Sex, Drogen und Leichen: Kreuzfahrtmitarbeiter packen aus

Sex und Leichen: Ex-Kreuzfahrtmitarbeiter packen aus

Drogen, bezahlter Sex mit rüstigen Passagieren, Leichen in Lagerräumen – die Berichte ehemaliger Crewmitglieder von Kreuzfahrtschiffen klingen wie Skandalfilme. Doch es sind reale Erfahrungen.

Mitarbeiter auf einem Kreuzfahrtschiff.
Zwischen Traum und Albtraum: Die Arbeit auf einem Kreuzfahrtschiff ist anstrengend, aufregend – und mitunter sehr dubios. (Symbolfoto)

Foto: unsplash.com/Billeasy

Ewige Sonne, Party und spannende Länder erkunden: Die Arbeit auf einem Kreuzfahrtschiff könnte kaum paradiesischer klingen. Wären da nicht – wie bei allem – die Schattenseiten. Denn Dauerfeierei ist zwar tatsächlich verbreitet, dazu gehören aber oft auch Sex und Drogen. Nicht nur unter Mitarbeitern, sondern auch mit Passagieren.

Welche Abgründe sich im Alltag an Bord auftun, zeichnen die Erlebnisse, die vier britische ehemalige Kreuzfahrtmitarbeiter der britischen „Sun“ schildern:

Prostitution auf einer Kreuzfahrt? Keine Seltenheit

Claire S., die vor einigen Jahren als Friseurin während Weltreisen an Bord eines Schiffes gearbeitet hat, berichtet von alleinreisenden Passagieren, oft sogar Rentnern, mit denen einige Mitglieder der Crew und des Putzpersonals Sex gehabt hätten, um das Gehalt aufzubessern. Beschämt darüber sei niemand gewesen – alle hätten frei darüber gesprochen und von den „Geschäften“ der anderen gewusst.

„Ich habe Geschichten von Mitarbeitern gehört, die gewettet haben, wer die meisten Passagiere flachlegen kann. Ich schätze, das ist das Äquivalent zum Mile High Club“, schildert die ehemalige Kreuzfahrt-Hostess Hayley J. ihre Erfahrungen gegenüber der britischen Tageszeitung.

Auch Bettgeschichten innerhalb der Crew seien keine Seltenheit. Tina M., die mehrere Jahre lang in Duty-free-Shops für zwei Kreuzfahrtgesellschaften gearbeitet hat, berichtet, dass die meisten Mitarbeiter miteinander ins Bett gestiegen sind. „Es ist ein einsamer Lifestyle, jeder war auf der Suche nach jemandem.“

Sex unter Kollegen auf dem Kreuzfahrtschiff

Angestellte mit höheren Rängen seien besonders beliebt: Die haben bessere Kabinen. Selbst wenn zu Hause Ehepartner und Kinder warten würden, führten viele Offiziere an Bord ein Doppelleben. 

Der Fotograf James H., der ebenfalls auf Kreuzfahrten gearbeitet hat, ergänzt: „Viele Offiziere haben ihre Liebhaber in ihre Kabine einziehen lassen. Sobald die Familie über die Ferien an Bord kamen, mussten sie wieder ausziehen.“ Dies sei als völlig normal angesehen worden.

Drogen auf Kreuzfahrten: High-Alarm statt Hai-Alarm

Ebenfalls keine Seltenheit: Drogen. Claire erzählt von einem Vorfall während einer Weltreise, auf der „wir zwischen den Cook Islands und Hawaii von der Drogenfahndung und der Einwanderungsbehörde einer Razzia unterzogen wurden. Wir waren geschockt, wie viel Kokain von den Spürhunden gefunden wurde und wie viele Menschen daraufhin das Schiff verlassen mussten. Viele davon waren Senioren, die auf dieser Reise ein bisschen Sonne im Winter tanken wollten.“

Todesfälle auf Kreuzfahrten: Leichen im Kühlraum

Weil so viele Rentner auf Kreuzfahrt gehen – und zum Teil über Monate hinweg an Bord günstiger und bequemer leben könnten als zu Hause (in England) –, soll es außerdem hin und wieder zu Todesfällen an Bord kommen.

Shopmitarbeiterin Tina berichtet gegenüber der „Sun“ vom „Sarg-Schrank“, einem Vorratsraum des Shops neben dem Kühlraum, in dem die Leichen „aufbewahrt“ wurden.

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