Peru: 5 nicht überlaufene Orte | reisereporter.de

Peru: 5 Orte, die noch nicht überlaufen sind

Machu Picchu zählt mit über einer Million Besuchern jährlich zu den größten Touristenmagneten des Landes. Doch neben dem Kulturerbe der Inka bietet Peru atemraubende Naturschätze, die bisher vom großen Ansturm verschont geblieben sind.

Surfer am Strand in Peru
Im Sonnenaufgang gehen zwei Surfer am Strand in Peru am Meer entlang.

Foto: unsplash.com/Morre Christophe

1. Vinicunca – Der Regenbogenberg

Diese einzigartige Farblandschaft in den Anden von Peru bekommen nur wenige Menschen zu sehen. Im Süden des Landes zwischen der Stadt Cuzco und dem Titicacasee erhebt  sich auf etwa 4.000 Metern Höhe der Berg Vinicunca mit seinen bunten Abhängen.

Entstanden sind die Farben durch Mineralien, die sich schichtweise über Jahrmillionen abgelagert haben. Die bunten Streifen, die an einem Regenbogen erinnern, sind durch die Erdbewegung und Plattentektonik an die Oberfläche gelangt.

Um auf diesem bunten Teppich der Natur zu wandeln, muss man eine etwas beschwerliche Wanderung in Kauf nehmen.

Von Cuzco aus starten die Eintagesausflügge in die einsame Berglandschaft von Vinicunca. Nach einigen Stunden Fahrt halten die Kleinbusse in der Stadt Chillca an, von dort aus geht es über drei Stunden zu Fuß auf mehr als 4.000 Metern. Doch für diesen Anblick lohnt sich der Weg allemal.

 

2. Der Gocta-Wasserfall

Der Wasserfall im Norden Perus zählt zu den höchsten der Welt. Mit 771 Metern Fallhöhe schlägt der Gocta sogar die berühmten Yosemite Falls in Kalifornien um 32 Meter. Der obere Teil der Kaskade fällt etwa 200 Meter in die Tiefe, der untere stürzt weitere 500 Meter herab. Entdeckt wurde er erst im Jahr 2003 – von einem deutschen Entwicklungshelfer.

Um den Gocta,  der nach der Bevölkerungsgruppe der Region benannt wurde, rankensich  viele Mythen. Die Einheimischen erzählen etwa von einer schönen Sirene, die mit schwarzer Magie einen Goldschatz bewacht. Wem sein Leben lieb sei, so die Bewohner,  der wage sich nicht in deren Nähe. Und es sind diese Legenden, die dafür gesorgt haben, dass der Wasserfall so lange von der Weltöffentlichkeit und den Touristenmassen unentdeckt geblieben ist.

Die Reise zum Gocta führt von der Hauptstadt Lima Tausend Kilometer nördlich nach Cochabimba im Bundesstaat Amazonas.  Ein Besuch ist nur mit einem lokalen Führer zu empfehlen.  Der Gocta befindet sich auf etwa 2000 Metern Höhe am Ostabhang der Anden. Die Wanderung durch schmale Trampelpfade dauert etwa sechs Stunden. Für alle Strapazen entschädigt ein atemberaubender Blick über die grünen Berge vom peruanischen Nebelwald. 

3. Der versteinerte Wald von Pampachiri

Etwa 800 Kilometer südöstlich von der Hauptstadt Lima erhebt sich der „Bosque de Piedras“, der versteinerte Wald von Pampachiri. Im Bosque de Piedras gibt es einzigartige Gesteinsformationen vulkanischen Ursprungs zu sehen, die durch Wind und Regen geformt wurden.

Die kuriosen Steinformationen wurden von einigen Familien aus der Region teilweise zu Wohnräumen adaptiert. In der Gegend nennt man sie „las Casas de Pitufos“, die Schlumpfhäuser. Unter den kegelförmigen Steinen leben sie seit mehr als hundert Jahren.

Touristen kommen selten in dieser entlegenen Andenregion. Dennoch ist es nicht schwer einen Transport von Pampachiri zum Bosque de Piedras zu finden. Für den Ausflug sollte man einen ganzen Tag einplanen.

4. Der Nor Yauyos Cocha Nationalpark

Nur 340 Kilometer östlich von Lima liegt der NorYauyos Cocha Nationalpark. Im Herzen des Naturreservats, im Hochtal von Huancaya, liegt die kristallklare Laguna Pikicocha. Von dort an, sammelt sich der Fluss Cañete immer wieder in Seen und stürzt über Wasserfälle hinab – eine einzigartige Lagunenlandschaft.

Nach NorYauyos kommen nur wenige Touristen. Wen es also hier hin verschlägt, hat die zahlreichen Wasserfälle und Lagunen ganz für sich allein. Auf 3400 Metern über den Meeresspiegel ist das türkise Wasser zwar sehr kalt – einen Sprung sollte man trotzdem wagen.  Die beste Reisezeit ist zwischen März und Juni.

5. Surfhimmel Puerto Chicama

Von wegen nur Berge. Die Küsten Perus zählen zu den angesagtesten Surfrevieren der Welt. Auf fast 2500 Kilometern treffen die Wellen des Pazifiks auf die peruanische Küste.

Für Surfer ist Chicama ein Muss: Hier trifft die längste linksbrechende Welle der Welt auf den weißen Sandstrand. Die Wellen von Chicama kann man über eine Strecke von zwei Kilometern entlang reiten. Von Lima aus sind es 900 Kilometer bis zum verschlafenen Fischerdorf.

Tipp: Nach dem Wellenreiten Ceviche am Strand essen.

Kommentare
Erhalte täglich Reisegeschichten, folge uns auf Facebook:
#Trending
Zur
Startseite