10 Gründe, warum du dich in Kiel verlieben wirst | reisereporter.de

10 Gründe, warum du dich in Kiel verlieben wirst

Dies ist eine Reisewarnung: Bei einem Aufenthalt an der Kieler Förde ist Vorsicht geboten. Kiel kann dich nämlich im Sturm erobern. Zehn Gründe, warum du dich Hals über Kopf in die Stadt verlieben wirst.

Melanie Huber
Die Kieler Förde ist die Flaniermeile vieler Kieler.

Foto: Melanie Huber

1. Die Möwen in der Innenstadt, …

… die abends in Gruppen die Straßen nach etwas Essbarem absuchen und vor dem Theater am Rathausplatz kurz stehen bleiben, um in den Gesang der probenden Operntenöre lautstark einzustimmen.

2. Das Kieler Schloss, …

… das wegen seiner besonderen Architektur bei Kiel-Besuchern immer für eine Überraschung sorgt: „Bitte was? Der Kasten soll ein Schloss sein?!?“

2a. Der angenehm abgeklärte Blick der Kieler dabei, als wollten sie sagen: „Alles andere ist ja auch Tüddelkram.“

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3. Die öffentliche Uhr am Knooper Weg, …

… die es mit der darunter befindlichen angezeigten Temperatur nicht so genau nimmt.

3a. Und der Mann, der sich hastig die Jacke auszieht und die Jeans hochkrempelt, da er – nach einem Blick auf die besagte Anzeige – wohl davon ausgeht, es seien 31 statt 23 Grad Celsius.

4. Die Kellnerin in der Kneipe Wubbke, …

… die unter der Woche immer zur gleichen Zeit die letzte Runde einläutet, nämlich so, dass pünktlich um Mitternacht alle draußen sind.

5. Die Holtenauer Straße, …

… die nachts manchmal so still ist, dass du glaubst, allein in der Stadt zu sein.

5a. Und der Unterschied zum Tag, wenn sich unter den Arkaden das Leben tummelt, weil es hier schöne Boutiquen, gute Cafés und Restaurants gibt.

Die Holtenauer Straße in Kiel mit Arkaden und Grünfläche.
Die Holtenauer Straße in Kiel mit Arkaden und Grünfläche. Foto: Melanie Huber

6. Die verwunderten Blicke der Autoren, …

… die zum ersten Mal in Kiel auftreten und vor ihren Lesungen oftmals eine Runde durch den Alten Botanischen Garten drehen müssen, weil sie nicht glauben können, dass sich das Literaturhaus an einem so romantischen Ort befindet. Ein Ort, der in jedem realistischen Roman unter den strengen Augen des Lektors dem Rotstift zum Opfer fallen würde.

7. Die Kopfsteinpflaster auf der Koesterallee, …

… die dich jedes Mal durchrütteln – ob du nun mit dem Rad fährt, dem Bus oder dem Auto.

7a. Das ruppig-verschwimmende Grün der Parkbäume rund um die Forstbaumschule, während du die rumpelige Allee hinunterfährst und das dann ratternd übergeht in das Blau der Förde und das Grau der am Ufer ankernden Marineschiffe.

8. Die Menschen am Falckensteiner Strand, …

… die, eingepackt in Regenjacken und Gummistiefeln, auf Klappstühlen unter Sonnenschirmen einmütig picknicken, während über die verregnete Förde Hunderte Traditionssegler ziehen.

8a. Und die Windjammerparade, die zum Abschluss der Kieler Woche nahezu immer im Regen stattfindet.

9. Die Strecke vom Beginn der Kiellinie …

… bis zum Ostseekai, die am Wasser entlangführt und die du erst freudig beginnst entlangzuspazieren, bis du dich in Höhe der Seebar Düsternbrook verzweifelt fragst, wie weit es noch ist, um dir dann bei der Fischbar an der Reventloubrücke ein „Deftig“-Fischbrötchen und ein Kieler Packeis auf die Hand zu bestelle.

Als Trost dafür, dass du schon wieder den Weg unterschätzt hast oder wahrscheinlich eher den Wind, der ist ja an der Förde immer etwas forscher als anderswo. Und heute war er wirklich besonders stark.

10. Die Diskussion darüber, …

… an welchen Strand es denn nun gehen soll. Falckenstein, Schilksee, Strande, Möltenort, Mönkeberg, Laboe?

10a. Und die Lösung des Problems: „Lass uns einfach die Fähre nehmen, und dann steigen wir dort aus, wo es uns am besten gefällt.“

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