Hansebeauftragter: „Die Hanse Sail macht mir riesig Spaß“

Hansebeauftragter: „Die Hanse Sail macht mir riesig Spaß“

Holger Bellgardt, Hansebeauftrager der Hansestadt Rostock und Veranstaltungsleiter des Internationalen Hansetages, Chef des Hanse Sail Büros, betont die wirtschafliche Bedeutung von Großveranstaltungen. Medienpartnerschaften bieten neue Chancen.

Kerstin Rathje-Wesselow
Ove Arscholl
Holger Belgardt ist Hansebeauftrager der Hansestadt Rostock und Veranstaltungsleiter des Internationalen Hansetages sowie Chef des Hanse Sail Büros.

Foto: Ove Arscholl

Die Hansestadt Rostock feiert in diesem Jahr ihren 800. Geburtstag. Beim Hansetag, dem Auftakt aller Feierlichkeiten, haben Imke Mentzendorff, Geschäftsführerin der Ostsee-Zeitung, Holger Belgardt, Hansebeauftrager der Hansestadt Rostock und Veranstaltungsleiter des Internationalen Hansetages sowie Chef des Hanse Sail Büros und Matthias Fromm, Tourismusdirektor Rostock-Warnemünde und Geschäftsführer der Rostocker Gesellschaft für Tourismus und Marketing über ihre Zusammenarbeit gesprochen.

In Interviews erklären sie, welche Möglichkeiten Medienpartnerschaften bieten und wie es um den Tourismus in der Hansestadt steht.

Ist die Organisation von maritimen Großereignissen wie dem Hansetag oder der Hanse Sail eine Aufgabe, die Spaß macht?
Holger Bellgardt: Oh ja, es macht eine Menge Spaß, und das ist mir auch sehr wichtig. Die Möglichkeit zu haben, mit Menschen unterschiedlicher Sprachen, Kultur, unterschiedlichen Glaubens, unterschiedlicher Nationalitäten zusammenarbeiten zu können, schätze ich als einen Vorteil meiner Tätigkeit als Leiter des Büros Hanse Sail.

Mit Schiffen aus aller Welt zusammenarbeiten, die Hanse Sail ist eine internationale Großveranstaltung – macht einfach Spaß.

Beim gerade stattgefundenen Hansetag waren es 110 Städte aus 16 Nationen, die sich hier in Rostock präsentiert und mit uns kooperiert haben. Eine Aufgabe, die mir als Hansebeaufragten der Stadt Rostock viel Freude bereitet hat.

Diese Veranstaltungen, wie Hansetag, Warnemünder Woche und Hanse Sail sind sehr wichtig für die Wirtschaft der Hansestadt Rostock...
Bellgardt: Das hoffe ich doch! Wir haben als Tourismuszentrale die Zielstellung, den Tourismusstandort entsprechend zu positionieren und darzustellen. Zum Hansetag waren 2.000 Deligierte aus ganz Europa vor Ort, die hier übernachtet haben.

Das kurbelt die Touruismuswirtschaft natürlich an, eingerechnet mit 400.000 Besuchern. Auch der Kongress zum Hansetag führte Wirtschaftsleute aus verschiedenen Ländern zusammen, um miteinander zu reden. Insofern war es auch ein Wirtschaftsgipfel, der hier stattgefunden hat. Ich behaupte mit einem Augenzwinkern, dass vielleicht die Hanse die früheste Form kommunaler Wirtschaftsförderung ist...

Haben solche maritimen Großereignisse eine nachhaltige Wirkung für die Stadt Rostock?
Bellgardt: Ich denke schon, allein deshalb, weil zum Hansetag 115 Städte aus ganz Europa auch darüber berichtet haben, dass sie hierher nach Rostock fahren. Das heißt, sie haben 115 Mal Werbung für Rostock gemacht, allein, weil es überall angekündigt worden ist.

Und es ist nachhaltig, wenn es uns gelungen ist, die Hansestädte von Rostock zu überzeugen, dass sie gut über uns sprechen – das ist beste Werbung für diesen Standort. Wenn wir die Gastfreundschaft wirklich leben und unter Beweis stellen können, dann dürfte das sehr nachhaltig sein.

Die Madsack Mediengruppe berichtet mit dem Online-Portal reisereporter regelmäßig auch über die maritimen Großereignisse in Rostock. Als wie wichtig empfinden sie solch Medienpartnerschaft?
Bellgardt: Insgesamt funktioniert eine Veranstaltung mit nationalem und internationalem Anspruch nur, wenn davon vorher und auch im Nachhinein berichtet wird. Wir haben immer großen Wert darauf gelegt, unsere Veranstaltungen über alle möglichen Portale anzukündigen und medial zu begleiten. Das ist extrem wichtig.

Ohne die Unterstützung der Ostsee-Zeitung beispielsweise, die den Hansetag vorher beschrieben hat, die Splitter rund um die Vorbereitung gebracht hat, die einzelne Projekte unterstützt hat, durch Partnerschaften, die sie eingegangen ist, kann man eineVeranstaltung nicht erfolgreiche gestalten. Denn: wenn du Gutes tust, muss jemand darüber berichten.

Ihre Wünsche für die Zukunft in Hinsicht Medienpartnerschaft...
Bellgardt: Wir haben verschiedene Projekte innerhalb des Hansetages gehabt, die vielleicht auch fortgeschrieben werden. Wir haben mit der OZ eine Kogge nachbauen lassen. Es war ein Projekt der Hanese Produktionsschule in Rostock, wo junge Menschen über ein solches Projekt eine Perspektive aufgezeigt bekommen haben, wo wir einen Beitrag zu deren Fortkommen geleistet haben. Wenn sich hieran noch weitere Unternehmen beteiligen könnten, wäre das sehr schön. Vielleicht kann das Schiff sogar noch ein Schwesterschiff bekommen, das dann nicht Hansetag, sondern Hanse Sail heißt.

Ich würde mir wünschen, dass unsere Hansekogge vielleicht sogar wandert, an verschiedenen Standorten präsentiert wird, wo sie für die Hanse- und Universitätsstadt Rostock gerade jetzt im Jubiläumsjahr eine kleine Botschaftsfunktion übernehmen kann. Wo man von vornherein auf dem Flughafen Laage oder auf dem Cruise-Terminal in Warnemünde unseren Gästen mit so einer Kogge auch sagen kann, dass hier eineTradition vorhanden ist, nämlich eine hanseatische Tradition. Und was kann besser geeignet sein, den Geist der Hanse zu zeigen, als das Modell einer Kogge.

Imke Mentzendorff (Geschäftsführerin der OSTSEE-ZEITUNG), Holger Bellgardt (Leiter Hanse Sail) und Matthias Fromm (Tourismusdirektor Rostock-Warnemünde) besiegeln ihre zukünftige Zusammenarbeit.
Imke Mentzendorff (Geschäftsführerin der OSTSEE-ZEITUNG), Holger Bellgardt (Leiter Hanse Sail) und Matthias Fromm (Tourismusdirektor Rostock-Warnemünde) besiegeln ihre zukünftige Zusammenarbeit. Foto: OZ

Kommentare
Erhalte täglich Reisegeschichten, folge uns auf Facebook:
#Trending
Zur
Startseite