Jeder, der schon einmal im Meer schnorcheln oder tauchen war, kennt die bunt leuchtenden Korallenriffe. Und leider auch die verblassten, grauen und zerbrochenen Teile eines Riffs – tote Korallen.

Ein Grund für das Korallensterben sind die unfassbaren Mengen an Sonnenmilch, die über uns Menschen in die Meere gelangen. Bis zu 14.000 Tonnen sind das jährlich, so das Ergebnis einer aktuellen Studie. Mit fatalen Folgen für das Meer und seine Bewohner. Die Inhaltsstoffe in der Lotion führen zu Infektionen und in der Folge zu einem weitverbreiteten Phänomen: der Korallenbleiche.

Hawaii zieht die Notbremse und verbietet schädigende Sonnencreme

Der US-Bundesstaat Hawaii hat deshalb ein neues Gesetz verabschiedet, das Cremes, die sogenanntes Oxybenzon enthalten, verbietet. Der chemische UV-Schutz ist für das Korallensterben mitverantwortlich. Bereits geringste Mengen können Korallen innerhalb von vier Tagen vollständig ausbleichen lassen.

Zurück bleibt eine graue Mondlandschaft unter Wasser. Das Gesetz soll auf der Inselkette im Pazifischen Ozean 2021 in Kraft treten. Bereits jetzt erhält jeder Fluggast bei Hawaiian Airlines ein Tütchen riffsichere Sonnencreme.

Wie du auf Reisen unnötige Sonnencreme vermeidest

Statt in Sonnenmilch zu baden, kann man beispielsweise auf UV-Shirts setzen oder langärmlige Kleidung beim Schwimmen tragen. Wer nicht auf eine Lotion verzichten möchte, der sollte besser zu Naturkosmetik-Cremes mit mineralischen UV-Filtern zurückgreifen.