Liebeserklärung: Kiel, liebenswerte Stadt am Meer | reisereporter.de

Liebeserklärung an Kiel: Wo jeder Tag wie Urlaub ist

Eine riesige Caféauswahl, Inlineskating direkt am Meer und kulturelle Highlights in Fahrraddistanz: Warum sich in Kiel jeder Tag wie Urlaub anfühlen kann.

Christin Jahns
Ulf Dahl
Segelschiffe und Kreuzfahrtschiffe sind nicht nur zur Kieler Woche in der Landeshauptstadt.

Foto: Ulf Dahl

Aus dem Zug aussteigen, Backsteine sehen, den Wind spüren und die Förde riechen: So fühlt sich Heimat an. Zwar ist das Viertel um den Hauptbahnhof in Kiel, genau wie in fast jeder anderen Großstadt auch, nicht unbedingt das schönste der Stadt. Zumindest aber liegt es am Meer.

Und wer jetzt sagt: „Ihr habt zwar Strände, könnt sie aber nicht nutzen, weil es bei euch eh nur regnet“ – der hat noch nie bei Regen und Sturm im Elefant am Strand in Falkenstein oder im Schiffercafé am Thiessenkai gesessen, heiße Waffeln gegessen und Milchkaffee getrunken oder sich bei einem kalten Sonntagsspaziergang von Schilksee zum Bülker Leuchtturm den Wind um die Nase wehen lassen und mit staunenden Blicken die grauen Wellen beobachtet, die unnachgiebig auf den Strand peitschen.

Inlineskates, Fischbrötchen und Kreuzfahrtschiffe

Und wenn dann doch mal die Sonne scheint, brauchst du hier wirklich nicht viel mehr zum Glücklichsein. Einfach Inlineskates anziehen (im Sommer gibt es auch Blade-Nights) und an der Kiellinie oder auf dem Fördewanderweg entlangfahren, zur Stärkung ein Fischbrötchen essen, den Seehunden einen Besuch abstatten oder die Füße im warmen, weißen Strandsand vergraben und beim Anblick der Fähren und Kreuzfahrtschiffe von der großen weiten Welt träumen – fertig.

Oder sich einfach wie in der Karibik fühlen, wenn die Ostsee wieder einmal türkisblau schimmert.

Ostsee oder Karibik? Eindeutig Schilksee an der Kieler Förde.
Warum noch in die Karibik reisen? In Schilksee schimmert die Ostsee türkisblau. Foto: Tanja Köhler

Falls es dennoch passiert, dass jemand das Meer nicht mögen sollte oder aber Liebeskummer hat und keine kitschige Strandromantik mehr erträgt: kein Problem. Wenn es sein muss, kannst du auch einen ganzen Tag in Kiel verbringen, ohne ein einziges Mal mit salzigem Wasser konfrontiert zu werden.

Dazu nimmst du am Bahnhof am besten den Ausgang auf der gegenüberliegenden Seite Richtung Sophienhof und beginnst den Tag mit einem ausgiebigen Frühstück in einem der zahlreichen Cafés rund um die Muthesius Kunsthochschule.

Egal ob skandinavische Gemütlichkeit im Café Hilda, amerikanische Nostalgie bei Mareike and the Cake, französisches Flair im Brunswik, regionale Köstlichkeiten im Mmhio, ein Besuch in der Gartenoase des Fresco, Wohnzimmergefühl im Café Liebling oder eine kulinarische Reise um die Welt im Resonanz – in Kiel kommt jeder auf seine Kosten.

Fahrradtour statt U-Bahn-Stress in Kiel

Dazu trägt auch die lebendige Atmosphäre rund um die Holtenauer Straße bei, die mit vielen kleinen Läden, Restaurants und individuellen Kinos (Metro und Studio) zum entspannten Stöbern, Schlendern und Verweilen einlädt.

Wenn du genug von all den städtischen Aktivitäten hast und nun doch noch einmal raus in die Natur möchtest, musst du dir keine Gedanken machen, dass du dafür ewig in stickigen, überfüllten Bahnen stehen und schlimmstenfalls noch mehrmals umsteigen müsstest.

Der größte Vorteil einer der flächenärmsten Städte Deutschlands ist, dass du fast überallhin bequem mit dem Fahrrad kommst. Sei es an den Strand, wo Sportbegeisterte sich beim Stand-up-Paddling oder Surfen weiter verausgaben können, von Riesenrad zu Riesenrad während der Kieler Woche, zur Liveübertragung der Sommeroper, ins Stadion von Holstein Kiel oder zum Grillen im Schrevenpark – in Kiel ist alles da, alles nah. Und wenn du es richtig anstellst, kann sich jeder Tag wie Urlaub und Zuhause zugleich anfühlen.

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