7. Das Historisch-Technische Museum Peenemünde

Im Oktober 1942 flog von Peenemünde aus erstmals eine Rakete in den Weltraum. Im Historisch-Technischen Museum in Peenemünde wird dieses Ereignis und die Geschichte der Heeresversuchsanstalt dokumentiert.

Einen plastischen Eindruck von den damals hergestellten Raketen und Flugkörpern erhalten Besucher auf dem Freigelände des Museums. Dort werden Nachbauten des als V1 bekannten Marschflugkörpers Fi 103, eine Replik der „Vergeltungswaffe” V2 und die Startrampe für die Raketenversuche ausgestellt.

Darüber hinaus ist ein Original der Werkbahn Peenemünde zu sehen. Zusätzlich werden auf der Freifläche militärische Hinterlassenschaften der DDR ausgestellt. So kann man zum Beispiel ein Schnellboot der Nationalen Volksarmee von innen besichtigen und Jagdflugzeuge bestaunen.

8. Die Karniner Brücke

Ein wunderschönes Fotomotiv mit interessanter Geschichte ist die Karniner Brücke – unweit von der Stadt Usedom. Die Hubbrücke ist der mittlere Teil der Karniner Brücke, einer ehemals etwa 360 Meter langen Eisenbahnbrücke zwischen dem pommerschen Festland und der Insel Usedom. Das Brückenbauwerk wurde 1933 fertiggestellt; es war Bestandteil der über Swinemünde führenden Bahnstrecke Ducherow-Heringsdorf-Wolgaster Fähre. Und verband die Insel mit dem Festland - der Zug von Berlin brauchte nur zwei Stunden.

Die Überbauten beiderseits des beweglichen Hubteils wurden 1945 von der Deutschen Wehrmacht selbst zerstört, um den Vormarsch der Roten Armee zu verhindern. Der Hubteil der Brücke steht seit Kriegsende als unverändertes Fragment und als technisches Denkmal mitten im Strom, der das Stettiner Haff mit dem Peenestrom verbindet.

9. Der größte Strandkorb der Welt

Seit 2014 ist die Insel um eine Attraktion reicher. Direkt an der Strandpromenade des Ostseebades Heringsdorf, steht der größte Strandkorb der Welt. Die Ausmaße sind rekordverdächtig: Der XXL-Strandkorb ist 6,40 Meter breit, 4,15 Meter hoch und 3,33 Meter tief.

Höhepunkt der feierlichen Eröffnungszeremonie war die Klärung der Frage: Wie viele Menschen passen denn nun eigentlich in den XXL-Strandkorb? Die Anwesenden wurden aufgefordert, im Mega-Strandkorb Platz zu nehmen, während der Moderator mitzählte. Um es vorwegzunehmen: Die magische Zahl von 100 Personen wurde nicht erreicht, doch stolze 91 Menschen hatten schließlich ein Plätzchen im größten Strandkorb der Welt gefunden.

10. Bernsteinspuren im Seebad Kölpinsee

Das Seebad Kölpinsee verfügt über einen bis zu 30 Meter breiten Sandstrand. Im Frühling und Herbst zieht es besonders Muschel- und Bernsteinsucher an diesen Ort. Hier sollen – aus welchen Gründen auch immer – die Sucher besonders fündig werden. Er soll wohl an der Ostee-Strömung liegen, meinen Einheimische. Weiter empfehlenswert: Direkt an der Strandpromenade gibt es eine Fischräucherei, in der es fangfrischen, geräucherten Fisch gibt.

Die Ostseefischerei blickt in Kölpinsee auf eine jahrhundertelange Tradition zurück. Zu den beliebtesten Fotomotiven gehören die bunten Fischerboote, die tagsüber am Strand liegen. Zwei Bereiche des Strandes sind für FKK-Anhänger reserviert und zwei weitere Abschnitte sind ausgewiesene Hundestrände - also für jeden etwas dabei.

Kommentare
Erhalte täglich Reisegeschichten, folge uns auf Facebook:
#Trending
Zur
Startseite